Zuviel Pech ist Unvermögen

Es war ein schwarzer Sonntag für die Klassenerhaltshoffnungen der ersten Mannschaft. Das vierte 3,5:4,5 in Folge machte aus realistischen Chancen auf den Klassenerhalt nunmehr nur noch theoretische. Zur Chronologie der Ereignisse:

Mit Blumenau kam ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf – im Fußball spricht man da wohl von einem Sechs-Punkte-Spiel. Auch wenn es im Schach nur ein Vier-Punkte-Spiel ist, war klar – dieses Spiel mussten wir gewinnen. Die Aufstellung der Ergebirgler ist das Gegenstück zu unserer Aufstellung – ihre Mannschaft ist vor und hinten stark und in der Mitte, zumindest nach Papierform, etwas schwächer.
Ute Sadewasser verlor durch eine Unachtsamkeit einen Bauern und geriet recht schnell in ein verlorenes Bauernendspiel, indem sich der Blumenauer keine Schwäche erlaubte. Matthias Schubert erhielt nach 15 Zügen vom nominell schwächsten Gegner ein Remisgebot, welches er richtigerweise ablehnte. Aber Schubs hatte wohl einen gebrauchten Sonntag erwischt, irgendwie verlor er eine Figur und infolgedessen auch die Partie.
An den anderen Brettern waren auch kaum klare Vorteile zu erkennen. Steffen Pötzsch musste in total zugeschobener Position ins Remis einwilligen. Michael Straube übersah ein Opfer auf f2, das ihn einen Bauern kostete. Seine Kompensation verflüchtigte sich immer mehr und er verlor gar noch einen zweiten Bauern. Hoffend auf sein Läuferpaar spielte er noch weiter.
Frank Weller konnte mit gewohnt sicherem und konsequenten Spiel erst einen und dann noch einen zweiten Bauern einsammeln. Seine Figuren dominierten das Brett und so war denn auch sein Sieg nur noch eine Frage der Zeit. Bei Claus-Peter Franke konnte man als oberflächlicher Kiebitz Angst bekommen. Claus-Peter hatte kurz rochiert und die h-Linie war offen, der Gegner hatte einen Turm auf der Linie. Aber offensichtlich war alles so geplant. Kurz darauf war die Linie erobert, der Gegner eingeschnürt und seine Aufgabe nur noch eine Frage der Zeit.
Die genaue Reihenfolge ist mir nicht klar, da ich arg in meiner Partie eingespannt war. Am ersten Brett gab es ein Theorieduell. Obwohl ich (Burkhard Atze) nach dem 8. Zug aus dem Buch war, “folgten” wir bis zum 20. Zug einer Vorgängerpartie. Ich konnte ein vorteilhaftes Bauernendspiel erreichen, aber in der Zeitnot fand ich leider nicht den Weg zum Sieg. Kurz nachdem unsere Partie Remis endete, musste Gerd Sandner die Waffen strecken.
Wann seine Partie kippte ist mir entgangen. Zum Schluss hatte er aber klaren materiellen Nachteil und die gegnerischen Figuren machten es sich in seiner Bretthälfte bequem.
Nun erhielt Michael Straube sein Remis, da damit der gegnerische Mannschaftssieg sichergestellt war.
Dieses Ergebnis ist ein herber Rückschlag im Abstiegskampf, zumal Annaberg-Buchholz gegen Ehrenfriedersdorf gewinnen konnte.
Unser Restprogramm ist das schwerste aller Abstiegskandidaten mit Aue und mit Siebenlehn müssen wir noch bei zwei Aufstiegsaspiranten antreten. Annaberg kommt noch zu uns aber selbst wenn wir gegen Annaberg gewinnen sollten könnten wir zum Schluss als Letzter dastehen.

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