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Erste siegt freudlos – Zweite verdoppelt Brettpunkte

Leider konnte der Gegner unserer Ersten coronabedingt nur vier Spieler an die Bretter bringen. Es wollte sich keine spannende Partie entwickeln, so dass sich nach wenigen Zügen auf Remis geeinigt wurde. So konnten alle den schönen Sonntag genießen. [Ergebnisse]

Die Zweite konnte heute aus dem Vollen schöpfen. Leider war unser „Unterhaus“ zu schnell fertig. Rolf musste als erster die Waffen strecken. Kurz darauf folgten Kai, Anton und Mikka in dieser Reihenfolge. Ja die Gegner waren stark – so schnell sollte es allerdings nicht gehen. Reinhard gewann in einer schönen Partie. Im Schottischen Gambit konnte er die Rochade des Gegners verhindern und dann nach und nach Material einsammeln.

Nun hätten Frank Dreier, Benno und Burkhard gewinnen müssen, um ein Unentschieden zu halten. Leider hatte Benno schon eine Figur weniger. So wurde Frank das Remis erlaubt. Benno verlor folgerichtig seine Partie, nicht ohne seinen Gegner noch etwas zu verunsichern. Als Letzter musste sich Burkhard den Angriffen von Ulrich Rehm erwehren. Uli übersah an einer Stelle den Totschlag – danach löste sich die Spannung und Burkhard bekam ein bequemes Endspiel, in welchem er Remis bot. Zwei Brettpunkte sind doppelt so viel, wie im ersten Punktkampf. Gelingt uns das in der dritten Runde wieder, dann ist der erste Mannschaftspunkt drin. [Ergebnisse]




Zum Punktspielauftakt zwei Niederlagen

Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.

‚Kobra‘ Wegmann

Das erste Punktspiel der neuen Saison stand unter keinem guten Stern. Steffen Pötzsch und Benno Klaus fehlten urlaubsbedingt und kurzfristig fielen noch Anton Grondziok und Falk Sandner aus. Es war problematisch Ersatz für die lange Auswärtsfahrt nach Crimmitschau zu gewinnen.



Erst am Samstag entschieden wir nach diversen Telefonaten, die Erste stark zu machen. Notgedrungen musste dadurch die Zweite bluten. Brett 1 und 2, Burkhard und Reinhard Atze, rutschten auf und sorgten dafür, dass die Erste voll antreten konnte. Auch die Zweite war eigentlich voll. Aber die kurzfristigen Absagen sorgten dafür, dass zwei Bretter frei blieben.

Die Anreise nach Crimmitschau verlief problemlos. Nach kurzem Warten erschienen auch die Gastgeber mit dem richtigen Schlüssel. Der Kampf begann pünktlich. Reinhard Atze, mit 14 Jahren der jüngste Wettkämpfer, bekam es mit dem Ältesten zu tun – Dieter Mehlhorn. Der Nestor der Crimmitschauer will es mit 91 Jahren immer noch in der Bezirksliga wissen.

Die Eröffnung verlief durchwachsen. Sorge bereiteten die Bretter von Michael Straube und Karl-Heinz Vogel, während es bei Claus-Peter Franke, Matthias Schubert und Burkhard Atze leicht angenehm aussah.

Bevor Dieter Mehlhorn Reinhards Stellung Einschnürung konnte, opferte Reinhard in die gegnerische Königsstellung und brach einen Mattangriff vom Zaun. Einige ungenaue Züge auf beiden Seiten folgten, bevor man sich friedlich auf Remis einigte. Bei Ute Sadewasser ging es plötzlich ganz schnell. Ein Fehler des Gegners führte zur Markneukircher Führung.

Dann gab es ergebnistechnisch die lange Rochade. Michael Straube, Karl-Heinz Vogel und Matthias Schubert verloren. Besonders die Niederlage von Matthias ist tragisch, hatte ihm sein Gegner doch vorher schon Remis geboten. Claus-Peter Franke konnte seinen kleinen Vorteil nicht zum Sieg verdichten. Aber ein Remis gegen die Crimmitschauer Spitzenspielerin ist auch ein Erfolg.

