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	<title>SV Markneukirchen e.V. &#187; Regeln</title>
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	<description>Die Kraft im oberen Vogtland!</description>
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		<title>Entscheidung zum Antrag nach Artikel 10.2 (Korrektur)</title>
		<link>http://sv-markneukirchen.de/2009/01/10/entscheidung-zum-antrag-nach-artikel-102/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 14:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burkhard Atze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>

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		<description><![CDATA[In seinem [Rundenbericht] erklärt der Staffelleiter, dass er den Antrag ablehnt. Eine ausführlichere Begründung hätte man sich gewünscht. Ich will versuchen darzulegen, warum die Entscheidung nur so lauten konnte.
Es heißt dort:
In Waldkirchen gab es an Brett 2 einen Remisantrag gemäß Anhang D der FIDE-Regeln durch Weiß. Er wurde begründet, dass die Stellung nicht mit normalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem <a href="http://svs.portal64.de/ergebnisse/rundschreiben/2008/turnier_162/rundschreiben/2008_09_2LKC-Runde5.pdf">[Rundenbericht]</a> erklärt der Staffelleiter, dass er den Antrag ablehnt. Eine ausführlichere Begründung hätte man sich gewünscht. Ich will versuchen darzulegen, warum die Entscheidung nur so lauten konnte.<span id="more-564"></span><br />
Es heißt dort:</p>
<blockquote><p>In Waldkirchen gab es an Brett 2 einen Remisantrag gemäß Anhang D der FIDE-Regeln durch Weiß. Er wurde begründet, dass die Stellung nicht mit normalen Mitteln gewinnbar ist. Auf Grund<br />
meiner Entscheidung gewinnt Schwarz die Partie.</p></blockquote>
<p><del datetime="2009-01-10T16:59:52+00:00">Wie es scheint, hat die Waldkirchner Seite eine falsche Begründung für ihren Antrag gewählt. Wie schon im Beitrag zum <a href="http://sv-markneukirchen.de/?p=547#more-547">[Artikel 10.2]</a> dargelegt, geht es nicht darum, ob die Partie mit normalen Mitteln gewinnbar ist oder nicht. Sondern ob die eine Partei Gewinnanstrengungen unternimmt oder nicht. </del><strong>Das ist so leider falsch.</strong><br />
In Wettkäpfen ohne neutralen Schiedsrichter tritt Anhang D in Kraft:</p>
<blockquote><p>
D. Endspurtphase ohne Anwesenheit eines Schiedsrichters<br />
D Wenn Partien gemäß Artikel 10 gespielt werden, kann ein Spieler zu einem Zeitpunkt,<br />
bei dem ihm weniger als zwei Minuten Bedenkzeit verbleiben, aber sein Fallblättchen<br />
noch nicht gefallen ist, remis beantragen. Dies beendet die Partie. Er hat die<br />
Möglichkeit, seinen Antrag darauf zu begründen, dass<br />
a) sein Gegner mit normalen Mitteln nicht gewinnen könne, oder</p></blockquote>
<p>Offensichtlich geht es um diesen Fall. Die Partie ist  beendet und wie weiter unten dargelegt wird, muss der Spieler die Endstellung aufschreiben und sein Gegner muss sie bestätigen.</p>
<blockquote><p>b) sein Gegner keine Versuche unternommen habe, mit normalen Mitteln zu gewinnen.<br />
Im Fall a) muss der Spieler die Endstellung aufschreiben und sein Gegner muss sie bestätigen.<br />
Im Fall b) muss der Spieler die Endstellung aufschreiben und ein komplett ausgefülltes Partieformular abgeben. Der Gegner bestätigt sowohl die Partieaufzeichnung als auch die Schlussstellung. Der Antrag wird einem Schiedsrichter übergeben, dessen Entscheidung endgültig ist.</p></blockquote>
<p>In Wettkämpfen mit neutralem Schiedsrichter muss man beim Weiterspielen zeigen, dass man den Weg zum Remis kennt. Zum Beispiel mit dem König die richtigen Felder überdeckt oder Ähnliches.<br />
