Auf der Pfanne und verbockt

Bezirksliga: Neukirchen II – Neikirng I 4:4

Das fürchterliche Gefühl, allein den Sieg versaut zu haben, ließ mich den ganzen Sonntag nicht mehr los – endlich schien doch noch alles aufzugehen, und dann so was…

Um unserer Zweiten nicht das erste Brett zu stehlen und sie stark für ihre schwere Aufgabe zu machen, endlich den ersten Sieg einzufahren, nahmen wir erstmals Ersatzmann Rolf Steinhaus mit, der sich in dankenswerter Weise auch gleich erbot, selbst zu fahren.

Neukirchen ließ das erste Brett frei, so dass einmal mehr einer von uns umsonst seinen Sonntag geopfert hat. Schade drum, bei einem solchen Auswärtskampf wünscht man sich, dass man vielleicht vor dem Kampf informiert wird. Claus-Peters Aufstellungsgegner entschuldigte sich allerdings vielfach, dass er aufgrund eines kurzfristig Erkrankten in der Ersten mitspielen musste. Niemand kann was dafür, wenn einem Mannschaftskameraden das Schicksal zur Bettruhe verdonnert. Sei’s drum – 1:0!

Rolfs Einsatz war von kurzer Dauer. Leider verlor er tüchtig Material und schnell stand es 1:1.

Matthias bekam vom Gegner Remis geboten, was aus Neukirchener Sicht von Vorteil war, da wir wie so oft in der Bredouille steckten. Warum man in einer solchen Situation und in vorteilhafter Stellung das Remis annimmt?…

Steffen führte eine eröffnungstheoretische Neuerung ein, die seinen Gegner so stark verblüffte, dass ein gutes Viertel seiner Bedenkzeit dabei draufging, sich zu sammeln. Die Konsequenzen des Affronts waren eher harmlos, so dass Steffen letztendlich den Punkt holen konnte. Von der Theorie abzuweichen, ist mit Sicherheit nicht immer falsch.

Michaels und Gerds Partien gingen dagegen verloren, da beide irgendwann Materialeinbußen zu verzeichnen hatten. Dafür bekam Ute ein Geschenk vom Gegner angeboten, das sie nicht ablehnen konnte. Sie musste lediglich die Zeithürde noch schaffen, dann war der Sieg in der Tasche.

3,5:3,5 und ich war der, von dem alles abhängen sollte. Ich konnte in ein Endspiel mit Springer gegen Läufer abwickeln und hatte einen gedeckten Freibauern.

die entscheidende Stellung

Den Sieg schon vor Augen, zog ich zu schnell und staunte nicht schlecht, als mein Gegner seinen Läufer auf h7 einfach stehen ließ und forsch f4 zog. Ich entschied mich spontan und gierig für den Läufer. K:h7 f:e3!!!

Doch noch eine Niederlage und damit eine für die Mannschaft? Remis und damit 4:4? Oder Gewinn und Mannschaftssieg?

Eine Variante gewinnt, einer hält remis und viele verlieren. Ich hab das Remis genommen, den Sieg übersehen.

Endstand 4:4. Tut mir leid.

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