SV Markneukirchen


Die Kraft im Oberen Vogtland

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    Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund

    Von Burkhard Atze | 13.Oktober 2008

    Am Sonntag wurde unsere erste Mannschaft, nach zwei Wochen auf dem sonnigen zweiten Platz, von Ehrenfriedersdorf auf den Boden der harten Tatsachen zurückgeholt. Mit 6:2 kanzelten uns die Erzgebirgler ab. Allerdings muss man auch sagen, dass wir einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten.
    Egentlich fing das Disaster schon am Donnerstag an, als sich Matthias Schubert krank meldete (Arbeitsunfall – gute Besserung) und Steffen Pötzsch kein gutes Gefühl für Sonntag entwickeln konnte.
    Unsere zweite gab uns Claus-Peter Franke ab – sicherlich keine Verschlechterung für uns, bedenkt man seine Ergebnisse in der Bezirksklasse.
    Ehrenfriedersdorf war uns an fast allen Brettern nach der Papierform überlegen. An den zwei Brettern, an denen wir DWZ-Vorteil hatten, spielten ein Kind und ein Jugendlicher, die beide schon an deutschen Nachwuchsmeisterschaften teilnahmen. Christoph Peil (11) nahm sogar schon an Weltmeisterschaften teil. Es ist immer unangenehm, gegen aufstrebende Jugendliche zu spielen, die oft viel besser sind als es ihre Zahl aussagt.
    Der Kampf begann eigentlich verheißungsvoll. Schon nach fast einer Stunde erhielt Burkhard von seinem über 200-DWZ-Punkte schwereren Gegner ein Remisgebot, welches er nach Absprache mit dem Mannschaftsleiter (”Deine Entscheidung!”) annahm. Zu dem Zeitpunkt stand eigentlich keine Partie schlechter und Burkhard dachte, dass dies ein guter Start sei.
    Aber dann kippten einige Bretter. Frank wurde von Christoph Peil immer mehr eingeschnürt und übersah dann einen Figurenverlust. In der Folge konnten er trotz hartem Kampf die Partie nicht mehr retten, zu umsichtig und abgeklärt spielte sein kleiner Gegner.
    Bernd erreichte mit Schwarz gegen seinen jugendlichen Gegner eine aussichtsreiche Stellung, gab dann seine zwei Türme gegen die Dame aber der Ehrenfriedersdorfer konnte seine Reihen geschlossen halten, dass nur ein Remis heraussprang.
    Steffen musste eine Figur gegen ein oder zwei Bauern geben und geriet unter starken Druck an seinem Königsflügel. Noch vor der Zeitkontrolle patzte er allerdings entscheidend.
    Gerd hatte eine ganz unorthodoxe Stellung auf dem Brett und bot mehrmals Remis, welches sein Gegner ob des Stades im Mannschaftskampf auch annahm. Standen doch Ralf und Karl-Heinz bereits auf Verlust.
    Ralf übersah in bereits gdrückter Stellung eine Kombination, die dem Gegner einen entscheidenden gedeckten Freibauern einbrachte. Diesen Vorteil realisierte der Erzgebirgler souverän. Die Partien von Karl-Heinz sind nichts für schwache Nerven. Diesmal verlor er in der Eröffnung einen Bauern und später kam dann eine Figur dazu trotzdem wehrte er sich bis zum Schluss und war als letzter fertig.
    Für Claus-Peter lief es nicht wie gewünscht. Als seine Gegner ihm wegen der knappen Zeit Remis bot war die Mannschaftsniederlage schon absehbar – deshalb nahm er an, hatte sein Gegner doch einen schier unaufhaltsamen Freibauern.
    Nun heißt es Wunden lecken, Kräfte tanken und dann in Zwickau überraschen.

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