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Niederwiesa leider zu stark
Von Burkhard Atze | 29.November 2009
Letztes Jahr gelang uns in unserem ersten Landesklassenkampf ein Unentschieden gegen Niederwiesa. Diesmal war leider kein Punkt zu holen, dabei lagen wir lange vorn. Doch der Reihe nach:
Pünktlich konnte der Kampf gestartet werden Niederwiesa und wir traten mit der Stammbesetzung an.
Claus-Peter konnte seine Lieblingsvariante diesmal mit der richtigen Farbe spielen, Gerd sah sich im obligatorischen Bird einem Figurenopfer gegen 3 Bauen gegenüber, Steffen musste gegen den Panow-Angriff antreten und ich bekam Aljechin vorgesetzt. Bernd spielte gegen Bird, Frank sein Englisch, Matthias etwas Indisches (glaube ich) und Karl-Heinz erhielt eine ganz nette Stellung – in welcher Eröffnungweiß ich nicht mehr.
Steffen hatte Remisverbot ausgegeben – leider war es ausgerechnet meine Partie die als erste mit Remis endete. Um Theoriestellungen auszuweichen spielte ich eine nicht ganz vollwertige Pseudoopfervariante erhielt aber eine ganz angenehme Stellung, auch weil mein Gegner sich zu sehr mit Prävention beschäftigte. Als ich in ein – nach meiner Meinung – besseres Endspiel abwickeln wollte, übersah ich ein Zwischenschach und erhielt das schlechtere Endspiel. Durch eine Ungenauigkeit konnte ich dann doch noch ausgleichen und es lief auf ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern hinaus, was wir uns beide sparen wollten. Kurz darauf remisierte Bernd. Nach einem Bauerneinsteller konnte er zwei Türme und Läufer gegen seine Dame erhalten – seine Stellung sah aber nie wirklich gut aus, so desorganisiert wirkten seine Figuren (Für Frank: Fritz11 hätte die gegnerische Seite deutlich bevorzugt). Gegen das Remis von Gerd ist nichts einzuwenden. Wieder einmal hielt er gegen einen deutlich stärkeren gegner stand – seine Zeitnot ließ keine Gewinnversuche zu. Dann gewann Matthias der in einer sauber geführten Partie zwei Mehrbauern mithilfe des Läuferpaars in einen vollen Punkt umwandeln konnte.
Kurz darauf musste Steffen die Waffen strecken. Er hatte nicht seinen besten Tag erwischt, mehrmals entschied er sich nur für die nt-besten Züge und seine Gegnerin konnte so ihren Vorteil kontinuierlich ausbauen.
Somit stand es ausgeglichen und es liefen noch drei Partien. Gegen Ehrenfiredersdorf konnten wir die letzten drei Partien alle gewinnen -diesmal sollte es anders kommen – leider. Karl-Heinz hatte ein Remisgebot abgelehnt und kam in der Folge in Zeitnot verlor einen und dann noch einen Bauern und schließlich die Partie. Claus-Peter war wohl etwas zu optimistisch und überaktiv und geriet so in ein verlorenes Damenendspiel. Als sein Gegner den siegbringenden Damentausch ausließ bestand die Chance auf ein Dauerschach – leider sah es Claus-Peter nicht und verlor.
Wieder einmal war Frank der letzte, der spielte, aber auch seine Partie war schon lange bar jeder Hoffnung. In dem schwerblütigem Engländer, in dem lange keine Klotz das Brett verließ, sperrte ihm sein Gegner den schwarzfeldrigen Läufer ein. Den Angriff auf dem Königsflügel konnte er noch abwehren, aber als sich das Geschehen auf den Damenflügel verlagerte, war er gegen den Bauerndurchbruch machtlos. Er wehrte sich noch lange aber leider erfolglos.
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