<del datetime="2009-01-10T17:04:31+00:00">Da im vorliegenden Fall die Möglichkeit des Weiterspielens nicht bestand, muss des Partieverlauf bis zum Antrag zeigen, dass der Antragsteller den Weg zum Remis so sicher beherrscht, dass es selbst in seiner hochgradigen Zeitnot keinen Fehler mehr macht.<br />
Offensichtlich konnte der Staffelleiter dies aus dem Partieverlauf nicht erkennen un musste dann so entscheiden.<br />
</del> Leider auch falsch. </p>
<p>Der Staffelleiter hat also entschieden, dass die Partie mit normalen Mitteln gewinnbar ist. Vielleicht hätte Bernd Gündel seinen Antrag mit D Fall b) begründen sollen, dann wäre es auf den Partieverlauf angekommen.</p>
<p>Ich danke dem Forenmitglied <Eckart> aus dem Schiedsrichterfoum für seinen helfenden Hinweis. <a href="http://www.srk.schachbund.de/phpBB2/phpBB2/viewtopic.php?p=1227#1227">[Schiedsrichterforum]</a> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der ominöse Artikel 10.2</title>
		<link>http://sv-markneukirchen.de/2008/12/21/der-ominose-artikel-102/</link>
		<comments>http://sv-markneukirchen.de/2008/12/21/der-ominose-artikel-102/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 18:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burkhard Atze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Mannschaftskampf zwischen Waldkirchen I und Ehrenfriedersdorf beantragte Bernd Gündel Remis nach Artikel 10.2. Das warf bei einigen Schachfreunden Fragen auf, die im letzten Regelbeitrag zum [Remis] nicht beantwortet wurden. Worum geht es also?
Die älteren Schachspieler unter uns können sich noch an Hängepartien erinnern. Als diese abgeschafft wurden entstand ein neues Problem &#8211; die sogenannte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mannschaftskampf zwischen Waldkirchen I und Ehrenfriedersdorf beantragte Bernd Gündel Remis nach Artikel 10.2. Das warf bei einigen Schachfreunden Fragen auf, die im letzten Regelbeitrag zum <a href="http://sv-markneukirchen.de/?p=368">[Remis]</a> nicht beantwortet wurden. Worum geht es also?<span id="more-547"></span><br />
Die älteren Schachspieler unter uns können sich noch an Hängepartien erinnern. Als diese abgeschafft wurden entstand ein neues Problem &#8211; die sogenannte Endspurtphase der Partie. Damit man in der letzten Zeitperiode nichtg unfair über die Zeit gehoben werden kann haben die Regelväter den Artikel 10.2 erschaffen.</p>
<p>Der leider viel zu früh verstorbene Willi Knebel hat dieses Thema in seinen <a href="http://sfk-schach.de/index.php?option=com_docman&#038;task=cat_view&#038;gid=23&#038;Itemid=75">[Regel-FAQ bei den SF Katernberg]</a> ausführlich behandelt ich habe relevante Artikel herausgesucht:</p>
<p><a href="http://sfk-schach.de/index.php?option=com_docman&#038;task=doc_download&#038;gid=50">[Ausführliche Erklärung - Eingangsartikel]</a>. Darauf hin entstand eine rege Diskussion, die sich in mehreren Beiträgen niederschlug:<br />
<a href="http://sfk-schach.de/index.php?option=com_docman&#038;task=doc_download&#038;gid=9">[Wie schnell muss man ziehen?]</a><br />
<a href="http://sfk-schach.de/index.php?option=com_docman&#038;task=doc_download&#038;gid=11">[Anmerkungen]</a><br />
<a href="http://sfk-schach.de/index.php?option=com_docman&#038;task=doc_download&#038;gid=10">[Wann reklamieren?]</a><br />
<a href="http://sfk-schach.de/index.php?option=com_docman&#038;task=doc_download&#038;gid=12">[Anmerkungen von ISR Klaus Deventer]</a></p>
<p>Beim Stöbern in den FAQ wird man auch auf weitere Beiträge zu 10.2 stoßen deren Relevanz geringer ist.</p>
<p>Für alle, die sich nicht die Zeit nehmen wollen dies alles durchzulesen, von mir eine kleine hoffentlich korrekte Zusammenfassung:</p>
