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Weller bester Neikirnger! ;-)
Von Frank Weller | 9.April 2008
Wie sagte Stefan Schulze so schön zum Abschluss des wiederum gelungenen Turniers: Die 11. Offene VSC-Meisterschaft ist nun Geschichte! Für uns zwei Markneukirchner ist der Abschluss tatsächlich zur schönen Geschichte geworden.
Vor der letzten Runde lagen Burkhard und ich punktgleich auf der Lauer nach einer Platzierung unter den ersten 10. Damit könnte man bei der starken Konkurrenz ja schon zufrieden sein. Dass es allerdings so weit nach vorn reichen soll, hätten wir wohl beide nicht gedacht.
Burkhard bekam es mit Felix Zeuner vom gastgebenden Verein zu tun und ich hatte nur zwei Tage nach dem Punktspiel gegen Klingenthal schon wieder Jochen Franz am Brett sitzen. Burkhard spielte offensiv auf die Königsstellung Zeuners und setzte ihn damit gehörig unter Druck. Aber der ließ sich wie immer auf seine unnachahmliche Weise nicht das Mindeste anmerken und behielt mit seiner stoischen Ruhe auch Recht. Die beiden wickelten ab und hatten nur noch je eine Leichtfigur und eine ganze Menge Bauern. Remis.
Bei mir klappte es besser. Wie schon am Sonntag konnte ich von meines Gegners Fehlern profitieren. Erst war es nur ein Bauer, dann zwei, und nach und nach kippte alles zu meinen Gunsten trotz ungleichfarbigen Läufern. Damit waren es bei Burkhard 4,5 und bei mir 5 Punkte, welche auf der Haben-Seite zu Buche standen.

Den Turnierausgang bestimmten jedoch andere. Die beiden Führenden Gerhard Rehbein (jetzt VSC) und Mario Tunger (König Plauen) lieferten sich das Siegerduell. Gerhard hätte ein Remis genügt, hatte er doch einen halben Punkt Vorsprung. Es würde – wie sich diejenigen, die die beiden kennen, sicher denken können – keine einfache Geschichte werden. Die Partie selbst war schon ein Krimi, aber das Drumherum der Thrill schlechthin. Gerhard war für die letzten Züge vor der Zeitkontrolle in arge Bedrängnis geraten. Anderthalb Minuten waren es noch, da wurde er von hinten angeredet… Dass die Explosion nur verbal stattfand, grenzte an ein Wunder. Die Zeit war wohl geschafft, die Uhr blieb aber auf 0:00 stehen – der nächste Angriff auf seine Nerven. Und dann wurde es langsam unruhig im Raum. Gerhard blieb auf der Strecke…

So kam es, dass der diesjährige Sieger der VSC-Meisterschaft Mario Tunger heißt. Gerhard Rehbein wurde Zweiter, da er die bessere Wertung hat als ich. Dass ich auf dem dritten Rang einkam, habe ich dem günstigen Spielverlauf der letzten Runde zu verdanken. Zum Beispiel verlor der lange Zeit Führende, Steffen Juntke (VSC) gegen seinen Vereinskameraden Ananev. Einige Favoriten hatten mit dem Ausgang des Turniers überraschenderweise nichts mehr zu tun. Stefan Merkel (VSC) erlebte eine schwarze Serie und verlor als Krönung die letzte Runde auch noch, und zwar gegen Lothar Wagner (König), welcher sich damit noch auf den 10. Rang vorschob. Aber auch Klassen, Kadner (beide VSC) und Bandt (König) hatten sich bestimmt mehr Aussichten versprochen.
Es haben in diesem Jahr einige gefehlt. Der Vorjahressieger Christof Beyer (König) war verhindert. Auch Bernd Hiemer (Waldkirchen) hätte ein paar Wörtchen mitreden können. Aber das soll die Leistung des Spitzenreiters nicht schmälern. Wieder einmal sitzt die Krone des Vereinsmeisters des VSC auf einem “König”-Haupt. Ein halbes Jahr lang. Bis die über viele Jahre treue Anhängerschar des schönen Turniers seinen gekrönten Kopf fordert. Im Oktober geht es dann wieder los. 7 Runden. Jeden 2. Dienstag des Monats. Schweizer System. Danke, VSC.
Frank Weller
Mehr dazu, außerdem Tabellen und Auswertungen auf der Vogtland-Schach Seite.
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10.April 2008 at 10:42
Auch stimmt der Bericht von meiner Partie nicht ganz. Neben einem Haufen Bauern hatten wir jeder noch zwei Türme und zwei Leichtfiguren. Ich hatte unbegründet Angst vor seinem weißfeldrigen Läufer (weil meine Bauern alle auf Weiß standen).
Ich wurde noch 6. und erhielt den Preis für den besten Spieler unter DWZ 1800.