58 junge Schachspielerinnen und Schachspieler trafen sich heute im Gymnasium Markneukirchen um Schach zu spielen. Auch fünf Schüler des Gymnasiums Markneukirchen waren dabei. Emanuel Frank (SV Klingenthal), Nils Adler (SV Markneukirchen) sowie Colin Schumacher, Vincent Duster und Clara Fleck (alle Schach-AG Gymnasium Markneukirchen) testeten ihr Können gegen Spieler aus Plauen, Zwickau, Chemnitz und Greiz.
Das Gymnasium bot beste Spielbedingungen
Schüler der elften Jahrgangsstufe sorgten für das leibliche Wohl der Teilnehmer, Eltern und Betreuer. Wiener, Kaffee und Limo wurden gut nachgefragt.
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Durch die Umleitung bei Oelsnitz konnte der Beginn um 8:30 Uhr nicht ganz gehalten werden. Die letzten Partien waren um 14:00 Uhr beendet.
Nils Adler
Nils gewann eine Partie, ging in einem Eröffnungexperiment unter und verlor leider auch die dritte Partie nach gutem Kampf
Colin Schumacher
Colin kam gegen drei erfahrene Schachspieler zu einem Achtungssieg. Für das erste Schachturnier ist das mehr als viele andere schaffen.
Vincent Duster
Vincent Duster konnte in seinem ersten Schachturnier sogar zwei Siege holen und die Gruppe als Co-Sieger beenden.
Clara Fleck
Auch für Clara Fleck war es das erste Turnier. Sie musste drei Partien in einer Schser-Gruppe bestreiten. Ich weiß von einem Sieg und einer Niederlage, wie die dritte Partie ausging ist mir leider entfallen.
Emanuel Frank wurde in die stärkste Gruppe gesteckt. Die Gegner waren ihm turmhoch überlegen. Trotzdem hielt er tapfer mit und spielte auch die letzte Partie des Tages. Leider reichte es nicht zu einem halben Punkt, das wäre aber auch eine Sensation gewesen.
Im Rahmen des Turniers erhielten der SC Reichenbach und der SV Klingenthal ihre Aufstiegspokale aus der vergangenen Saison
Jugendschachturnier im Gymnasium Markneukirchen
Am 20.09.2025 findet am Gymnasium Markneukirchen ein Turnier des U12-Cups und eine Turnier der DWZ-Cups statt. Wer teilnehmen möchte muss sich rechtzeitig bis zum 14.09. anmelden. Alles dafür Erforderliche steht in den pdf-Dateien.
Am vergangenen Wochenende fand in Reichenbach das 3. Reichenbacher Einladungsturnier statt. Aus unserem Verein nahm Toni Lutz an diesem Turnier teil, Burkhard Atze war der Hauptschiedsrichter. Für Toni war es bereits die dritte Teilnahme am Turnier. Gerade die erste Teilnahme ist nicht unbedingt eine freudige Erinnerung, musste er vor zwei Jahren doch noch viel Lehrgeld zahlen.
Toni in der ersten Partie
In der ersten Runde musste er gegen den Sieger der ersten Auflage Daniel Zähringer vom SK König Plauen antreten. Daniel hatte Weiß und überraschte in der Eröffnung mit einer, Toni nicht bekannten, Nebenvariante und konnte relativ problemlos den Sieg einfahren. Danach folge ein Sieg gegen Richard Ruppe aus Wilkau Haßlau. Wieder mit Schwarz musste Toni gegen IM Ferenc Langheinrich antreten. Optisch stand er sehr gedrückt und man dachte irgendwann wird seine Stellung zusammenbrechen. Aber die Partie dauerte länger und länger, Toni hielt alles zusammen, bis er doch den entscheidenden Fehler machte. Nun bekamm der den wertzahllosen Alberto Rodriguez Vazquez aus Hof vorgesetzt. Dieser spielte ein super Turnier und wird mit einer DWZ von knapp 1700 einsteigen. Auch diese Partie konnte Toni gewinnen.
