Stadtmeisterschaft Runde 3

Am 28.11. wurde die dritte Runde der Stadtmeisterschaft gespielt und erbrachte die untenstehenden Ergebnisse:

Denkt bitte daran, dass es erst am 30. Januar an gleicher Stelle weitergeht.




Dreimal Edelmetall für Markneukirchen

Der zweite Tag der Vogtländischen Meisterschaften war für unsere Markneukirchener Teilnehmer sehr erfolgreich. Fünf unser sieben Spieler spielten bis zur letzten Runde um die Qualifikation für die Bezirksmeisterschaft mit.



Cindy Woywode spielte ihr erstes großes Turnier mit und erreichte einen ordentlichen siebten Platz im Mädchenturnier in der Altersklasse U10.

Letztes Jahr landete Rüdiger nach gutem Start nur auf dem zehnten Platz. In diesem Jahr wahr alles anders, souverän gewann Rüdiger die ersten beiden Partien und sicherte dann mit einem Remis den zweiten Platz ab. Gegen Antonius Akladius gelang Rüdiger ein sehr schönes Matt. Dem Papa rutschte das Herz in die Hose, da Rüdiger selbst auf Matt stand:

Weiß hatte Te5 gezogen und dann fand Rüdiger dieses schöne Matt

Wie im letzten Jahr war der Gegner in der letzten Runde Pepe da Costa Silva. Rüdiger war auf die Eröffnung vorbereitet und konnte eine Figur gewinnen, trotzdem nahm er das Remisgebot an. War es Respekt, war es die Freundschaft oder die Abschätzung, dass die Wertung eh nicht für den ersten Platz gereicht hätte? Man weiß es nicht.

v.l.n.r. Pepe (3.), Ben Härtel (1.) und Rüdiger (2.)

Kai Uwe Neudert erreichte mit seinen 2,5/6 Punkten einen guten 12. Platz. Für das erste Turnier eine gute Leistung. In der Eröffnung sah es häufig schon gut aus, danach muss erst noch die Erfahrung kommen. Mikka spielte in der letzten Runde am ersten Brett – ein Sieg hätte sicher die Qualifikation für die Berzirksmeisterschaft bedeutet. Die Chance bot sich auch, nur leider erkannte Mikka die Möglichkeit nicht. Mit 3,5 Punkten erreichte Mikka einen halben Punkt weniger als im vergangenen Jahr, ist aber mit Platz 6 um einen Platz besser als im vergangenen Jahr.

Die verrückteste Altersklasse war die UK14 und mit Luisa, Simon (wegen Krankheit leider nur Samstag), Anton und Reinhard hatten wir hier vier Eisen im Feuer. Nach dem gestrigen holprigen Start konnte, Reinhard heute alle drei Partien gewinnen und so den dritten Platz erreichen. Anton verlor nur gegen Reinhard und spielte gegen Tom Hai Dang (1286) remis und gewann sensationell gegen Marwin Bühring (DWZ 1512). Damit erreichte er 3,5 Punkte und wurde wie Mikka Sechster. Da in der Altersklasse aber jüngere Vorberechtigte mitspielen, reicht das für die Qualifikation zur Berzirksmeisterschaft. Luisa stritt mit ihren Freundinnen Maria Nguyen Dang (2.), Linda Tran Thi (4.) und Jennifer Adams (1.) im Jungenfeld um einen Qualifikationsplatz. Als Dritte bekam sie die Bronzemedaille, verpasste aber knapp die direkte Qualifikation.

v.l.n.r. Reinhard (3.), Clemens Deiters (1.), Kyrillus Akladius (2.), Anton (6.)

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Der Jüngste trumpft auf

Am heutigen Samstag fanden die ersten drei Runden der Vogtlandmeisterschaft im Nachwuchs statt. Alle acht Markneukirchner stellten sich der Aufgabe mit unterschiedlichem Erfolg.



Für Cindy Woywode, Kai Uwe Neubert und Simon Sucker ist es die erste Meisterschaft und es gilt Erfahrungen zu sammeln. In Cindys Alterklasse wir ein reines Mädchenturnier gespielt und sie konnte gute zwei Punkt aus vier Partien erreichen (Ja die Mädchen spielten vier Runden). Kai und Simon hatten in der ersten Runde spielfrei und mussten dann, mit dem kampflosen Punkt ausgestattet, gegen erfahrene Gegnerschaft antreten. Sie wehrten sich tapfer aber leider (noch vergebens).