<blockquote><p>10.1 Die &#8220;Endspurtphase&#8221; ist die Phase in einer Partie, in welcher alle (verbleibenden) Züge in einer begrenzten Zeit gemacht werden müssen.</p></blockquote>
<p>Es geht also nur um die letzte Zeitperiode. </p>
<blockquote><p>10.2 Wenn der Spieler, der am Zuge ist, weniger als zwei Minuten Restbedenkzeit hat, darf er, bevor sein Fallblättchen gefallen ist, remis beantragen. Er muss die Uhren anhalten und den Schiedsrichter herbeirufen.</p></blockquote>
<p>Man muss weniger als zwei Minuten Zeit haben und zwingend die Uhr anhalten. </p>
<p>Im Mannschaftskampf ohne neutralen Schiedsrichter ist hier die Partie zu ende. <del datetime="2009-01-10T17:57:25+00:00">Beide Spieler müssen ihre Spielformulare abgeben.</del> Nun tritt Anhang D in Kraft.</p>
<blockquote><p>D. Endspurtphase ohne Anwesenheit eines Schiedsrichters<br />
D Wenn Partien gemäß Artikel 10 gespielt werden, kann ein Spieler zu einem Zeitpunkt, bei dem ihm weniger als zwei Minuten Bedenkzeit verbleiben, aber sein Fallblättchen noch nicht gefallen ist, remis beantragen. Dies beendet die Partie. Er hat die Möglichkeit, seinen Antrag darauf zu begründen, dass<br />
a) sein Gegner mit normalen Mitteln nicht gewinnen könne, oder<br />
b) sein Gegner keine Versuche unternommen habe, mit normalen Mitteln zu gewinnen.<br />
Im Fall a) muss der Spieler die Endstellung aufschreiben und sein Gegner muss sie bestätigen.<br />
Im Fall b) muss der Spieler die Endstellung aufschreiben und ein komplett ausgefülltes Partieformular abgeben. Der Gegner bestätigt sowohl die Partieaufzeichnung als auch die Schlussstellung. Der Antrag wird einem Schiedsrichter übergeben, dessen Entscheidung endgültig ist.</p></blockquote>
<p>Dieser Schiedsrichter ist bei  uns der Staffelleiter.</p>
<blockquote><p>a) Falls der Schiedsrichter darin übereinstimmt, dass der Gegner keine Anstrengungen unternehme, die Partie mit normalen Mitteln zu gewinnen, oder dass die Partie mit normalen Mitteln überhaupt nicht zu gewinnen sei, erklärter die Partie für remis. Andernfalls schiebt er seine Entscheidung hinaus oder lehnt den Antrag ab.</p></blockquote>
<blockquote><p>b) Falls der Schiedsrichter seine Entscheidung hinausschiebt, dürfen dem Gegner zwei zusätzliche Minuten zugesprochen werden und die Partie wird fortgesetzt, wenn möglich im Beisein des Schiedsrichters. Später während der Partie oder nachdem ein Fallblättchen gefallen ist, bestimmt der Schiedsrichter das Spielergebnis. Er muss die Partie für remis erklären, falls er zu der Überzeugung gekommen ist, dass die Endstellung mit normalen Mitteln überhaupt nicht zu gewinnen ist oder der Gegner keine genügenden Anstrengungen unternimmt, die Partie mit normalen Mitteln zu gewinnen.</p></blockquote>
<blockquote><p>c) Falls der Schiedsrichter den Antrag abgelehnt hat, werden dem Gegner zwei zusätzliche Minuten Bedenkzeit zugesprochen.<br />
d) Die Entscheidung des Schiedsrichters in Bezug auf 10.2.a), b) und c) ist endgültig.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Regelkunde: Remis und alles was dazu gehört</title>
		<link>http://sv-markneukirchen.de/2008/11/11/regelkunde-remis-und-alles-was-dazu-gehort/</link>
		<comments>http://sv-markneukirchen.de/2008/11/11/regelkunde-remis-und-alles-was-dazu-gehort/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 17:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burkhard Atze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Am letzten Donnerstag beim Endspiel, welches schon im Artikel [Rauchende Bretter] zu bewundern war, stellte sich die Frage, wie reklamiert man dreifache Zugwiederholung. 
