Stadtmeisterschaft: Auslosung Runde 5

Endlich wurde die nächste, die 5. Runde angesetzt. Bei drei ausgefallenen Partien habe ich es nicht übers Herz gebracht, schon auszulosen. Zwei Partien wurden in der Zwischenzeit gespielt, so dass nun fast alles geklärt ist. Der so nicht vorhersehbare Ausgang einer der beiden Begegnungen gibt mir Recht in meinem Handeln…




Neikirng I kein Vize mehr

Bezirksliga: Reichenbach I – Neikirng I  4:4

Obwohl wir im Spitzenkampf einen Punkt gewannen, rutschten
wir am 6. Spieltag auf den dritten Rang ab, weil Bernsbach seinen Kampf gewann
und jetzt punktgleich mit uns die bessere Brettwertung aufweist. Das Remis als
Gewinn anzusehen, liegt vor allem im Spielbeginn begründet.

Burkhard erwischte einen Tag zum Vergessen. Ihn überraschte
eine gewisse Spontanblindheit, was ihn kurzerhand eine Figur und damit die
Partie kostete. Auch Benno, der freundlicherweise als Ersatzmann einsprang,
fand nicht in sein Spiel. Ungewohnt in die Defensive gedrängt, konnte er dem
Angriff auf seine Rochadestellung nichts entgegensetzen und so war die Null
unausweichlich.

Michael startete in seiner Partie wenigstens eine
Gegenoffensive, er schickte seinen h-Bauern los und kam sogar noch bis zum
Einschlag auf g7. Weiter ging es jedoch nicht. In der Zwischenzeit hatte der
Reichenbacher Angriff weitaus mehr Wucht. Die Analyse zeigte, dass er
mindestens auf Ausgleich stand, nur ganz genau hätte er spielen müssen. Ein
Turmverlust verkürzte längeres Leiden und es stand 3:0.

Worauf kann man bei so einem Spielstand noch hoffen?

Das 3:1 folgte mit meinem Sieg. Mit einem bisschen Glück war
ein Spieß möglich, der einen Mehrturm eingebracht hätte. Soweit kam es
allerdings nicht, die weiße Fahne erhob sich vorher. Für den weiteren
Anschlusstreffer zeichnete Karl-Heinz verantwortlich. Unterschiedliche Rochaden
reizten zu beiderseitigem Angriff, aber nur der von Karl-Heinz schlug richtig
durch. Ein Tempo, vielleicht zwei – wer vermag es vorauszusagen, was zum
Schluss den entscheidenden Kick geben wird? Meist der kompromisslosere Vorstoß.

Drei Partien liefen noch. Ute schaffte in einem
Wahnsinnsendspurt die Zeitkontrolle und fand dabei die besten – vielleicht die
einzigen – Züge, die sie aus der Umklammerung befreiten. Es blieben drei Bauern
auf jeder Seite. Heldenhafter Kampf allein entscheidet noch lange keine Partie,
sondern eher schnöde alte Regeln, wie „der entfernte Freibauer gewinnt“. So
auch hier – 4:2.

Claus-Peter und Steffen spannten uns auf die Folter. Sie
hatten praktisch in der Hand, wie wir im immer heftigeren Schneetreiben
heimgeschickt werden sollten. Auf Claus-Peters Brett waren gleichfarbige Läufer
und je sechs Bauern, allerdings die besseren auf seiner Seite. Also ganz sein
Spiel – hier geht er auf, das ist genau sein Ding. Bei Steffen war es ein
Mehrbauer, der sogar noch einen Kumpel kriegte. Ein Qualitätsopfer brachte noch
die nötige Ruhe und den dritten Mehrbauern ein. Natürlich braucht es noch ein
bisschen Mühe und Geduld, aber ein Steffen lässt sich so etwas nicht mehr aus
der Hand nehmen.

Beide setzten die Schlusspunkte fast gleichzeitig und ließen
uns plötzlich gewahr werden, dass ein Gesamtsieg an diesem Tag durchaus im
Rahmen des Möglichen gewesen wäre. Ein unverschämter Gedanke, wenn man an den
Beginn denkt.

Einerseits ist es schade, dass kein Remis unsere
Waagschale ein wenig schwerer machte, aber dass es in dieser Spitzenbegegnung
der Staffel acht ganzzahlige Ergebnisse gab, ist ein Indikator für Kampfgeist.