Mikka konnte anderthalb Punkte einheimsen (hier und bei allen anderen aus drei Runden) und dabei renommierter Gegnerschaft standhalten. Anton gelangen sogar zwei Siege bei einer Niederlaga gegen Maxim Melestean, der zwei Altersklassen höher startet, da er schon für die Bezirksmeisterschaft vorqualifiziert ist. Auch Reinhard und Luisa starten in dieser Altersklasse. Luisa gelang ein wichtiger Sieg gegen Linda Tran-Thi. Gegen Maria Nguyen Dang und Kyrillus Akladius hatte sie durchaus Siegchancen, musste dann aber ihren Gegnern doch zum Sieg gratulieren. Reinhard erwischte einen holprigen Start in das Turnier. Gegen Jennifer Adams hatte er Glück, dass seiner Gegnerin die Gewinnidee fehlte – Remis. Nach einem soliden Sieg gegen Luca Wernicke, stellte er gegen Marwin Bühring früh eine Figur ein und muss nun morgen angreifen.

Rüdiger spielte in der Alterskalsse U10 fasst immer noch als Letzter. Die Gegner haben Respekt vor ihm, so nahm Ben Härtel (DWZ 1083) sein Remisgebot trotz Mehrfigur an. Mit 2,5 Punkte ist unser „Küken“, der beste Markneukirchner. Morgen warten auf ihn noch die großen Brocken vom SK König.




Novembergrau

Neikirng I – Schwarzenberg 4:4

Im Januar der vergangenen Saison war Schwarzenberg das letzte Mal bei uns – es schien, als wäre es gestern. Ein Déjà-vu in gleich mehrerlei Hinsicht…



Schwarzenberg trat wieder nur zu siebt an. Schon wieder blieb das zweite Brett frei – nur dass es diesmal mich erwischte statt Steffen, der damals pausieren musste. Da müssen wohl wir wieder einmal in Schwarzenberg spielen, dass Jens zu einem Spiel gegen Neikirng kommt!

Bei Ute gab es ein Remis. Zuerst lehnte sie ab, um dann doch noch den sicheren Hafen zu wählen. Da zierte sich Vater Karlheinz länger. Aber auch er willigte später ein, nicht ohne vorher zu betonen: „Etze pass amal auf: Wenn ich blouß für mich gspielt hätt, hätt ich weiter gspielt. Aber ich spiel ja für die Mannschaft.“ Er stellte sich übrigens trotz schwerer Erkältung in den Dienst der Mannschaft. Was für ein Kämpferherz! Matthias‘ Remis kann ich nicht beurteilen, Ute meinte, es wäre „totremis“ gewesen.

Jochen, der auch bei uns einspringen musste, ärgerte sich über die vielen Remis, weil seine Partie schon längere Zeit weg war. Der Verlust war abzusehen. Micha kämpfte einmal mehr eine offensive Schlacht. Seine Partien sind immer frisch nach vorn angelegt. In zwei Dritteln seines Spiels war er auch hier wieder souverän, dann kam es ins Stocken. Als er den Bauern, der bis dahin seine Lebensversicherung war, ziehen musste, war es vorbei. Äußerst geschickt taktierte ihn sein Gegner aus, indem er sich Einbruchsfelder verschaffte.

Claus-Peter hatte wesentlich mehr Raum als sein Gegner. Er konnte den kleinen Vorteil, den er erst hatte, Zug um Zug sukzessive ausbauen, ganz so, wie wir es von ihm kennen. Er hatte bereits zwei Bauern mehr, da zog der Gegner fehl und gab sofort auf. Das Ende war jedoch vorher schon abzusehen. 3,5:3,5 stand es, und Steffen spielte noch. Wisst Ihr noch, wie es im letzten Kampf war? Micha kämpfte beim selben Stand um das Fähnlein. Allerdings winkte Steffen eher der Sieg als die Niederlage. Er gab die Qualität gegen drei Bauern. Das sollte reichen, allerdings nicht in diesem Fall. Ein Bauer ging weg und damit gab Steffen die Partie und den Kampf unentschieden.

Wieder 4:4. Liegen wir den Schwarzenbergern etwa oder liegen uns die Schwarzenberger nicht? Wierum ist’s richtig? Kämpfer, die sich nicht geschont haben, sah man in beiden Mannschaften. Wem es noch nicht bewusst ist: Schwarzenberg kam wieder nur zu siebt.




Causa Schulz

Nach dem Hauptausschuss vergangenes Wochenende wartete Schachdeutschland auf öffentliche Äußerungen. Substantielles hat man wenig erfahren, allerdings gab es einen Paukenschlag.