Erstens einmal gibt es keine Regel, die eine Zugwiederholung vorsieht. Da es aber auch immer wieder vorkommt, dass falsch Remis geboten wird oder jemand nicht weiß, wie er korrekt auf Remis reklamieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am letzten Donnerstag beim Endspiel, welches schon im Artikel <a href="http://sv-markneukirchen.de/?p=342#more-342">[Rauchende Bretter]</a> zu bewundern war, stellte sich die Frage, wie reklamiert man dreifache Zugwiederholung. <img src='http://sv-markneukirchen.de/wp-includes/images/smilies/icon_surprised.gif' alt=':o' class='wp-smiley' /><br />
Erstens einmal gibt es keine Regel, die eine Zugwiederholung vorsieht. Da es aber auch immer wieder vorkommt, dass falsch Remis geboten wird oder jemand nicht weiß, wie er korrekt auf Remis reklamieren soll, habe ich mich entschlossen, alles Wichtige zusammentzutragen.<span id="more-368"></span></p>
<p>Da hätten wir zuerst den Artikel 5, der das Ende der Partie regelt.</p>
<blockquote><p>Artikel 5.2<br />
a) Die Partie ist &#8220;remis&#8221; (unentschieden), wenn der Spieler, der am Zuge ist, keinen regelgemäßen Zug zur Verfügung hat und sein König nicht im Schach steht. Eine solche Stellung heißt &#8220;Pattstellung&#8221;. Damit ist die Partie sofort beendet, vorausgesetzt, dass der Zug, der die Pattstellung herbeigeführt hat, regelgemäß war.</p></blockquote>
<p>Alles klar.</p>
<blockquote><p>b) Die Partie ist remis, sobald eine Stellung entstanden ist, in welcher keiner der Spieler den gegnerischen König mit irgendeiner Folge von regelgemäßen Zügen mattsetzen kann. Eine solche Stellung heißt &#8220;tote Stellung&#8221;. Damit ist die Partie sofort beendet, vorausgesetzt, dass der Zug, der die Stellung herbeigeführt hat, regelgemäß war.</p></blockquote>
<p>Wichtig auch bei schlechtestem Spiel des Gegners darf man nicht mehr matt setzen können.<br />
<strong>Beispiel:</strong>Weiß hat noch König und Turm, Schwarz hat noch König und Springer &#8211; bei Weiß fällt das Blättchen. Es gewinnt Schwarz, da ein Mattbild durch regelkonforme Züge (bei schlechtestem Spiel von Weiß) zustande kommen könnte: Weiß Kh1, Tg1 Schwarz Kh3 Sf2 &#8211; letzter Zug X. Tg1 Sf3#. Hätte Schwarz einen Läufer wäre die Partie remis, da es kein Mattbild gibt.</p>
<blockquote><p>c) Die Partie ist remis durch eine von den beiden Spielern während der Partie getroffene Übereinkunft. Damit ist die Partie sofort beendet (siehe Artikel 9.1).</p></blockquote>
<p>Wichtig ist das richtige Bieten doch dazu später.</p>
<blockquote><p>d) Die Partie darf remis gegeben werden, falls irgendeine identische Stellung mindestens zum dritten Mal auf dem Schachbrett entstanden ist oder sogleich entstehen wird (siehe Artikel 9.2).</p></blockquote>
<p>Aha es heißt also dreifache Stellungswiederholung. Die Stellung ist z.B. nicht identisch, wenn zwar alle Figuren auf den gleichen Feldern stehen aber:</p>
<ul>
<li>Der andere Spieler am Zug ist</li>
