Vor einigen Wochen war Maik noch zu Besuch in Markneukirchen. Er hat seine Schule besucht, in der er so lange unterrichtet hatte, und seine Schachfreunde, mit denen er manchen Abend gemeinsam verbracht hatte. Er sah gut aus und glücklich – endlich wieder in der Heimat angekommen, in der Nähe der Eltern, die ihn brauchten, und bei der Frau, die er liebte. Keine Wochenendbeziehung mehr, endlich ein „normales“ Leben.
Es hat nicht lange dauern sollen. Maiks Herz hat aufgehört zu schlagen – viel zu früh – es war noch nicht Zeit. Es wäre noch so viel Zeit zu leben gewesen.
Maik am Brett – Französisch Abtauschvariante (Foto: Benno Klaus)
Wir erinnern uns heute an einen stets freundlichen, Wärme ausstrahlenden Menschen. Am Schachbrett konnte er einen mit seinen supersoliden Eröffnungen (Französich, Damengambit) und sicherem Spiel manchmal in den Wahnsinn treiben, besonders, wenn man den vollen Punkt brauchte. Neben dem Brett war er ein feiner Freund, der Anteil nahm und mit dem man angenehm über Gott und die Welt plaudern konnte.
Mach’s gut Maik!
Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gehören seiner Frau und seinen Eltern.
Auch das Gymnasium Markneukirchen nimmt Abschied – hier.
Zoff auf Funktionärsebene
Jörg Schulz langjähriger Geschäftsführer der DSJ wurde plötzlich ohne Angabe von triftigen Gründen freigestellt und soll entlassen werden. Bitte macht es unter euren Schachfreunden breit, damit möglichts viele die online-Petition unterzeichnen.
Am vergangenen Wochenende fand in Plauen im Diesterweg-Gymnasium die Mannschaftsmeisterschaft der Altersklasse U12 des Spielbezirks Chemnitz statt. Markneukirchen nahm nun schon zum dritten Mal mit einer Mannschaft teil.
Als Vorletzter der Setzliste wussten wir, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen würden. Es ging darum Spielpraxis zu sammeln und die Abläufe beim Turnierschach zu verinnerlichen. Als Gastspieler wirkte Chester Ben Keller vom SV Klingenthal mit.
Die regional ausgetragene 1.Runde verloren wir leider, nur zu Dritt 0:4 beim Schachclub Reichenbach. Rüdiger kämpfte lange und hielt die Partie lange im Gleichgewicht, aber der Gegner wollte kein Remis, obwohl der Trainer er erlaubt hatte. Schließlich verlor Rüdiger doch noch Konzentration, Figur und schließlich die Partie.
Am Wochenende standen sechs Runden auf dem Spielplan – ganz schön stressig für die jungen Spieler. Wir konnten leider nur zwei Begegnungen ausgeglichen gestallten und landeten so auf unserem Setzlistenplatz. Einzelne Partien können als aufbauende Erfolge angesehen werden.
Rüdiger war unser fleißigster Punktesammler. Zweimal konnte er mit Weiß voll Punkten und zweimal mit Schwarz Remis erreichen. Mikka bekam es am ersten Brett mit den stärksten Spielern des Spielbezirks zu tun. Leider erwischte er ein gebrauchtes Wochenende, etwas unkonzentriert vergab er die eine oder andere Chance. Am Ende standen für ihn 1,5 Punkte auf der Score-Card. Gastspieler Chester gelang ein schöner Sieg und konnte in den Niederlagen lernen. Die größten Baustellen sind hier das Mitschreiben, damit man die Partie auch Nachspielen kann, und das Eröffnungsrepertoire – Dirk Sattler bitte übernehmen. Neuling Kai Uwe Neubert zeigte im Ansatz schöne Partien, auch seine Mitschriften sind tadellos. Leider übersah er ab und an taktische Möglichkeiten, so reichte es insgesamt nur zu einem halben Punkt. Aber mit mehr Erfahrung und fleißigem Üben mit Opa Dieter Neubert (VfB Adorf), ist in den nächsten Turnieren auf mehr zu hoffen. Cindy Woywode spielte drei Partien in der Meisterschaft mit und musste die Überlegenheit ihrer Gegner anerkennen. Im Ersatzspielerturnier konnte sie einen guten dritten Platz erreichen.