Mitteilung des Präsidenten

https://www.schachbund.de/news/mitteilung-des-dsb-praesidenten.html

Interessant wäre ob die beschriebene Zerrüttung des Verhältnisses sich auf das ganze DSB-Präsidium erstreckt oder ob es sich wieder um eine 3:2-Entscheidung handelt. Positiv: Die friestlose Kündigung ist vom Tisch.

Trennung vom Nachwuchs

https://www.schachbund.de/news/gemeinsame-erklaerung-des-dsb-und-der-dsj-zur-eigenstaendigkeit-der-schachjugend.html

DSB und DSJ haben sich entschieden, getrennt zu marschieren. Das ist der von mir angekündigte Paukenschlag – mit „Gens una sumus“ hat das aus meiner Sich wenig zu tun. Einige Bundesländer praktizieren das wohl schon länger – ich bin sekptisch.

Sonstiges

https://www.schachbund.de/news/hauptausschuss-hamburg-weyer-zum-stellvertretenden-praesidenten-gewaehlt-verbandsprogramm-beschlossen.html

Die sächsische Sicht

https://www.schachverband-sachsen.de/geschaeftsstelle/2443-neuigkeiten-vom-deutschen-schachbund.html




Sieg im Duell der Nachwuchsmannschaften

Der November ist voll mit Schachterminen für den Nachwuchs. Vergangenes Wochenende U12-Bezirksmannschaftsmeisterschaft, nächstes Wochenende Vogtländische Einzelmeisterschaft und danach U14-Bezirksmannschaftsmeisterschaft. Dazwischen an diesem Sonntag – Erwachsenenpunktspiel, König Plauen VII brachte fünf Kinder an die Bretter, wir vier.



Um 9:30 Uhr unterhielt ich mich mit der mitgereisten Mama Grondziok, dass der Kampf im höheren Sinne weg ist. An drei Brettern standen wir ziemlich schlecht und an keinem Brett hatten wir Vorteil. Aber wie schon im letzten Bericht erwähnt, dies scheint ein gutes Omen zu sein.

Zuerst war die Partie Pepe da Costa Silva – Anton Grondziok beendet. Anton hatte eine wichtige Variante im Zweispringerspiel im Nachzug vergessen und wurd so recht früh Matt gesetzt. Kurz darauf wurde Mikka fertig, er konnte gegen Mama Akladius ein Unentschieden erreichen. Die Partie hatten die Markneukirchner Kiebitze schon weg gesehen.

Als nächste konnte Luisa gegen Caio Costa da Silva gewinnen. Taktisch stark, gewann sie zwei Figuren, was Caio mit der Aufgabe quittierte. Reihard konnte, nach wildem Spielverlauf, gegen die Plauener Mädchentrainerin Franziska Wolfram gewinnen. Während Benno Klaus sehenswert von Tom Hai Dang Matt gesetzt wurde. Stand: 2,5:2,5

Rolf Steinhaus spielte auch eine wilde Partie. Aus einer Minusfigur konnte er gegen Nico Rühmer in ein gewonnenes Turmendspiel abwickeln. Frank Dreier, der Kyrillus Akladius etwas unterschätzt hatte, war froh, dass sein Remisgebot angenommen wurde. Der Berichterstatter musste sich mit Peggy Rühmer auseinandersetzen, der letzten U14-DDR-Meisterin. In der Eröffnung ging durch eine Unachtsamkeit ein Bauer flöten aber etwas Kompensation gab es dafür. Mama Rühmer nach langer Schachabstinenz etwas ungeübt, verbrauchte viel Zeit. Das erste Remisgebot lehnte sie noch, mit Blick auf den Mannschaftsstand ab, beim zweiten war ihr Zeit schon recht knapp und sie nahm an.

So konnten wir knapp 4,5:3,5 gewinnen und der Nachwuchs holte mit 2,5 Punkten wieder einen halben Punkt mehr als dies Erwachsenen.




Maik Palm ging zu früh

Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt

Sagt die Welt, dass er zu früh geht.

Wenn ein Mensch lange Zeit lebt

Sagt die Welt, es ist Zeit…

Puhdys, Wenn Ein Mensch Lebt , 1974

Vor einigen Wochen war Maik noch zu Besuch in Markneukirchen. Er hat seine Schule besucht, in der er so lange unterrichtet hatte, und seine Schachfreunde, mit denen er manchen Abend gemeinsam verbracht hatte. Er sah gut aus und glücklich – endlich wieder in der Heimat angekommen, in der Nähe der Eltern, die ihn brauchten, und bei der Frau, die er liebte. Keine Wochenendbeziehung mehr, endlich ein „normales“ Leben.