<li>Zwischenzeitlich das Rochaderecht verloren wurde</li>
<li>Ein Bauer das Recht en passant zuschlagen verloren hat</li>
</ul>
<blockquote><p>
e) Die Partie darf remis gegeben werden, falls mindestens die letzten 50 aufeinander folgenden Züge  von jedem Spieler gemacht worden sind, ohne dass irgendein Bauer gezogen oder irgendeine Figur geschlagen wurde (siehe Artikel 9.3).</p></blockquote>
<p>Die bekannte 50 Zügeregel.</p>
<p>Nun kommen wir zum Artikel 9: Das Remis (die unentschiedene Partie)</p>
<blockquote><p>Artikel 9.1<br />
a) Ein Spieler, der remis anbieten möchte, tut dies, nachdem er einen Zug auf dem Schachbrett ausgeführt und bevor er seine Uhr angehalten und die seines Gegners in Gang gesetzt hat. Ein Remisangebot zu einer beliebigen anderen Zeit ist zwar gültig, aber Artikel 12.6 muss berücksichtigt werden. An das Angebot können keine Bedingungen geknüpft werden. In beiden Fällen kann das Remisangebot nicht zurückgezogen werden und bleibt gültig, bis es der Gegner annimmt, mündlich ablehnt, ablehnt durch Berühren einer Figur in der Absicht, diese zu ziehen oder zu schlagen, oder die Partie auf andere Weise beendet wird.<br />
(12.6 Es ist verboten, den Gegner auf irgendwelche Art abzulenken oder zu stören. Dazu gehört auch ungerechtfertigtes Antragstellen oder ungerechtfertigtes Anbieten von remis.)</p></blockquote>
<p>Also immer:
<ol>
<li>Zug ausführen</li>
<li>Remis bieten</li>
<li>Uhr drücken</li>
</ol>
<p>Es ist eine Unsitte, auf des Gegners Zeit Remis zu bieten und ihn dadurch zu stören, besonders in der Zeitnotphase. </p>
<blockquote><p>b) Das Remisangebot wird von jedem Spieler mit einem Symbol (siehe Anhang E13 =) auf dem Partieformular notiert.</p></blockquote>
<p>Wer von euch macht dies immer? Ihr seid dazu verpflichtet.</p>
<blockquote><p>c) Ein Antrag auf remis gemäß Artikel 9.2, 9.3 oder 10.2 gilt als Remisangebot.</p></blockquote>
<p>- und kann ohne Hinzuziehen eines Schiedsrichters auch sofort angenommen werden.</p>
<blockquote><p>9.2 Die Partie ist remis aufgrund eines korrekten Antrages des Spielers, der am Zuge ist,<br />
wenn dieselbe Stellung mindestens zum dritten Mal (nicht notwendigerweise durch Zugwiederholung)<br />
a) sogleich entstehen wird, falls er als erstes seinen Zug auf sein Partieformular schreibt und dem Schiedsrichter seine Absicht erklärt, diesen Zug ausführen zu wollen, oder<br />
b) soeben entstanden ist und der Antragsteller am Zug ist.<br />
Stellungen unter a) und b) gelten als gleich, wenn der gleiche Spieler am Zuge ist, Figuren der gleichen Art und Farbe die gleichen Felder besetzen und die Zugmöglichkeiten aller Figuren beider Spieler gleich sind. Stellungen sind nicht gleich, wenn ein Bauer, der en passant geschlagen werden konnte, nicht mehr auf diese Weise geschlagen werden kann, oder wenn sich das Recht zu rochieren vorübergehend oder endgültig geändert hat.</p></blockquote>
<p>Zu a): Ihr wollt die dreifache Stellungswiederholung herbeiführen:</p>
<ol>