Cindy Dritte im Ersatzspielerturnier
Am wichtigsten waren für uns die Spielanalysen, das Zusammenwachsen der Mannschaft in den Pausen beim Spielen und Draußen toben. Vielen Dank an die Mama von Chester, dass sie mich so gut unterstützt hat. Am Samstag gab es Pizza und am Sonntag leckeren Kuchen.
Pizza am Samstag: v.l.n.r Kai, Cindy, Rüdiger, Chester und Mikka
Als Hauptschiedsrichter hatte ich mit Auslosung, Ergebniseingabe, Klärung von Streifällen, Uhrenstellen – leider spielten wir mit Analoguhren – und der Vorbereitung des Spielsaals recht viel zu tun. Es wäre schön, wenn es zukünftig etwas schachliche Unterstützung aus dem Verein geben könnte.
Ziel erreicht – doch unzufrieden
Claus-Peter Franke als 15. (17. edit 6.11., danke Claus-Peter für den Hinweis), Burkhard 26. (28.) und Reinhard Atze 32. (33.) beendeten die Sachseneinzelmeisterschaft vor ihrem Setzlistenplatz. Auch das Vorhaben vor Claus-Peter und Burkhard, gemeinsam mehr Punkte zu erreichen als der Sachsenmeister, wurde erreicht. Trotzdem bleibt etwas Enttäuschung über liegengelassene Punkte und verlorene DWZ-Punkte.
Anhand meiner Partien möchte ich den Turnierverlauf illustrieren. In der ersten Runde hatten Reinhard und Burkhard einen viel stärkeren Gegner gegenüber sitzen, während Claus-Peter gegen den Letzten der Setzliste antreten musste. Ich musste gegen Gengchun Wong (DWZ 2152), einen starken Nachwuchspieler von USV TU Dresden antreten. In einem Sizilianer spielte ich recht passiv und hatte letzmalig im 28. Zug die Chance zum Ausgleich:
Die Idee von 28. g5 kam mir jedoch nie in den Sinn und so war es ein Spiel auf ein Tor. Claus-Peter gewann sicher, während Reinhard recht chancenlos verlor.
In der zweiten Runde gab es für mich Johann Sehmsdorf (DWZ 1934) zum Gegner. Es gelang mir eine sehr aussichtsreiche Stellung zu erarbeiten und bot remis, was sofort angenommen wurde. Daheim zeigte mir der Computer, dass die Stellung eigentlich schon hochgradig gewonnen war. Dieses Remis sollte sich in den folgenden Runden rächen. Claus-Peter und Reinhard verloren gegen ihre weit besser eingestuften Gegner.
In der nächsten Partie wurde es ganz grausam für mich. Das Matt stand auf dem Brett, aber ich habe den Totschlag nicht gefunden und mein Gegner entkam glücklich ins Remis.
Reinhard und Claus-Peter verloren jeweils gegen schlagbare Gegner. In der vierten Runde kam es ganz dick. Claus-Peter verlor gegen Sehmsdorf (Da war doch was?), weil er in einer Abwicklung mit ungleichfarbigen Läufern ein Matt übersehen hatte. Reinhard konnte mit einer Dame mehr nicht gewinnen und erreichte nur Remis. Ich war chancenlos gegen den ca. 500 Punkte besser eingestuften Leonard Richter, der auch ein gebrauchtes Turnier erwischt hatte.
In der fünften Runde gab es für mich einen leichten Sieg gegen den Setzlistenletzten, Claus-Peter startete seine Siegesserie, die nun nur durch das Turnierende beendet werden sollte und Reinhard verlor leider eine schön geführte Partie, in der er einen Läufer mehr hatte.
Mein Trauma sollte sich in der sechsten Runde vollziehen. Nach einmal Doppelschwarz wurde ich mit Weiß gegen die Nachwuchshoffnung Nils Espig (DWZ 1510) gepaart. Ich überfiel ihn in der Eröffnung und erarbeitete mir eine hochgradige Gewinnstellung, nur um dann mit einem Zug alles wegzuwerfen.
Die letzte Runde brachte dann für Reinhard und mich schnelle Siege, während Claus-Peter meine Niederlage rächte.
Fazit
Für uns alle drei war es die erste Sachseneinzelmeisterschaft bei den Erwachsenen. Das Turnier war gut organisiert und wurde ohne Streitfälle durchgeführt. Es ist anstrengend an einem Tag zwei Partien mit Turnierbedenkzeit zu absolvieren. Ich werde, wenn es zeitlich passt, sicher noch einmal einen Anlauf nehmen, besser abzuschneiden.
