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Die Rezession erreicht den SV Markneukirchen!
Von Frank Weller | 1.Dezember 2008
Dass die globale Rezessionswelle um den SV Markneukirchen einen Bogen machen würde, hätten selbst die hartgesottensten Punktefundamentalisten nicht erwartet. Während die Zweite gestern nur knapp in den Umsätzen verlor, sank das Netto-Einkommen der ersten Mannschaft von 0,46 auf 0,4 Punkte pro Kopf. Mannschaftspolitische Sprecher schwören die Punkte-Verbraucher bereits jetzt auf spürbare Beschneidungen der Lebensqualität ein.
Der gemeinsame Gegner für SVM I und II hieß Zwickauer SC. Die Erwartungen für die Erste wären naturgemäß verhaltener ausgefallen als für unsere Zweite, wurden aber dadurch ausgeglichen, dass die Personalprobleme der Zweiten diesmal nicht vollständig geklärt werden konnten. Während sich für jeden angereisten Markneukirchner ein Zwickauer Gegner fand, war es umgekehrt eben nur fast so. Otto Kröner, Brett 3 der zweiten Mannschaft der Muldestadt wurde zum Kiebitz. So muss die Punktefrage an Brett 3 nicht erst wieder endlos ausdiskutiert werden… Diesen Satz muss allerdings nicht jeder verstehen.
Zur Ersten: Viele Partien hatten die Farbe und das Aussehen von Chilli, stellten sich aber meist als ungenießbar für die Markneukirchner Seite heraus. Einzig Steffen und Matthias hatten starke Magen und hielten stand. Bei Steffen war es zwar nicht 100%ig souverän, aber clever ausgenutzt. Matthias´ Partie darf man gegen den bislang vollpunktenden Zwickauer „Party“ schreiben. Er stand von Anfang an gut und konnte zu guter Letzt richtig abfeiern. Ralf und mich erwischten unnötige und ärgerliche Materialverluste. Wir sollten uns vielleicht mehr an unserem Brett 6 orientieren, da weiß man nämlich, wie`s geht.
Bei der Zweiten sah es besser aus. Nachdem man, wie gesagt, schon eine Partie abgeben musste, hängten sich alle ins Zeug und hatten gute Chancen auszugleichen. Claus-Peter am Spitzenbrett drehte den Spieß um, nachdem seine Königstellung in der Eröffnung aufgehebelt wurde und startete eine sehenswerte Gegenoffensive. Punkt. Im Gegenzug verlor Elke, der Rest remisierte. Allerdings waren vor allem bei den letzten beiden Partien spannende Situationen entstanden, welche auf Sieg für uns tippen ließen. Klaus hätte mit ein wenig mehr Zeit und Nerven keine Mühe gehabt, sich durchzusetzen. An Brett 4 votierte ein Drittel der Kiebitze für einen Schwarzsieg, das zweite für Remis, während der Rest wusste, dass es für Weiß klar gewonnen ist. Karlheinz entschied sich für das arithmetische Mittel.
Es gingen beide Kämpfe verloren. Für die Erste zu hoch, für die Zweite unglücklich. Was bleibt, ist am Schluss der Ausblick: Kopf hoch, es geht weiter! Jede Talfahrt hat ein Ende, auf Rezessionen folgen Konjunkturen. Es wird alles gut.
Eine Sache bleibt noch zu bemerken. Zwei Olympiadekugelschreiber fanden den Weg mit nach Zwickau. Elkes Stift blieb im Auto, Matthias´ wurde erstmals eingesetzt. Jetzt lasst mal Eure Gedanken fliegen!
Bitte bewerte den Artikel:Topics: Allgemein, Mannschaften | 3 Kommentare »
1.Dezember 2008 at 13:30
Hallo Frank,
wortgewandt und pointenreich wie immer! Gratuliere (wenigstens dazu!). Nur der Begriff “Gegenoffensive” ist falsch. Richtig heißen muss es “Offensive”, denn alles ist dazu schon in Keres`”Theorie der Schacheröffnungen”, Teil 1, S.9 nachzulesen. Nur wusste das mein Gegner nicht und ein gewisser FW wohl auch nicht!
Wer lacht hat mehr vom Leben! Wir lachen gemeinsam!!
Beste Grüße – CPF
1.Dezember 2008 at 16:24
Unvergessen bleibt Franks Ausspruch nach dem Kampf: “Wenn ihr wollt, dass unsere Mundwinkel nach oben zeigen, dann müsst ihr uns auf den Kopf stellen.
1.Dezember 2008 at 21:24
[...] kam erneut mit 2:6 unter die Räder. Nur S.Pötzsch und Schubert konnten voll punkten. [Launiger Bericht von F.Weller] Auch Markneukirchen ist damit mitten im Abstiegskampf [...]