<li>Zug aufschreiben &#8211; das ist der einzige Fall in dem es erlaubt, ja sogar notwendig ist seinen Zug aufzuschreiben bevor man zieht.</li>
<li>Remis reklamieren &#8211; wichtig: Uhr anhalten &#8211; aber nicht ausstellen</li>
</ol>
<p>Zu b): Sofort reklamieren und Uhr anhalten, das Berühren einer Figur lässt einen das Reklamationsrecht verlieren.</p>
<blockquote><p>Artikel 9.3<br />
Die Partie ist remis aufgrund eines korrekten Antrages des Spielers, der am Zuge ist, falls<br />
a) er einen Zug auf sein Partieformular schreibt und dem Schiedsrichter seine Absicht erklärt, diesen Zug ausführen zu wollen, der zur Folge habe, dass dann die letzten 50 aufeinanderfolgenden Züge eines jeden Spielers gemacht worden sind, ohne dass ein Bauer gezogen oder eine Figur geschlagen worden ist, oder<br />
b) die letzten 50 aufeinanderfolgenden Züge eines jeden Spielers geschehen sind, ohne dass ein Bauer gezogen oder eine Figur geschlagen worden ist.</p></blockquote>
<p>Siehe Bemerkung zu 9.2</p>
<blockquote><p>9.4 Wenn ein Spieler einen Zug macht, ohne gemäß Artikel 9.2 oder 9.3 remis beansprucht zu haben, verliert er für diesen Zug das Recht dazu.</p></blockquote>
<p>Dazu genügt das Berühren einer Figur.</p>
<blockquote><p>Artikel 9.5<br />
Wenn ein Spieler gemäß Artikel 9.2 oder 9.3 remis beansprucht, muss er sofort beide Uhren anhalten. Er ist nicht berechtigt seinen Antrag zurückzuziehen.<br />
a) Erweist sich der Anspruch als berechtigt, ist die Partie sofort remis.<br />
b) Erweist sich der Anspruch als nicht berechtigt, fügt der Schiedsrichter drei Minuten zur verbliebenen Bedenkzeit des Gegners hinzu. Außerdem zieht der Schiedsrichter dem Antragsteller, falls dieser noch mehr als zwei Minuten auf seiner Uhr hat, die Hälfte seiner Restbedenkzeit, höchstens aber drei Minuten, ab. Falls der Antragsteller weniger als zwei Minuten, aber mehr als eine übrig hat, wird seine Restbedenkzeit auf eine Minute gestellt. Falls der Antragsteller weniger als eine Minute übrig hat, nimmt der Schiedsrichter keine Änderung an seiner Uhr vor. Dann wird die Partie fortgesetzt und der angekündigte Zug muss ausgeführt werden.</p></blockquote>
<p>Alles klar.</p>
<blockquote><p>Artikel 9.6<br />
Die Partie ist remis, sobald eine Stellung entstanden ist, aus welcher ein Matt durch keine erdenkliche Folge von regelgemäßen Zügen, selbst bei ungeschicktestem Spiel, erreichbar ist. Damit ist die Partie sofort beendet, vorausgesetzt, der Zug, der diese Stellung herbeiführte, war regelgemäß.</p></blockquote>
<p>Wie oben schon beschrieben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Regelkunde: Mitschreiben</title>
		<link>http://sv-markneukirchen.de/2007/12/14/regelkunde-mitschreiben/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 22:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burkhard Atze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgrund mehrer Vorkommnisse in letzter Zeit sollen hier nochmals die Regeln zum Mitschreiben reflektiert werden.

