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Punktspiele 2009/10, Runde 2: Sieg, Remis und Niederlage
Von Frank Weller | 1.November 2009
Schön, wenn man als Verein 3 Mannschaften ins Feld führen kann. Da erhöht sich die Chance ungemein, auf Erfolge verweisen zu dürfen. So darf heute vermeldet werden, dass unsere Dritte in Treuen ein schönes Remis erkämpfte und unsere Zweite zu Hause fast pflichtgemäß gegen Waldkirchen II mit 5:3 gewann. Diese starken Ergebnisse kaschieren etwas die Niederlage der Ersten, die nur 2 Brettpunkte in Zwickau erzielen konnte.Die Niederlage gegen den Staffelfavoriten ist nicht beschämend, sondern kam erwartet. Natürlich nahmen wir uns ein gemäßigteres Ergebnis vor bzw. erhofften es uns. Dass es jedoch in gleicher Höhe ausfiel wie im vergangenen Jahr, ist daher ein bisschen tragisch, nicht mehr und nicht weniger.
Wir reisten in Stammaufstellung und trafen auf die Zwickauer Stammmannschaft. So war die Ausgangslage schnell geklärt und wir wussten, was auf uns zukommt. Alle Partien – das darf gesagt werden – waren hart umkämpft, nichts wurde geschenkt. In den ersten 3 Stunden passierte gar nichts, entschieden wurde alles zwischen zwölf und drei.
Als Erster musste Burkhard nach einer turbulenten Partie gegen Gerd Völkel die Segel streichen. Eine geplatzte Königsstellung vermochte er in eine für meine Begriffe recht komfortable Angriffsstellung umzusetzen. An irgendeiner Stelle ging es dann aber nicht weiter und nach Materialverlust war auch der Rest dahin. Einen Glanzpunkt setzte dafür wieder Gerd am zweiten Brett und erspielte sich gegen Frank Birkner zwei Mehrbauern im Schwerfigurenendspiel. Allerdings war Gerds größtes Handicap (wieder einmal) die Bedenkzeit. Andererseits braucht es natürlich auch schon ein bisschen Hirnschweiß, um gegen so einen starken Gegner zwei Mehrbauern zu erwirtschaften. Die Zeit war es dann aber, was Gerd bewog zu remisieren.
Matthias erging es gegen Lutz Faber ähnlich wie mir im vorigen Jahr. Ein Figureneinsteller entschied die vorher recht unerschrocken geführte Partie zugunsten des Zwickauers.
Eine sehr dichte Atmosphäre herrschte auf Brett 1. Gottfried Müller zeigte sich gegen Claus-Peter in Bestform und baute seinen erst kleinen Vorteil weiter aus. Ich habe die Niederlage des Markneukirchners nicht selbst miterlebt – er gratulierte dem Zwickauer Spitzenspieler jedoch zu einem Spitzenzug. Der war es dann vielleicht. Mehr Aufklärung wird der Analyseabend am kommenden Donnerstag geben.
Steffen gewann wieder. Er ist der Mannschaftschef und muss mit gutem Beispiel vorangehen, die Fahne hochhalten und Optimismus verbreiten, auch wenn `s mal wieder fünf nach zwölf ist. Dabei muss er selber oft in Partien weiterkämpfen, die ihm selber keine rechte Freude mehr bereiten. Heute war es so eine. Ein schwacher Doppelbauer auf seiner Seite sah wirklich nicht gut aus. Steffen opferte um überhaupt noch rauszukommen eine Qualität und bekam wenige Züge später (mit Glück) einen Turm. Für alle, die nicht mitgerechnet haben: Das bedeutet, er hatte zu guter letzt eine Leichtfigur übrig, mit der zu gewinnen Formsache war. Der Name Pötzsch ist in Zwickau gerade dabei, sich ein Image einzuschleifen.
Bernd konnte an Brett 5 machen, was er wollte – er kam immer mehr in Bedrängnis. Man konnte zusehen, wie sich die Partie immer mehr zu seinen Ungunsten entwickelte. Er wurde einfach überspielt. Hier gewann der Bessere.
Auch Karl-Heinz fand gegen Jürgen Appel kein Rezept, was zum Erfolg geführt hätte. Er geriet nach langem, wie ich meine, ausgeglichenem Spiel in eine Endphase, die keinerlei Chancen zur Wende mehr bereithielt. Der Verlust war zwangsläufig.