Nun hing es an Frank Weller und Burkhard Atze, mit zwei Siegen wenigstens das Unentschieden sicher zu stellen. Frank könnte einen bedrohlich wirkenden Angriff neutralisieren und den Gegner dann zur Aufgabe zwingen. Burkhard kämpfte am längsten. In einem Turmendspiel gelang es ihm einen Bauern zu gewinnen. Danach fasste er leider den falschen Plan und die Partie verflachte zum Remis.

Ergebnisse der Bezirksliga

Die Zweite stand derartig ersatzgeschwächt gegen den Absteiger aus der Bezirksliga auf verlorenem Posten. Klingenthal siegte auch in der Höhe verdient mit 1:7. Jochen Pötzsch und Rolf Steinhaus verhinderten die Höchststrafe für Markneukirchen. Erfreulich ist auch, dass die Nachwuchsspieler Luisa Woywode, Kai Neubert und Rüdiger Atze ordentliche Partien spielten.

Ergebnisse aus der Bezirksklasse




Der Terminplan der Saison 2021/2022

Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter.

Hans Guck-in-die-Luft

In Deutschland steigen pünktlich zum Beginn des Schuljahres die Inzidenzen wieder. Dänemark kehrt zur Normalität zurück. Wir Schachspieler hoffen auf eine ungestörte Saison. Damit wir an jedem Donnerstag wissen, was gespielt wird, hat Burkhard Atze einen Terminplan entworfen. Dieser wird hiermit zur Diskussion gestellt.



Bemerkungen

Mannschaft

Ich habe aus dem Portal64 die Ansetzungen nach bestem Gewissen entnommen. Trotzdem können Übertragungsfehler entstanden sein – bitte kontrollieren.

Was fällt auf? Die Erste hat fünf Auswärtskämpfe – davon drei recht weite (Chrimmitschau, Bernsbach, Schwarzenberg/Raschau).

Die Zweite spielt in einer 8er-Staffel, einer Vogtlandliga. Das sind zwei Spiele weniger. Aber am 10.10. haben beide Mannschaften Heimrecht. Entweder wir machen daraus ein großes Event, oder wir versuchen den Kampf der zweiten Mannschaft zu verschieben.

Termine Neikirng I
Termine Neikirng II

Vereinsturnier

Wir gehen von 13 Teilnehmern aus und spielen in einer Gruppe den Vereinsmeister aus – 13 Rund = 13 Termine. Spätestens nach zwei Runden und vor der letzten Runde muss es einen Analyse-/Nachspieltag geben.

Stadtmeisterschaft

Spieltag ist jeweils der letzte Donnerstag im Monat, außer im Dezember. Zwischen zwei Runden muss ein Analyse-/Nachspieltag liegen.

Blitz und Schnellschach

Ich habe versucht, mich an die bekannten Gepflogenheiten zu halten. Bis auf Weihnachtsblitz und Osterblitz, können hier aber noch Änderungen vorgenommen werden. Vielleicht könnte man einen Blitz- in einen Schnellschachtermin ändern

Änderungswünsche

Bitte in die Kommentare schreiben oder per Mail/Telefon an Burkhard Atze. Am kommenden Donnerstag, dem 02.09.2021, kann im Paulusschlöß’l noch darüber diskutiert werden. Danach wird eine finale Version veröffentlicht.




Letztes Aufgebot siegt in Plauen

Vorspiel

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

Archimedes

Am Sonntag ging für uns nach der Coronapause die längste Saison der Geschichte des Markneukirchner Schachs zu Ende. Der 18.07. wurde vom sächsischen Schachverband zum letzten Spieltag der Saison 2019/2020 (2021) erkoren. Viele Schachfreunde fragten sich, warum man dieses Spiel durchführen musste. Ein Blick in die Ergebnislisten zeigt viele Nichtantritte, merkwürdige Ergebnisse (z.B. 4:4 – alles kampflose Siege). Auch wir hatten Schwierigkeiten, eine schlagkräftige Mannschaft an den Start zu bringen. Aus dem Stamm der ersten Mannschaft konnten lediglich drei Spieler mitspielen.



Weitere vier Spieler konnte die zweite Mannschaft beisteuern, so dass wir, gegen unsere Überzeugung, ein Brett freilassen mussten. Für die Zweite war die Saison ja schon seit September beendet (Bericht).

Eröffnung

Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.