Bezirksliga: ESV Nickelhütte Aue IV – Neikirng I 3,5:4,5
Irgendwann am Vormittag sagte ich zu Steffen, wir müssten
eigentlich gewinnen, weil wir so schlecht stünden. Er gab mir Recht. Soll
heißen, ein Start-Ziel-Sieg war es nicht.
Wir waren früh dran, so dass wir gegenüber dem Haus der
Generationen den Bäcker stürmen und erst einmal in Ruhe Kaffeetrinken konnten. Ende
Oktober am Morgen auf dem Postplatz in Aue mit einem Kaffee in der Hand draußen
sitzen zu dürfen, das hat was.
Später an den Brettern war die Gelassenheit verflogen, zumal
wir, wie gesagt, wieder einmal nicht astrein standen. Hervorzuheben waren im
Folgenden allerdings die Partien von Steffen, Ute und Michael, die sich
Materialvorteile erspielen konnten und ihre Partien gewannen. Besonders Michael
zeigte abermals, welch feine Angriffspartien er spielt. Er drückt meist
konsequent nach vorn und wird häufig für dieses Offensivspiel belohnt.
Nachdem Claus-Peter remisierte, fragte auch Karl-Heinz nach
einem Remis. Matthias‘ Partie schien zwar weg, aber mit diesem Remis hätten wir
schon 4 Punkte und für Frank Dreier war das Endspiel mit Damen und
ungleichfarbigen Läufern im Prinzip todsicher zu halten und ich stand sehr gut
und spielte auf Sieg. Karl-Heinz‘ Remistaktik ging auf.
Matthias‘ Partie fiel wie erwartet, obwohl vielleicht gerade
am Schluss noch ein paar Feinheiten drin waren, um einen halben Punkt zu
retten. Einen halben Punkt brauchten wir noch für den minimalistischsten aller Siege.
Den holte ich mir ab, denn an dieser der Stelle sah mein Gegner keinerlei
Möglichkeit mehr, auf Gewinn zu spielen und für mich hätte es ein hohes Risiko
bedeutet, die geschlossene Stellung aufzureißen. Ich hätte es getan, wenn wir
schon gewonnen hätten. Wie gut die Entscheidung zur Sicherheit war, zeigte sich
ein paar Minuten später, als Frank in seinem sicheren Endspiel den Freitod
wählte und sich förmlich ins Selbstmatt stürzte. Den Schreck noch in den
Gliedern, fielen wir anschließend erneut beim Bäcker ein…
Nach drei Runden haben wir 5 Mannschaftspunkte und stehen
punktgleich mit dem VSC an der Tabellenspitze. Bisher ging alles gut und wir
können ohne Druck aufspielen. Und wenn man bereits auf der Heimfahrt vom Auswärtsspiel
hört, dass die zweite Mannschaft gewonnen hat und vor allem die Kinder diese
Leistung erbracht haben, ist man froh, die Entscheidung über die
Mannschaftsaufstellungen so und nicht anders getroffen zu haben.
Drei Neikirnger bei der Sachsenmeisterschaft
Claus-Peter Franke, Reinhard und Burkhard Atze nehmen momentan an der Sachsenmeisterschaft in Radebeul teil.
Nach zwei Runden stehen insgesamt 1,5 Punkte zu Buche (Claus-Peter 1, Burkhard 0,5 und Reinhard 0). Das Ergebnis ist also noch ausbaufähig, drückt uns die Daumen.
Während zwei der acht Begegnungen aus der zweiten Runde noch ausstehen, gelangen zwei (die 2 scheint hier der rote Faden zu sein) kleine Überraschungen: Ralf Wander hielt gegen Michael Straube sehr gut mit und erreichte ein sicheres Remis und Burkhard Atze erkämpfte sich mit einer sehenswerten Offensivpartie den Sieg gegen Steffen Pötzsch, was ihm auch den gegenwärtigen Spitzenplatz in der Tabelle bescherte.
Bei schönem Wetter fand heute die zweite Runde in der zweiten Bezirksklasse statt. Sowohl der Gast vom VSC II als auch unsere Zweite liefen mit vier Nachwuchsspielern auf. Als Besonderheit ist noch zu erwähnen, dass für Markneukirchen erstmals drei Atzen in einer Mannschaft spielten.