An Brett 6 war alles drin, was man in einer Mannschaftspartie an Kampf erwartet: 5 Minuten haben an 6 Stunden gefehlt, bevor sich nur noch die zwei alleingelassenen Könige gegenüberstanden und sich angrinsten. Dazwischen gab es beidseitig Remisgebote mit jeweils Ablehnung, Zeitnot, ausgelassene Siegchancen, Bauernumwandlung und strapazierte Mannschaftskameraden, für deren Ausdauer Tilo Breinbauer und ich uns bedanken dürfen. Das Remis am Ende war verdient und ausgekämpft, für das Gesamtergebnis von 6:2 allerdings mehr als unbedeutend.
Wie eingangs erwähnt, haben wir heute den Staffelfavoriten gesehen, auch wenn die Bescheidenheit der Zwickauer diese laut ausgesprochene Einschätzung noch zurückwies. Vielleicht auch, um den Druck, welcher sich dem Titelaspiranten praktisch immer an die Fersen heftet, etwas in Grenzen zu halten. Aber die Anwartschaft ist realistisch, wir betätigen uns da mal als Weissager.
Die Ergebnisse noch einmal im Überblick:
2. Landesklasse
Zwickauer SC I - SV Markneukirchen I 6:2
Müller, Gottfried - Franke, Claus-Peter 1:0
Birkner, Frank - Sandner, Gerd ½:½
Kaufmann, Kai - Pötzsch, Steffen 0:1
Völkel, Gerd - Atze, Burkhard 1:0
Kaufmann, Volker - Adler, Bernd 1:0
Breinbauer, Tilo - Weller, Frank ½:½
Faber, Lutz - Schubert, Matthias 1:0
Appel, Jürgen - Vogel, Karl-Heinz 1:0
Zum Schluss noch schnell zu den beiden Mannschaften, welche es besser gemacht haben als wir. Die Ergebnisse bleiben noch unkommentiert, da für eine kritikfeste Einschätzung schon ein Augenzeuge berichten sollte.
1. Bezirksklasse Chemnitz
SV Markneukirchen II - SG Waldkirchen II 5:3
Pötzsch, Jochen - Grüner, Hartmut ½:½
Sadewasser, Ute - Barthel, Steffen ½:½
Wander, Ralf - Meinelt, Roland ½:½
Sandner, Karlheinz - Mothes, Jörg ½:½
Straube, Michael - Lehmann, Arndt 1:0
Hartl, Elke - Blechschmidt, Falk ½:½
Dreier, Siegfried - Braun, Max ½:½
Wagner, Klaus - Gündel, Hartmut 1:0
Damit ist unsere starke zweite Truppe auf dem Spitzenplatz!
2. Bezirksklasse Chemnitz
SV 1992 Treuen II - SV Markneukirchen III 4:4
Claus, Fritz - Dreier, Frank 1:0
Jattke, Peter - Klaus, Benno 0:1
Seeger, Joachim - Palm, Maik 1:0
Wendt, Karl-Heinz - Gütter, Philipp ½:½
Wolfer, Reinfried - Steinhaus, Rolf ½:½
Preiß, Wolfgang - Rathmann, Klausjürgen 0:1
Militzer, Hannes - Thiele, Florian 0:1
Grünler, Eberhard - Langholz, Uwe 1:0
In der Tabelle macht sich dieses 4:4 natürlich sofort bemerkbar. Unsere Dritte hat noch zwei Mannschaften hinter sich gelassen. Macht so weiter!
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2.November 2009 at 11:35
Wello Du bist einfach zu schnell für mich
Zu meiner Partie. Der h-Bauer war einfach eingestellt – in der Folge versuchte ich einen Angriff auf dem Königsflügel zu inszenieren. Im 24. Zug hätte ich Ausgleich erreichen können – da ich schon etwas in Zeitkalamitäten war spielte ich hier etwas zu schnell. Nach der Zeitkontrolle beendete ein großer Patzer von mir die Partie.
Gerd hatte nach meiner Beobachtung nur einen Bauern mehr – aber ansonsten ist Dein Text voll zu unterschreiben.
Bemerkenwert an Steffens Partie ist vor allem die Analogie zum Vorjahr. Steffen behandelt den Sweschnikow von Kaufmann Jr. schlecht und gerät in ein schlechteres Endspiel – er bietet Remis, was abgelehnt wird – verliert Material – und kann am Ende durch einen Patzer des Gegners gewinnen.
Kai Kaufmann muss sich wie bei der Wiederholung eines schlechten Films vorgekommen sein.
Claus-Peter erklärte, dass sich seine Partie nach einem Eröffnungsfehler mit Bauernverlust folgerischtig entwickelte. Wobei Gottfried Müller einige wunderschöne Züge aufs Brett zauberte.
Neidlos müssen wir anerkennen, das Zwickau – auch in dieser Höhe – verdient gewonnen hat.