Artikel 8.1 der Fide-Regeln:
Im Laufe der Partie ist jeder Spieler verpflichtet, seine eigenen Züge und die seines Gegners auf korrekte Weise aufzuzeichnen, Zug für Zug, so klar und lesbar wie möglich, in algebraischer Notation (Anhang E), auf dem für das Turnier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund mehrer Vorkommnisse in letzter Zeit sollen hier nochmals die Regeln zum Mitschreiben reflektiert werden.<br />
<span id="more-15"></span><br />
<strong>Artikel 8.1 der Fide-Regeln:</strong><br />
<em>Im Laufe der Partie ist jeder Spieler verpflichtet, seine eigenen Züge und die seines Gegners auf korrekte Weise aufzuzeichnen, Zug für Zug, so klar und lesbar wie möglich, in algebraischer Notation (Anhang E), auf dem für das Turnier vorgeschriebenen &#8220;Partieformular&#8221;. Es ist verboten, Züge im Voraus aufzuschreiben, es sei denn, der Spieler reklamiert remis nach Artikel 9.2 oder 9.3.</em></p>
<p>Es ist also verboten Züge aufzuschreiben, bevor sie auf dem Brett ausgeführt wurden. Einzige Ausnahme ist, das man mit seinem nächsten Zug eine dreimalige Stellungswiederholung herbeiführen würde und beabsichtigt auf Remis zu reklamieren. In diesem Fall schreibt man den Zug auf ohne ihn auszuführen und reklamiert beim Schiedsrichter auf Remis.</p>
<p><em>Ein Spieler darf, wenn er es wünscht, auf den Zug seines Gegners antworten, bevor er ihn aufzeichnet. Er muss seinen eigenen vorangegangenen Zug aufzeichnen, bevor er einen neuen macht. Beide Spieler müssen ein Remisangebot auf dem Partieformular aufzeichnen (Anhang E.13).</em></p>
<ul>
<li>Man muss <strong>seinen letzten</strong> Zug aufgeschrieben haben, bevor man einen neuen Zug ausführt.</li>
<li>Remisgebote <strong>müssen</strong> aufgezeichnet werden, das Regelwerk sagt auch wie nämlich mit (=)</li>
</ul>
<p><em>Falls es einem Spieler nicht möglich ist, die Partie aufzuzeichnen, kann er einen für den Schiedsrichter akzeptablen Assistenten einsetzen, um die Züge zu notieren. Seine Bedenkzeit wird vom Schiedsrichter angemessen angepasst.</em></p>
<p><strong>8.2</strong><em>Das Partieformular muss vom Schiedsrichter die ganze Partie hindurch gesehen werden können.</em></p>
<p>Man darf das Formular also nicht falten oder unter das Brett schieben.</p>
<p><strong>8.3</strong><em>Die Partieformulare sind Eigentum des Turnierveranstalters.</em></p>
<p><strong>8.4</strong><em>Wenn ein Spieler in einer Zeitperiode zu irgendeinem Zeitpunkt weniger als fünf Minuten Restbedenkzeit hat, ist er nicht verpflichtet, die Anforderungen von Artikel 8.1 zu erfüllen. Dies gilt nicht, wenn er pro Zug mindestens 30 zusätzliche Sekunden zu seiner Bedenkzeit hinzugefügt bekommt. Nachdem ein Fallblättchen gefallen ist, muss der Spieler seine Aufzeichnungen sofort, vor Ausführung eines Zuges auf dem Schachbrett, vollständig nachtragen.</em></p>
<ul>
<li>Man ist von der Pflicht des Mitschreibens nur entbunden, wenn man weniger als 5min Restbedenkzeit hat.</li>
<li>Nach dem Fall des Blättchens <strong>müssen</strong> die Züge vollständig nachgetragen werden, bevor ein Zug ausgeführt wird.</li>
<li>Das Nachschreiben geht zu Lasten der eigenen Zeit.</li>
<li>Man muss nicht &#8220;stricheln&#8221;. Das Stricheln ist nur ein Anhaltspunkt für einen selbst, das man die Zeitkontrolle geschafft hat und hat keine Beweiskraft.</li>
</ul>