Manneken Pis

Also machten sich am Sonntag morgen sieben Markneukirchner Schachfreunde auf nach Plauen zum VSC. Steffen Pötzsch, Ute Sadewasser, Karlheinz Vogel, Burkhard und Reinhard Atze, el Präsidente Benno Klaus und Rolf Steinhaus. Für den VSC ging es in diesem Spiel noch um den Aufstieg in die zweite Landesklasse. Aber aus der die Plauener hatten Besetzungssorgen. Wie bei den Markneukirchnern, standen auch bei ihnen vier Ersatzleute in der Aufstellung. Der Kampf konnte pünktlich beginnen. Aus den genannten Gründen ließen wir das erste Brett frei. Schon in der Eröffnung gerieten Rolf und Karlheinz unter Druck. Da gab es merkwürdige Stellungen zu beobachten (z.B. Ke7 und Df8 nach kaum zehn Zügen). Reinhard spielte auch etwas unvorsichtig und verlor schnell einen Bauern.

Nach 15 Zügen hatte Burkhards Gegner keine Lust mehr weiterzuspielen. In der Eröffnung war er mit der Dame auf Bauernraub gegangen. Die Partie zeigte, dass man dann häufig keinen Spaß mehr hat. Burkhard freute sich über seinen schnellen Sieg und konnte sein Auto umparken gehen.

Stellung nach 15. b4 ..

Mittelspiel

Wenn’s einmal läuft, dann läuft’s.

Organisator des Berlin-Marathon

Als Burkhard wieder ins Spiellokal, kam hatte Benno gewonnen. Sein Gegner war in eine Springergabel gelaufen und gab sofort auf. Rolf und Karlheinz standen immernoch bedenklich und auch Reinhard hatte seinen Bauern noch nicht wiedergesehen. Dafür sah es bei Ute gut aus, sie hatte einen Bauern gewinnen können.

Nach einiger Zeit erhielt Reinhard ein Remisgebot und fragte, ob er es annehmen soll. Er bekam die Freigabe, selbst entscheiden zu dürfen. Daraufhin entschied er sich, lieber forciert Matt zu setzen. Kurz darauf waren die Leiden von Rolf beendet und er musste seine Niederlage quittieren. Bei schönem Wetter konnten wir die Partien draußen analysieren. Nachdem wir uns alle hatten Partien angesehen hatten, gingen wir noch einmal auf die restlichen Stellungen schauen. Karlheinz hatte sich in ein Endspiel mit gleichfarbigen Läufern und einem Minusbauern gerettet und kämpfte noch. Bei Ute sah es unverändert gut aus. Steffen hatte einen Bauern mehr aber dafür eine Qualität weniger.

Endspiel

Das Überraschende macht Glück.

Glückskeksspruchhersteller

Utes Gegner schaffte die Zeitkontrolle nicht. Die Suche nach Gegenspiel endete im 36. Zug mit dem Blättchenfall. Karlheinz konnte sein Endspiel leider nicht halten. Steffen schaffte es aber seinem Gegner, trotz Minusqualität, den halben Punkt abzuringen. So gewinnen wir glücklich mit 4,5:3,5. Das letzte Aufgebot hat seine Schuldigkeit getan und die Saison anständig beendet.

Daheim angekommen geht der Blick auf die anderen Ergebnisse in der Staffel. Spitzenreiter IFA Chemnitz verliert deutlich mit 2:6. Durch unseren Sieg konnten wir nach Mannschaftspunkten gleichziehen, lediglich ein halber Brettpunkt trennt uns vom Aufstieg in die zweite Landesklasse.

Endstand der Saison 2019/21



Bittere Lehrstunde für Neikirngs Nachwuchs

Endlich einmal ein gesamtsächsisches Nachwuchsturnier und dann auch noch ein Mannschaftsturnier, so etwas hat lange gefehlt. Andere Bundesländer waren hier viel aktiver und richten mehrere Turniere online aus. Ein Großer Dank gilt hier den Organisatoren um Jörg Fritzsche (SV Dresden-Leuben). Mit dem genialen Tool der Schachfreunde Kehlheim gelang es, 65 Mannschaften mit über 260 Spielern in sechs Staffeln problemlos zu verwalten. Für unsere Spieler wurde es zu einer Lehrstunde im online-Schach.