Der Countdown für die OVL läuft!

Am 10. Februar, also am Sonntag in einer Woche, findet die OVL-Meisterschaft als Schnellschach-Turnier statt. Alles Nähere findet Ihr in der Ausschreibung.




Ein Punkt und immer noch Platz Zwei

Neikirng I – Schwarzenberg 
4:4

Am kalten, aber trockenen Wintersonntag traten unsere
Schwarzenberger Gegner nur zu siebt bei uns an – der stärkste Mann ihrer
Stammspieler fehlte. Zum dritten Mal in diesem Spieljahr bekamen wir einen
kampflosen Punkt – 1:0, das ging gut los. Vermissten in den ersten Spieltagen
schon Claus-Peter und Ralf jeweils einen Gegner, traf es diesmal Steffen am 2.
Brett.

Nach der praktisch frühen Führung ging es mit den Remisen
los. Ute und Karl-Heinz einigten sich mit ihren Gegnern. Auch ich war
eigentlich ganz froh über eine Punkteteilung – es hätte mich schlechter treffen
können, mein Mehrbauer war wieder weg und ich sah nichts Gutes mehr voraus. Burkhard
fand in aussichtsreicher Stellung keine Fortsetzung und war der Nächste mit
einem Remis.

Ralf verlor sein Bauerendspiel, was uns die Sorgenfalten auf
die Stirn trieb. Bei Claus-Peter gab es keine Aussichten auf einen Sieg und
Michael war dem Untergang geweiht. Wo sollte da noch etwas rauszuholen sein? Die
Niederlage gegen sieben Mann zeichnete sich bereits am Horizont ab.

Claus-Peters Partie ging folgerichtig ins Unentschieden und plötzlich lag alles in Michaels Hand. Eigentlich nicht in seiner, sondern mehr in der seines Gegners. Michael fand zwar gute Züge, hätte aber aus eigener Kraft keine Wirkung gegen die besten des Schwarzenbergers erzielen können. Hier musste schon ein bisschen das Glück nachhelfen. Remis und damit 4:4.

„4“ war überhaupt die Zahl des Tages: 4:4 hieß es an diesem Sonntag bei 4 Begegnungen im der Staffel A der Bezirksliga. Einzig Neukirchen/Erzgebirge gewann seinen Kampf gegen Wilkau, setzte sich eindrucksvoll 6,5:1,5 durch und setzte sich etwas vom Tabellenende ab. Unser zweiter Platz ist noch in Stein gemeißelt – der nächste Gegner heißt Reichenbach und könnte daran durchaus etwas ändern wollen.

Ergebnisse

Tabelle




Reinhard holt Jugendpreis

Am 27.09. machten sich Reinhard und Burkhard Atze auf, um am traditionsreichen Neujahrsblitz des Landkreises Zwickau teilzunehmen. Wir waren Teil einer fünfköpfigen Delegation des SK König Plauen (Richard Melitzki, Steffen Bork und Elmer Pekrul waren die anderen). Dieses Jahr fand die 55. Austragung des Turnieres statt, welches früher als Kirchberger Neujahrsblitz bekannt war.

Zur 55. Ausgabe fanden sich auch genau 55 Schachfreunde ein, die auf den 64 Feldern gegeneinander antreten wollten. Es wurde in Vorrunde, Zwischenrunde und Finalrunde um jeden Punkt gekämpft. Reinhard und Burkhard erwischten dieselbe Vorrundengruppe, mit einem Sieg über seinen Vater konnte Reinhard diesen um vier Punkte disanzieren. Reinhard erwischte so eine sehr starke Zwischenrundengruppe, aber selbst im schlimmsten Fall des Durchnullens – welcher leider auch eintrat – war ihm das C-Finale sicher. Burkhard landete in der letzten Zwischenrundengruppe und konnte maximal das C-Finale erreichen. Mit einem 100%-Ergebnis sicherte er sich dieses Minmalziel.

