SV Markneukirchen


Die Kraft im Oberen Vogtland

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    Debakel in Chemnitz

    Von Burkhard Atze | 21.Januar 2008

    IFA Chmenitz II – Neikirng I 5,5:2,5

    SV Treuen I – Neikirng II 4:4

    Neikirng III – SC Zwickau III 4,5:3,5

    Erste verliert in Chemnitz oder

    im Basketball hätten wir gewonnen

    Am Sonntag mussten wir zum ärgsten Verfolger nach Chemnitz. Die Anreise gestaltete sich problemlos, so waren wir vor den meisten unserer Gegner da. Als diese nach und nach eintrafen stellte sich haraus, dass wir im Schnitt fast einen Kopf (oder mehr) größer und ein gefühltes Jahrhundert jünger waren.
    Im Baskteball hätten wir den Kampf wahrscheinlich gewonnen – obwohl bei dem rabenschwarzen Tag den wir erwischt hatten ist auch das nicht so sicher.

    Aber der Reihe nach. Der Gegner lief in Stammbesetzung auf unter anderen mit dem allseits bekannten Manfred Zucker (MZ – Kombie-Ecke “Schach”). Von der Papierform her war Chemnitz leicht favorisiert, aber was heißt das schon. Der Kampf begann mit Geräuschemissionen – Zischen, Räuspern, undefinierbare Laute. Dann plötzlich, noch war keine halbe Stunde gespielt, wurde Burkhard Atzevon einem Remisgebot des Gegners im 9. Zug überrascht, nach der Ablehnung ging erst einmal ein Bauer flöten und prompt folgte im 10. Zug das nächste Remisgebot des Gegners. In der Folge gab Burkhard ihm die Möglichkeit die Qualität zu gewinnen – allein er wollte nicht. Im 15. und 16. Zug folgte das nächste Doppelangebot – Burkhard investierte viel Zeit um abzulehnen. Doch zunächst zu den anderen Brettern.

    Ralf Wander hatte gegen Manfred Zucker ein supersolides Caro-Kann auf die Beine gestellt und sah sich auch von einem Remisgebot konfrontiert. Der Befehl “Spiel nur noch a weng” wurde aber beherzigt, obwohl dieses Remis schon ein großer Erfolg wäre. Matthias Schuberts Gegner investierte gleich in der Eröffnung viel Zeit um den Albin abzulehnen – Schubs wusste auch nicht woran er war und stand in der Folge komisch. Dann passierte etwas ungewöhnliches Steffen Pötzsche stellte eine Qualität ein und erhielt nicht mal Kompensation. Als auch noch Frank Weller einen Bauern verlor, wussten wir, das kann heut böse enden.

    Die genaue Reihenfolge ist dem Berichterstatter nicht mehr bekannt. Matthias und Frank verloren nach weiteren Schnitzern, Gerd Sandner kam nie in Bedrängnis und sein Remisgebot wurde angenommen. In der Zeitnotphase plötzlich große Aufregung Karl-Heinz hatte das Partieformular nicht genau angesehen und musst nun noch schnell vier Züge in einer Minute machen, was ihm aber gelang. Burkhard war in großer Zeitnot, ständig den Bauern hinten und musste auf Gegenangriffe aufpassen. Mit nur noch 7 Minuten für 10 Züge entschied er sich für ein zweifelhaftes Turmopfer – der Gegner spielte falsch und vor allem langsam weiter und verlor im 36. Zug durch Zeitüberschreitung. Dann war die Partie bei Ersatzmann Michael Straube beendet. Nach anfänglich gedrückter Stellung hatte er sich schön befreit. Dann fasste er jedoch einen falschen Plan und wurde ausgekontert.

    Später verlor noch Karl-Heinz sein Endspiel. Nun war die Niederlage perfekt, es ging nur doch um die Höhe. Der phantastische Sieg von Ralf gegen MZ sicherte uns 2,5 Brett punkt, so dass Chemnitz wenigstens diesen Spieltag noch hinter uns in der Tabelle steht. Bald darauf gab Steffen seine Ruine auf.
    Einen versöhnlichen Abschluss bildete das gemeinsame Essen im Ratskeller.

    Fazit: Unsere Aufstiegsambitionen haben einen herben Dämpfer erhalten. Nun führen wir nur noch einen halben Brettpunkt vor Cranzahl und einen vor Chemnitz. Aber wir haben das vermeintlich leichteste Restprogramm – aber was heißt das schon in einer Staffel, in der jeder jeden schlagen kann.

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