Es hat nicht lange dauern sollen. Maiks Herz hat aufgehört zu schlagen – viel zu früh – es war noch nicht Zeit. Es wäre noch so viel Zeit zu leben gewesen.

Maik am Brett – Französisch Abtauschvariante (Foto: Benno Klaus)

Wir erinnern uns heute an einen stets freundlichen, Wärme ausstrahlenden Menschen. Am Schachbrett konnte er einen mit seinen supersoliden Eröffnungen (Französich, Damengambit) und sicherem Spiel manchmal in den Wahnsinn treiben, besonders, wenn man den vollen Punkt brauchte. Neben dem Brett war er ein feiner Freund, der Anteil nahm und mit dem man angenehm über Gott und die Welt plaudern konnte.

Mach’s gut Maik!

Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gehören seiner Frau und seinen Eltern.

Auch das Gymnasium Markneukirchen nimmt Abschied – hier.




Zoff auf Funktionärsebene

Jörg Schulz langjähriger Geschäftsführer der DSJ wurde plötzlich ohne Angabe von triftigen Gründen freigestellt und soll entlassen werden. Bitte macht es unter euren Schachfreunden breit, damit möglichts viele die online-Petition unterzeichnen.

https://www.chess-international.com/?p=14988 (Offener Brief von Malte Ibs Vorsitzender DSJ)

https://www.sjsh.de/news/protest-gegen-die-entlassung-joerg-schulz/ (Offener Brief der SJSH)

Online Petition

https://secure.avaaz.org/de/community_petitions/Deutscher_Schachbund_Keine_Kuendigung_des_Geschaeftsfuehrers_der_DSJ_Joerg_Schulz




Erfahrungen sammeln

Am vergangenen Wochenende fand in Plauen im Diesterweg-Gymnasium die Mannschaftsmeisterschaft der Altersklasse U12 des Spielbezirks Chemnitz statt. Markneukirchen nahm nun schon zum dritten Mal mit einer Mannschaft teil.



Als Vorletzter der Setzliste wussten wir, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen würden. Es ging darum Spielpraxis zu sammeln und die Abläufe beim Turnierschach zu verinnerlichen. Als Gastspieler wirkte Chester Ben Keller vom SV Klingenthal mit.

Die regional ausgetragene 1.Runde verloren wir leider, nur zu Dritt 0:4 beim Schachclub Reichenbach. Rüdiger kämpfte lange und hielt die Partie lange im Gleichgewicht, aber der Gegner wollte kein Remis, obwohl der Trainer er erlaubt hatte. Schließlich verlor Rüdiger doch noch Konzentration, Figur und schließlich die Partie.

Am Wochenende standen sechs Runden auf dem Spielplan – ganz schön stressig für die jungen Spieler. Wir konnten leider nur zwei Begegnungen ausgeglichen gestallten und landeten so auf unserem Setzlistenplatz. Einzelne Partien können als aufbauende Erfolge angesehen werden.

Rüdiger war unser fleißigster Punktesammler. Zweimal konnte er mit Weiß voll Punkten und zweimal mit Schwarz Remis erreichen. Mikka bekam es am ersten Brett mit den stärksten Spielern des Spielbezirks zu tun. Leider erwischte er ein gebrauchtes Wochenende, etwas unkonzentriert vergab er die eine oder andere Chance. Am Ende standen für ihn 1,5 Punkte auf der Score-Card. Gastspieler Chester gelang ein schöner Sieg und konnte in den Niederlagen lernen. Die größten Baustellen sind hier das Mitschreiben, damit man die Partie auch Nachspielen kann, und das Eröffnungsrepertoire – Dirk Sattler bitte übernehmen. Neuling Kai Uwe Neubert zeigte im Ansatz schöne Partien, auch seine Mitschriften sind tadellos. Leider übersah er ab und an taktische Möglichkeiten, so reichte es insgesamt nur zu einem halben Punkt. Aber mit mehr Erfahrung und fleißigem Üben mit Opa Dieter Neubert (VfB Adorf), ist in den nächsten Turnieren auf mehr zu hoffen. Cindy Woywode spielte drei Partien in der Meisterschaft mit und musste die Überlegenheit ihrer Gegner anerkennen. Im Ersatzspielerturnier konnte sie einen guten dritten Platz erreichen.