<p><strong>8.5 a</strong> <em>Wenn gemäß Artikel 8.4 kein Spieler mehr mitschreiben muss, soll, wenn möglich, der Schiedsrichter oder ein Assistent anwesend sein und mitschreiben. In diesem Fall hält der Schiedsrichter, unmittelbar nachdem eines der Fallblättchen gefallen ist, die Uhren an. Daraufhin tragen beide Spieler ihre Aufzeichnungen unter Benutzung der Aufzeichnungen des Schiedsrichters oder des Gegners nach.</em></p>
<ul>
<li>Wenn beide nicht mehr mitschreiben müssen, <strong>soll</strong> jemand mitschreiben. Nicht vorher! Es ist eine Unart, sich neben das Brett zu setzen und mitzuschreiben. Die Kontrahenten dürfen die Mitschrift (auf einem neutralen Formular &#8211; Hinweis von Schachfreund Coder, siehe Kommentar) nicht sehen und der Schiedsricher (sein Assistent) unterlässt es ihnen die Zugzahl bekannt zu geben.</li>
<li>Fällt das Blättchen hält der Schiedsrichter (sein Assistent/der Mitschreiber) die Uhr an. Die Kontrahenten vervollständigen die Notation bei angehaltener Uhr</li>
</ul>
<p><strong>8.5 b</strong> <em>Wenn nur einer der Spieler gemäß Artikel 8.4 nicht verpflichtet ist, mitzuschreiben, muss er, sobald ein Fallblättchen gefallen ist, seine Aufzeichnungen vor Ausführung eines Zuges auf dem Schachbrett vollständig nachtragen. Vorausgesetzt, dass der Spieler am Zuge ist, darf er das Partieformular seines Gegners benutzen, muss es aber zurückgeben, bevor er zieht.<br />
</em></p>
<p>Ich denke hier ist alles klar. Wichtig ist, dass hier normalerweise kein Schiedsrichter/Assistent geschweige denn unaufgefordert ein Freund/Mannschaftskamerad mitschreiben soll.</p>
<p><strong>8.5 c</strong> <em>Wenn keine vollständige Aufzeichnung vorliegt, müssen die Spieler die Partie auf einem zweiten Schachbrett unter Aufsicht des Schiedsrichters oder eines Assistenten rekonstruieren. Dieser zeichnet als erstes, bevor die Rekonstruktion beginnt, die aktuelle Partiestellung, die Uhrzeiten und die Zahl der ausgeführten Züge auf, falls diese Angaben erhältlich sind.</em></p>
<p>Dies kam im Mannschaftskampf gegen Cranzahl vor. Die Reaktion von Burkhard war dort auch nicht ganz korrekt. Vor der Rekonstruktion also Stellung, Zeit und Zugzahl notieren, falls das möglich ist.</p>
<p>Das ist der schlimmste Fall, den es zu vermeiden gilt.</p>
<p><strong>8.6</strong> <em>Wenn die Partieformulare nicht auf den aktuellen Stand gebracht werden können und somit nicht zeigen können, ob ein Spieler die Bedenkzeit vor Ausführung der verlangten Zahl von Zügen überschritten hat, gilt der nächste Zug als der erste für die folgende Zeitperiode, außer in dem Fall, dass nachweisbar mehr Züge gespielt worden sind.</em></p>
<p>Klar.</p>
<p><strong>8.7</strong> <em>Nach Ende der Partie unterzeichnen beide Spieler beide Partieformulare mit dem darauf notierten Partieresultat. Dieses Resultat bleibt gültig, auch wenn es falsch eingetragen worden ist, außer der Schiedsrichter entscheidet anders.</em></p>
<p>In meiner Zeit als Jugendspieler haben wir uns auch immer das Ergebnis unterschreiben lassen. Irgendwie ist das aus der Mode gekommen &#8211; ein eindeutiger Regelverstoß. Interessant ist hier, dass man tunlichst noch einmal kontrollieren sollte welches Resultat auf dem Formular steht, welches man unterschreibt.</p>
<p>Das wars zum Mitschreiben. Hier gibt es eine Menge zu Beachten. Fragen und Hinweise bitte über die Kommentarfunktion.</p>
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