IM Ferenc Langheinrich
In der Schlussrunde bekam Toni noch einmal Weiß. Bastian Röder aus Zeulenroda blitzte die Eröffnung herunter und Toni ließ sich zum Mitblitzen verleiten. Schließlich kam es zu einem Damenendspiel mit verkeilten Bauernketten, in dem Toni alle Versuche des Thüringers abwehren konnte – Remis.
Toni in der letzten Runde
Damit wird Toni sowohl in der DWZ als auch in der ELO die nächste Hundertergrenze überwinden können. Ein schönes Zubrot war der Preis für den besten u14-Spieler im Turnier. Wir freuen uns auf eine gute Saison von ihm an unserem ersten Brett.
Heute wurde der auf der Versammlung beschlossene Terminplan online gestellt und die Stadtmeisterschaft ausgeschrieben. Die Stadtmeisterschaft findet außer im Oktober und April jeweils am letzten Donnerstag im Monat statt. Im Oktober und April, wegen der auf den letzten Donnerstag folgenden Feiertage, am vorletzten Donnerstag.
Neun Tage Lichtenberger Sommer sind vorbei, ich sitze im ICE nach Leipzig, Zeit ein Fazit zu ziehen. Für mich war es schön, ein Turnier in der alten Heimat zu spielen, alte Weggefährten zu treffen, Familie zu besuchen und Kindheitsplätze aufzusuchen. Das Turnier war hart, 240 Teilnehmer, davon über 60 hungrige Jugendliche, die teils deutlich unterbewertet waren. Wie heißt es so schön: „Nur die Harten kommen in den Garten“.
Die Trabrennbahn
Ein Trabrennbahn ist für ein Schachturnier natürlich ein ungewöhnlicher Austragungsort. Der Turniersaal war groß genug und auch das Turnierareal war zweckmäßig. Als „Analyseraum“ dienten die Außensitze bzw. der Biergarten des Imbisses, bei schönem Wetter ideal, bei schlechtem Wetter leider unbrauchbar.
Besonders an den hinteren Brettern wurde es doch etwas eng. Als Linkshänder musste ich oft mit querliegendem Formular aufschreiben. Der „Trick“ das Formular unter das Brett zu schieben, funktionierte nicht, da fast überall Holzbretter und Holzfiguren verwendet wurden. Die Halle ist anfällig für das Blenden durch die tief stehende Nachmittags- und Abendsonne. Aber das ist alles Jammern auf hohem Niveau. Manches lässt sich leider nicht anders einrichten.
Schlimm waren die Ansagen über Mikrofon, die waren für die meisten unverständlich, verrauscht, zu leise, klirrend. Für das nächste Turnier empfiehlt sich die Verwendeung einer entsprechend großen Soundox.
Die Verpflegung am Imbiss war spitze und die Preise zivil. Ein großes Bier, natürlich nur nach der Partie, kostete 4,00 €, Kaffee je nach Größe 1,80 €, 2,00 € oder 2,20 €, Tagessuppe 6,50 €, Nackensteack, Bratwurst oder Bulette waren auch erschwinglich. Die Bedienungen waren nett und gut aufgelegt.
Das Turnier aus meiner Sicht
Vier Siege, ein Remis und vier Niederlagen – 50% das Minimalziel wurde erreicht. Zwei Siege gegen schwächere Gegner brachten keine neuen Erkenntnisse, da die Gegner in Runde 1 und Runde 5 (Hier profitierte ich von einem Tipp von John Heinrich) zu früh Fehler machten.
Auch in der vierten Runde war es ein Bock des Gegners, der mir den Sieg bescherte. Hier spielte ich aber vernünftig in einer mir unbekannten Variante und ergriff die Chance, als sie da war. In der letzen Runde gelang es mir, kleine Fehler meines Gegners auszunutzen und so einen Sieg fast aus einem Guss zu erzielen.
In der zweiten Runde spielte ich eine ordentliche Eröffnung, panikte dann aber, weil ich nicht alle meine Möglichkeiten überprüfte und verlor kurzzügig. Gegen einen jungen Mann, kämpfte ich mich in der dritten Runde aus schlechter Eröffnung zurück, um dann, als sich die Chance bot, den Sack nicht zuzumachen.