Cindy Dritte im Ersatzspielerturnier

Am wichtigsten waren für uns die Spielanalysen, das Zusammenwachsen der Mannschaft in den Pausen beim Spielen und Draußen toben. Vielen Dank an die Mama von Chester, dass sie mich so gut unterstützt hat. Am Samstag gab es Pizza und am Sonntag leckeren Kuchen.

Pizza am Samstag: v.l.n.r Kai, Cindy, Rüdiger, Chester und Mikka

Als Hauptschiedsrichter hatte ich mit Auslosung, Ergebniseingabe, Klärung von Streifällen, Uhrenstellen – leider spielten wir mit Analoguhren – und der Vorbereitung des Spielsaals recht viel zu tun. Es wäre schön, wenn es zukünftig etwas schachliche Unterstützung aus dem Verein geben könnte.




Ziel erreicht – doch unzufrieden

Claus-Peter Franke als 15. (17. edit 6.11., danke Claus-Peter für den Hinweis), Burkhard 26. (28.) und Reinhard Atze 32. (33.) beendeten die Sachseneinzelmeisterschaft vor ihrem Setzlistenplatz. Auch das Vorhaben vor Claus-Peter und Burkhard, gemeinsam mehr Punkte zu erreichen als der Sachsenmeister, wurde erreicht. Trotzdem bleibt etwas Enttäuschung über liegengelassene Punkte und verlorene DWZ-Punkte.



[Fortschrittstabelle]

Anhand meiner Partien möchte ich den Turnierverlauf illustrieren. In der ersten Runde hatten Reinhard und Burkhard einen viel stärkeren Gegner gegenüber sitzen, während Claus-Peter gegen den Letzten der Setzliste antreten musste. Ich musste gegen Gengchun Wong (DWZ 2152), einen starken Nachwuchspieler von USV TU Dresden antreten. In einem Sizilianer spielte ich recht passiv und hatte letzmalig im 28. Zug die Chance zum Ausgleich:

Die Idee von 28. g5 kam mir jedoch nie in den Sinn und so war es ein Spiel auf ein Tor. Claus-Peter gewann sicher, während Reinhard recht chancenlos verlor.

In der zweiten Runde gab es für mich Johann Sehmsdorf (DWZ 1934) zum Gegner. Es gelang mir eine sehr aussichtsreiche Stellung zu erarbeiten und bot remis, was sofort angenommen wurde. Daheim zeigte mir der Computer, dass die Stellung eigentlich schon hochgradig gewonnen war. Dieses Remis sollte sich in den folgenden Runden rächen. Claus-Peter und Reinhard verloren gegen ihre weit besser eingestuften Gegner.

In der nächsten Partie wurde es ganz grausam für mich. Das Matt stand auf dem Brett, aber ich habe den Totschlag nicht gefunden und mein Gegner entkam glücklich ins Remis.

Reinhard und Claus-Peter verloren jeweils gegen schlagbare Gegner. In der vierten Runde kam es ganz dick. Claus-Peter verlor gegen Sehmsdorf (Da war doch was?), weil er in einer Abwicklung mit ungleichfarbigen Läufern ein Matt übersehen hatte. Reinhard konnte mit einer Dame mehr nicht gewinnen und erreichte nur Remis. Ich war chancenlos gegen den ca. 500 Punkte besser eingestuften Leonard Richter, der auch ein gebrauchtes Turnier erwischt hatte.

In der fünften Runde gab es für mich einen leichten Sieg gegen den Setzlistenletzten, Claus-Peter startete seine Siegesserie, die nun nur durch das Turnierende beendet werden sollte und Reinhard verlor leider eine schön geführte Partie, in der er einen Läufer mehr hatte.

Mein Trauma sollte sich in der sechsten Runde vollziehen. Nach einmal Doppelschwarz wurde ich mit Weiß gegen die Nachwuchshoffnung Nils Espig (DWZ 1510) gepaart. Ich überfiel ihn in der Eröffnung und erarbeitete mir eine hochgradige Gewinnstellung, nur um dann mit einem Zug alles wegzuwerfen.

Die letzte Runde brachte dann für Reinhard und mich schnelle Siege, während Claus-Peter meine Niederlage rächte.

Fazit

Für uns alle drei war es die erste Sachseneinzelmeisterschaft bei den Erwachsenen. Das Turnier war gut organisiert und wurde ohne Streitfälle durchgeführt. Es ist anstrengend an einem Tag zwei Partien mit Turnierbedenkzeit zu absolvieren. Ich werde, wenn es zeitlich passt, sicher noch einmal einen Anlauf nehmen, besser abzuschneiden.

[DWZ-Auswertung des Turniers]