Nachwuchsschach ist nichts für schwache Nerven, der Vorteil wechselt im Minutentakt. Kurz nach Spielbeginn dachte ich: „Das wird heute nichts mit Punkten“. Im Unterhaus hatten alle Kinder eine Figur weniger und Daniel Boesecke, der am fünften Brett seine erste Schachpartie seit einem Jahr spielte, stand anrüchig. Vorne sah es kaum besser aus: Benno Klaus musste seinen nackten König beschützen, er hatte zwar eine Figur mehr – aber der Gegner brachialen Königsangriff. An den ersten drei Brettern war noch nicht viel passiert.
Aber heute war es wie bei der Ersten, wenn es um 10:30 Uhr schlecht aussieht, ist es ein gutes Omen für den Mannschaftskampf. Rüdiger Atze konnte eine Qualität erobern und einen Superspringer in der gegnerischen Stellung installieren. Sein Remisgebot wurde deshalb vom Gegner gerne angenommen. Anton Grondziok gewann das investierte Material mit Zinsen zurück und konnte lehrbuchartig Matt setzen. Kurz darauf gab es an Reinhard Atzes Brett Aufregung. Der Gegner setzte Matt – nein doch nicht, da er selbst im Schach stand. Danach spielte er nicht mit der berührten Figur weiter, was Reinhard leider nicht reklamierte, sein folgendes Remisgebot musste Reinhard annehmen. Daniel und Jochen Pötzsch einigten sich mit ihren Gegnern auf Remis und Benno verlor seine Ruine nach langem Kampf.
Nun spielten nur noch Luisa Woywode und der Berichterstatter Burkhard Atze. Luisa überlegte lange und konnte, obwohl sie zwischenzeitlich mehrmals auf Verlust stand, entscheidend Material gewinnen. Auch ein unmöglicher Zug wegen eines übersehenen Schachs konnte sie nicht mehr stoppen. Ich hatte gegen Stefan Merkel den erwartet schweren Stand. Als mein Gegner einen Bauern zurück verlor bot er Remis, was ich, mit dem Wissen um Luisas Stellung annahm. Luisa beendete mit ihrem Sieg den Mannschaftskampf und sorgte für einen Leistungsgerechten 4,5:3,5 Sieg für unsere zweite Mannschaft.
Fazit: Die Jugend holte 3:1, die Erwachsenen 1,5:2,5 Punkte – wieder hat die Jugend die Nase vorn.
Anton auf dem Großen Marsch nach vorn
Am Samstag fand das zweite Turnier des U13-Cups in Markneukirchen statt. 62 Kinder kamen und spielten zum Ferienbeginn Schach. Frank Weller, Rüdiger und Burkhard Atze hatten schon am Freitagabend die Räume im Gymnasium vorbereitet, so dass es am Samstag um 8.30 Uhr losgehen konnte.
Anton, der im ersten Turnier seine Gruppe gewinnen konnte [Bericht], hatte diesmal schwerere Gegner. Mit etwas Glück und viel gewachsenem können konnte er trotzdem alle Partien gewinnen und darf sich auf einen dreistelligen DWZ-Zuwachs freuen.
Rüdiger und Cindy merkte man das fehlende Training an. Aber auch sie gingen nicht leer nach Hause. Rüdiger konnte eine Partie gewinnen und Cindy einen halben Punkt gegen eine Gegnerin mit DWZ ergattern.
Frank Dreier half am Samstag bei der Durchführung des Turniers und nach dem Ende beim Aufräumen – großen Dank dafür. Vielen Dank auch an meine liebe Frau, die die Verpflegung in ihre bewährten Hände nahm.
Am vergangenen Donnerstag begann die diesjährige
Stadmeisterschaftsserie mit noch einmal weniger Teilnehmern als im vergangenen
Jahr. Besonders schmerzlich wird Stammgast Josef Biba vermisst, zählt er doch
immer mit zum Favoritenkreis. Sein Name steht praktisch für spannende Partien,
die uns fehlen werden.
Die erste Runde war eine umkämpfte, es wurde nicht erst
lange gezaudert. Karlheinz Sandner freute sich über ein Remis gegen Heinz
Zöphel und Micha Straube musste sich fast Vorwürfe anhören, dass er die Partie
gegen mich nicht gewann.
Die Paarung Vogel-Wander muss bis zur nächsten Runde am
24.10. nachgeholt werden. Wer schon jetzt weiß, dass er an diesem Termin nicht
kann, wird darum gebeten, dies so schnell wie möglich kundzutun, um die Anzahl
der Ersatztermine groß zu halten.