Die dritte Niederlage war die niederdrückendste. Aus einer vermasselten Eröffnung heraus kämpfte ich über sechzig Züge lang nur um dann doch zu verlieren. Die achte Runde war vielleicht die interessanteste Partie. Ich bereitete eine Eröffnungsüberraschung vor, die gut funktionierte. Leider überschätzte ich den generischen Angriff und sah nicht alle Verteidigungsresourcen.
Das Remis in der siebten Runde entsprang einem Kurzschluss, der mich dazu bewog das Blackmar-Diemer-Gambit zu spielen. Zwischenzeitlich hatte ich zwei Figuren geopfert. Zum Glück sah mein Gegner die Wiederlegung nicht und es wurde Dauerschach.
Ich werde ca 2 Elo-Punkte und 28 DWZ-Punkte verlieren. Der Lerneffekt, der hoffentlich eintritt, lässt diesen Verlust klein erscheinen.
Ich besuchte die Familie, traf Freunde, sah mir viele Spots meiner Kinheit an und deckte auch kulinarisch eine große Bandbreite ab. Hoffentlich passt das Turnier im nächsten Jahr in meine Terminplanung.
Sieg zum Schluss, das Turnier ein Genuss
Heute kommt spät der Bericht über die beiden abschließenden Runden. Heute startete die letzte Runde schon um 11.00 Uhr, da war keine Zeit für einen Artikel. Gestern verlor ich in einer interessanten Partie, in der ich zum Schluss keine klaren Bilder mehr gesehen habe, sonst hätte das Ergebnis auch andersherum lauten können. Heute gewann ich die letzte Partie und kann so morgen mit einem versöhnlichen Gefühl nach Hause fahren.
Konzentriert in der siebten Runde (Foto: Peter Weiß – Friesen Lichtenberg)
Runde 8 – Angst fressen Seele auf
Der Gegner spielte 1. e4 und gegen Sizilianisch schon zweimal die Alapin-Variante. Darauf baute ich. Meine Vorbereitung kam aufs Brett. Nach dem 20. Zug wird die Partie ein Fehlerfestival.
Runde 9 – Versöhnlicher Abschluss
Caro-Kann war klar, ich entschied am Brett, welche Variante ich spiele. Ein paar Ungenauigkeiten von Schwarz halfen mir zum ABschluss den vollen Punkt einzufahren.
Mein junger Gegner (Jahrgang 2011) spielte im Turnierverlauf zweimal Französisch, jeweils die Winawer-Variante. Also schaute ich mir die Winawer-Variante an und bereitete dort, so hoffte ich, eine Überraschung vor. Aber mein Gegner beantwortete 1. e4 mit 1. .. d5 – Skandinavisch. Ich sah überrascht auf und er sah micht erwartungsvoll lächelnd an. Dann brannten meine Sicherungen durch, seht selbst:
67 Züge Leiden – wieder auf dem Boden der Tatsachen
Diesmal bereitete ich mich selber vor – und es ging schief. Im frühen Partiestadium spielte mein Gegner einen Zug, den ich erst später erwartete, die vorbereitete Reaktion war noch nicht möglich. Nach sieben Zügen hatte ich einen Bauern weniger und eine schlechte Stellung. Ich wollte kämpfen, um wenigstens den zwanzigsten Zug zu erreichen. Nach dem ich letzte Runde der Erste war, der die Partie beendete, war ich diesmal der Letzte gegen 22:00 Uhr gratulierte ich meinem Gegner nach 68 Zügen zum Sieg.
Mit Schottisch zum Erfolg
Von meinem Gegner in der fünften Runde waren wieder einmal nur die Partien aus dem Turnier verfügbar. Ich überlegte sogar, ob ich es auf 1.d4-Terrain wage, um gegen seine Variante anzutreten. Den entscheidenden Tipp erhielt ich dann aus dem Erzgebirge. John Heinrich empfahl mir es mit dem Schottischen Gambit zu versuchen.
Das Schuljahr ist jetzt fast drei Wochen alt, jetzt weiß man, was man an Zeit frei hat. Wir beginnen wieder mit Schach im Familienzentrum. Wie im Mai/Juni wieder von 16:00 bis 18:00 Uhr im Familienzentrum. Eingeladen sind Kinder aller Schulformen, die Zeit und Lust haben am Freitag ins Familienzentrum zu kommen.