SV Markneukirchen


Die Kraft im Oberen Vogtland

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    Nahtoderlebnis der Ersten ohne Happyend

    Von Frank Weller | 16.Dezember 2008

    Zweimal 5:3 in Siebenbrunn sieht nach einer klaren Sache aus – einmal für Neikirng, einmal dagegen. War `s aber nicht…

    Während die Zweite ein glückliches Händchen gegen den VSC Plauen II hatte, wurde die Erste vom Pech verfolgt. Dabei sah es anfangs (wie schon so oft) gar nicht so schlecht aus. Steffen hatte schon fast einen einen Bauern weniger, da bekam er ein Remisgebot von seinem Gegner. Klar, dass er da zupacken musste. An den anderen Brettern gab es zu diesem Zeitpunkt nichts Negatives zu berichten. Die üblichen kleinen Unpässlichkeiten halt, wie „ich fühle mich nicht wohl“ oder „weiß nicht, was draus wird“, nichts weiter Dramatisches. Remisgebote wurden reihenweise abgelehnt. Zu Recht, wenn man gewinnen will.

    Burkhard verfing sich in Zugwiederholung, weil die Stellung unangenehm zu werden drohte. An Ralfs Brett verschob sich das Gleichgewicht langsam dahingehend, dass er immer mehr auf die Drohungen seines Gegners reagieren musste und sich dabei immer mehr Schwächen in seiner Stellung auftaten. An Brett 1 lehnte Gerd die Angebote auf Punkteteilung wohl 4 oder 5 mal ab, wollte unter allen Umständen gewinnen und verlor die Partie durch eine Springergabel. Bei mir waren im Mittelspiel alle Zeichen auf Angriff. Beide Parteien griffen auf dem Königsflügel an, was das Zeug hielt. Es sah so aus, als würde ich die Oberhand behalten. In der Zwischenzeit gewann Bernd irgendwie seinen Chilieintopf. Er würzt seine Varianten immer dermaßen feurig, dass es sowohl seinen Gegnern als auch Mannschaftskameraden das Wasser in die Augen treibt. Er hat aber Erfolg damit, denn selber hält er es meistens aus. Sieg.

    Stratege Karl-Heinz hielt seine Stellung lange und kämpfte in gewohnter Weise. Offiziell verlor er zwar durch Zeitüberschreitung, es darf aber angemerkt werden, dass die Partie an dieser Stelle schon weg war. Auch um Ralfs Partie war es mittlerweile geschehen. Er schätzte im Nachgang selber ein, dass er die alte Schachregel, nach der man einen Flügelangriff erst dann einleiten darf, wenn das Zentrum sicher steht, nicht befolgte. Als Matthias` Partie auch noch remis endete, war es um das Gesamtergebnis geschehen. 4,5 Punkte standen auf Adelsberger Seite. Die genaue Reihenfolge der letztgenannten Kämpfe ist mir entgangen, denn ich saß in der Situation straff am Brett und versuchte, mit Läufer und Doppelbauer am Rand gegen Springer zu gewinnen. Keine einfache Sache, wissen wir doch im Prinzip, dass das kaum möglich ist, wenn der Gegner schon ein paar Lehrstunden am Brett genommen hat. Vielleicht war es auch der Trotz, der mir die Einsicht ins Remis verschleierte. Kurz, das Ergebnis stand bereits fest, obwohl wir uns noch ein paar Züge lang quälten.

    Zum Glück folgte dem erneuten kleinen Debakel im Gläsernen Bauernhof als Tagesretter unsere Vereinsweihnachtsfeier. Der Rotkittel bestrafte nichts, sondern spendete eher noch Trost und Süßigkeiten. Wahrscheinlich weiß er doch nicht über jeden von uns Bescheid, zumindest nicht, ob er brav und tüchtig war oder nicht. Sieben Hintern wären wohl von ihren Besitzern nicht mehr wiedererkannt worden.

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    Topics: Allgemein, Mannschaften | 1 Kommentar »

    Ein Kommentar to “Nahtoderlebnis der Ersten ohne Happyend”

    1. Burkhard meint:
      16.Dezember 2008 at 20:29

      Diese Überschriften – hört sich verdächtig nach dem Wort des Jahres an – Nahtoderlebnis.

      Sieben Hintern? Alle außer Bernds?

    Kommentare