SV Markneukirchen


Die Kraft im Oberen Vogtland

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    Abschiedstournee durch die Landesklasse

    Von Burkhard Atze | 25.Januar 2010

    Sage keiner wir hätten es nicht versucht. Remisverbot wurde vor dem Kampf ausgegeben – auch wenn sich nicht alle daran hielten (Der Teer kocht schon – wer bringt Federn mit?). Der Gegner hatte uns als Punktlieferanten ausgeguckt ([Glauchauer SC] – Firefox-User verblitzen sich die Augen – im unsicheren IE geht es.) und war in seinem Vorbericht schon ziemlich respektlos – uns sollte es Recht sein, wollten wir den Bock doch endlich umstoßen.
    Aber es war wohl nicht unser Tag. Ersatzmann Michael Straube stellte in der Eröffnung unnötig einen Bauern ein, dem dann hinterherrennen musste. Das Überraschende Remisgebot des Gegners kam wie gerufen. Er musste weg, hätte sonst aufgegeben – zum Glück wurde dies nicht entscheidend. Gerd Sandner kam wie gewohnt in hochgradige Zeitnot und bot Remis, aber sein Gegner fand einen Weg die Festung zu knacken und gewann vor der Zeitkontrolle. Dankenswerterweise kümmerte sich Gerd dann um die Getränkeversorgung, hatten die Gastgeber doch nur sieben Flaschen antialkoholische Getränke vorgesehen. Die Kaffee-Versorgung klappte dagegen reibungslos.
    Doch wieder zum Kampfgeschehen: Matthias Schubert musste sich eines Angriffs am Königflügel erwehren und meisterte scheinbar alle Schwierigkeiten. Auch Frank Weller wollte die Partie, auf sein Läuferpaar und einen schwachen gegnerischen Bauern pochend, ruhig zum Sieg führen. Aber bei Frank rappelte es im Karton: nach einem ganz natürlichen Zug, opferte der Gegner unwiderstehlich in die Rochadestellung. Das kostete zwei Bauern und obwohl sich Frank noch lange wehrte letztlich die Partie. Matthias war wohl zu optimistisch und unterschätzte ein gegnerisches zentrales Bauernpaar, welches ihn dann auch zur Strecke brachte. Missverständliche Gesten ließen beim Autor Hoffnung aufkeimen – bis kurz vor Schluss dachte Burkhard, dass Matthias die Partie gewonnen hat.
    Claus-Peter Franke ist nun endlich in der Landesklasse angekommen. Er spielte sein enormes theoretisches Wissen aus, dem sein Gegner nichts entgegenzusetzen hatte, und kam zu einem überzeugenden Sieg.
    Auch Mannschaftsleiter Steffen Pötzsch bot Remis an. Es half ihm aber nichts – in einem scharfen Sizilianer ging ihm irgendwie eine Figur abhanden und dann hilft noch nicht einmal Zaubern. Bernd Adlers Gegner sah lange Zeit optisch gut aus, dann schien die Partie sich zu unserem Gunsten zu neigen – letztlich musste Bernd mit dem Remis zufrieden sein.
    Bleibt noch die Partie des Berichterstatters. Burkhard Atze opferte in der Eröffnung einen Bauern und brachte seinen Gegner zum Grübeln. Darüber verging dessen Zeit, die fehlte ihm im Mittelspiel, als er einen Qualitätsverlust übersah. Nun investierte Burkhard seine Zeit und beschloss in ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern abzuwickeln. Vier Minuten vor Blättchenfall reichte der Gegner die Hand zur Aufgabe. Leider war es nur Ergebniskorrektur.
    Was bleibt festzuhalten: Glauchau hat ein schönes Vereinsheim mit super Schachtischen und der Altenburger Hof erwartet in Glauchau um 14:30 Uhr keine Gäste mehr. So speisten wir gediegen in einem bekannten amerikanischen Schnellrestaurant.
    Claus-Peter gelang es endlich seinen persönlichen Bock umzustoßen, an den ersten vier Brettern konnte gegen durchweg höher bewertete Gegner ein 2:2 gehalten werden. Im Unterhaus läuft es nicht – gegen die teilweise fast hundert Punkte schwächer eingeschätzten Gegner kam nur ein mageres Pünktchen heraus.
    Da es wahrscheinlich nur einen Absteiger geben wird, ist noch nicht aller Tage abend. Wir erwarten noch die Sphinx der Staffel – mal sehen, mit welcher Aufstellung USG in der Fischerhütte aufschlägt. Auch der direkte Konkurrent Siebenlehn muss noch anreisen. Gegen unseren dritten Gegner Bernsbach gelang im Vorjahr auch ein Punkt.
    Aber Remisverbot – der Kessel kocht.

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