Im C-Finale trafen beide auch auf Elmer, der den dritten Platz erreichen konnte und einen Geldpreis errang. Reinhard begann stark und konnte zwei Spiele gewinnen sowie zwei Remis erreichen – eines gegen den Papa. Einige unglückliche Niederlagen vertrieben aber die gute Laune. Vielleicht kann er später stolz darauf sein, in diesem Turnier der beste Jugendliche gewesen zu sein. Burkhard erspielte sich mit durchwachsenem Spiel einen Mittelplatz.

Erwähnenswert ist das starke Abschneiden von Josef Biba, der sich ins A-Finale kämpfte und dort keineswegs Kanonenfutter war.

Tabelle C-Finale

A-Finale mit Josef Biba

B-Finale mit Frank Bicker

D-Finale mit Steffen Bork, Richard Melitzki sowie Timus und Maxim Melestean

Die Sieger v.l.n.r. Gunter Spieß, Ferenc Langheinrich, Michal Horak, Jiri Soukup, Robert Wetzel, Johannes Hiebel

Sieger C-Finale v.l.n.r.: Alexander Knorr, Tilo Breinbauer, Ü60-Preisträger Udo Waltenberger, Reinhard Atze, Elmer Pekrul, Adam Spirek

Vorrunde

Turniersaal




Claus-Peter Franke erneut Schnellschachmeister

Quizfrage: Wie hieß im vergangenen Jahr der Sieger der
Schnellschachserie? Claus-Peter. Und der Vize? Da kommen die meisten schon ins
Grübeln. Matthias.

Die Beiden machten es auch in diesem Jahr genau in dieser
Reihenfolge wieder unter sich aus. Claus-Peter mit 6,5 Punkten vor Matthias mit
6 Punkten. Beide spielten alle Partien. Mit einem Spielabend weniger setzte
sich Steffen noch auf den Bronzeplatz. 5 aus 6 holte er, das ist eine starke
Ausbeute.

Insgesamt fanden 13 Schachfreunde an die Bretter. Das
ist für das launige Schnellschach ein Tiefschlag. Aber mehr sind wir halt im
Moment nicht, so dass in den 9 Runden fast jeder gegen jeden spielte.




Weihnachtsblitz in Zahlen

Für alle Statistikliebhaber hier die Tabellen vom Weihnachtsblitz:




Weihnachtstitel geht erneut nach Plauen

Daniel Zähringer ist der Sieger des diesjährigen Weihnachtsblitzturniers des SV Markneukirchen. Er konnte sich in 15 Runden gegen diesmal nur 22 andere Schachjünger durchsetzen.



War es mangelnde Werbung oder das schlechte Wetter? Nur 23 Schachfreunde versammelten sich im Paulusschlößl um in 15 Runden Blitzschach um die Ehre und die Erstauswahl an Sachpreisen zu streiten. Als am frühen Abend beim Turnierleiter die Nachricht einging, dass Daniel Zähringer und Erik Fischer auf dem Weg nach Markneukirchen waren, war ihm klar, dass diese beiden wahrscheinlich den ersten beiden Plätze belegen würden.

Daniel erfüllte die Erwartungen recht souverän nur einen halben Punkt gegen Kumpel Erik gab er ab. Erik musste sich starker Gegenwehr von Claus-Peter Franke und Josef Biba erwehren. Ein halber Wertungspunkt und das Freundschaftsremis gegen Daniel ermöglichten ihm im Schlussspurt doch noch den zweiten Platz.

Claus-Peter Franke belegte den dritten Platz und wurde wie erwartet bester Markneukirchner. Josef Biba, der sich auch schon in die Siegerliste der Markneukirchner Blitzturniere eintragen konnte, wurde Vierter. Auf dem fünten Platz konnte sich überraschend der Turnierleiter Burkhard Atze platzieren, das war jedoch nichts gegen die Überraschung, die Reinhard Atze gelang. Als Vorletzter der Setzliste kam er auf 50% der Punkte und erreichte einen hervorragenden 10. Platz.

Tabellenfoto, die Dateien werden nachgereicht

Action an nur 11 Brettern

Spielsaal von der anderen Seite




Vorweihnachtliche Geschenke

Wilkau-HaßlauIV – SVM I 2:6

Für den 4. Spieltag wählte die erste Mannschaft einmütig die hochtaktische Eröffnung „Hektik im Nachzug“. Ziel ist, sich durch ausgeklügelte Strategien zu jeder Zeit Manöver offenzuhalten, um den immergrünen Kampf gegen die Zeit bei der Anreise nicht zu verlieren. Dabei sitzen die Figuren vor allemin der zweiten Reihe zwischenzeitlich gepresst, um sie dann später locker in der frischen Luft auszusetzen, während man á tempo versucht, den Entwicklungsnachteil wieder aufzuholen.

Unser Gegner hatte ein freundliches Verständnis für die 10 Minuten Verspätung. Die Mannschaft empfing uns mit sieben Ersatzspielern. Das erste Brett ist eigentlich am 8. aufgestellt gewesen. Dazu der schlechte Start am Morgen, das konnte nur Gutes bedeuten.

Ralf war am Achten am ehesten fertig. Er remisierte mitseiner reichlich 70 Jahre jüngeren Gegnerin und war damit, so denke ich, nichtunzufrieden. Mit den Worten „War wahrscheinlich a bissl zeitig“ tat es ihm Steffen am zweiten Brett gleich.

Claus-Peter war mit dem Ausgang seiner gut aufgestelltenPartie nicht glücklich. Sich einen gedeckten Freibauern zu schaffen, ist schonfast ein Sieggarant, allerdings fand Claus-Peters Gegner cleveres Gegenspiel im Dauerschach. Remis. Michael sicherte sich sogar gleich zwei gedeckte Freibauern, die jedoch zu nahe beieinander standen, so dass der gegnerische König beide locker halten konnte. Sein König konnte zur Unterstützung nicht eingreifen, da er seinerseits einen Hebel mit anschließendem Durchmarsch verhindern musste. Auch Remis. Matthias und ich gewinnen und verlieren oft im Doppelpack. So auch in Wilkau. Ich war in einer Abtauschpartie der Aktivere und wurde dafür belohnt. Matthias baute einen Angriff auf und hatte nach der Abwicklung das Glück, dass sein Gegner die Zeit überschritt. Ob der Vorteil noch auf seiner Seite gewesen wäre, vermag ich nicht zu sagen. Matthias hat bereits drei Punkte eingesammelt.

Burkhard hatte lange Mühe, einen zählbaren Vorteil zu erkämpfen. Seine junge Gegnerin unternahm nichts Aktives, trotzdem ging es für ihn nicht so schnell vorwärts, wie er es gerne gesehen hätte. Seine Springer fanden mögliche Einbruchstellen und knackten die Stellung auf. Sieg.

 Ute konnte dem Angriffsaufbau ihres Gegners locker begegnenund ihre Verteidigung organisieren. Die Folge des Ansturmes war, dass alle angreifenden  Figuren gebunden und unbeweglich waren, während Ute noch einige Trümpfe auf der Hinterhand hatte. Ihr dritter Punkt war ihr sicher.

6:2 ist natürlich ein Ergebnis, das wir nicht alle Tage erzielen. Auf dem 2. Tabellenplatz in die Pause zum Jahreswechsel zu marschieren, ist schon sehr beruhigend. Da kann eigentlich nicht mehr viel passieren, wir können kaum noch in irgendeinen Abstiegsstrudel geraten. Nach dem Punktspiel rückten wir in der Markneukirchner Sporthalle ein, um im kleinen Kreis ein bisschen Weihnachten zu feiern. Dass der Kreis allerdings gar so klein wurde, wollte niemandem so richtig schmecken. Zudem hatte unsere Zweite keinen Grund zum Jubeln. Sie verlor wieder und teilt sich mit drei anderen Mannschaften das Tabellenende. Es wäre schön, wenn wir die Niederlagenserie der Zweiten im alten Jahr zurückließen. Aber mit Glühwein und Kaffee, Stollen und Plätzchen lässt sich so mancher Sorge der Garaus machen.




Wieder Lehrstunde beim VSC

Am Freitag spielten wir in Plauen die erste Runde der Bezirksmannschaftsmeisterschaft U14 beim VSC Plauen. Leider wurde es wieder die Höchststrafe. Nur zu Dritt standen Anton, Rüdiger und Mikka auf verlorenem Posten.

Es fehlt noch an der Sicherheit in der Eröffnung. Wenn wir mal das Gelernte aufs Brett bringen könnten, würde es eventuell besser aussehen.