Zu unserem Markneukirchner Abschneiden ist zu sagen, dass sich die lange Trainingspause deutlich in den Ergebnissen widerspiegelt. Uns fehlt offensichtlich die Erfahrung. Oft blitzen in einzelnen Situationen taktische Raffinesse, Killerinstinkt und Schachverständnis auf, um im nächsten Moment von einem dummen Fehler wieder zunichte gemacht zu werden. Magere vier Zähler aus 23 Partien standen am Ende auf der Habenseite (fünf aus 26, wenn Reinhards Abschneiden für König Plauen mitgerechnet wird). Die anderen Spieler hatten oft schon Onlineschach-Erfahrung aus hunderten Partien, während unsere Markneukirchner Spieler oft nicht viel mehr als zehn Partien in ihrer Liste stehen haben. Manche Spieler schlugen auch in der Liga C mit Lichess-Zahlen von über 2000 auf, da ist man als Gegner schon vor dem ersten Zug beeindruckt. Insgesammt war es doch eine bittere Lehrstunde für unser Team.

Teilnehmerliste: Auch nach Setzliste standen wir auf dem letzten Platz
Leider wurde es in der Abschlusstabelle nicht besser

Mikka stand am ersten Brett oft auf verlorenem Posten, seine Gegner waren mehrere Jahre älter und schon länger im Internetschach unterwegs. Antons Partien ließen häufig Hoffnung auf einen vollen Punkt aufkeimen, das halten wir positiv fest. Leider konnte er seine Chancen noch nicht konsequent nutzen. Trotzdem ist er gemeinsam mit Kai Uwe Neubert unser Top-Scorer. Unser Küken Rüdiger zeigte in der ersten Runde eine ganz starke Partie, die er leider verlor. Das nahm ihm etwas den Schneid für die nächsten Partien. Kai Uwe ist unser Spieler mit der geringsten Erfahrung, es freut mich, dass er auch 1,5 Punkte erringen konnte.

Die Einzelergebnisse unserer Spieler

Turnierseite




Corona-Ausbruch verhindert Saisonabschluss

Leider ist Markneukirchen in dieser Woche in die Schlagzeilen geraten. Relativ viele Fälle in unserer Stadt sorgten auch dafür, dass sich einige Schachspieler in Quarantäne begeben mussten. Die erste Mannschaft versuchte ihr Spiel zu verlegen, während die zweite Mannschaft leider absagen musste. In der zweiten Bezierksklasse handelt es sich um die letzte Runde, in der keine Spiele mach hinten verlegt werden können.

Für die zweite Mannschaft ist es in sofern besonders traurig, da sie ja um den Staffelsieg mitspielte. Nun steht leider ein kampfloses 0:8 auf dem Spielzettel. Die Mannschaft hat sich aber in dieser Saison prima geschlagen, besonders die jungen Spieler konnten teils deutliche Wertzahlzuwächse generieren.

Hoffen wir, dass sich die Lage wieder normalisiert und wir bald wieder richtig am Brett sitzen können, ohne ein spezielles Hygienekonzept befolgen zu müssen.




Wie geht es weiter?

Am vergangenen Donnerstag trafen sich neun Schachfreunde und berieten, wie es nun mit dem Trainingsbetrieb weitergehen soll. Nachdem die Stadtmeisterschaft ja nach fünf Runden abgebrochen und gewertet wurde, beschlossen wir, alle anderen Vereinsturniere dieser Saison ohne Wertung abzubrechen. Bis Ende Juli wir an jedem Donnerstag im Resataurant am Paulusschlößl für Interessenten der Trainingsabend, unter Beachtung der Hygienemaßnahmen, ohne offiziellen Spielbetrieb stattfinden.

Nach der Sommerpause im August, Interessenten können sich Donnerstags trotzdem beim Uwa verabreden, starten wir mit der Vereinsversammlung am 03.09.2020. Dann legen wir alles Weitere zu Spiel- und Trainingbetrieb in der neuen Saison fest. Momentan kann man noch keine genaueren Festlegungen treffen, da von Verbandsseite noch keine Terminplanung für die Fortsetzung der Saison bzw. die neue Saison veröffentlicht wurde.

Wir beschlossen weiterhin zwei Mannschaften im Spielbetrieb zu melden und hoffen, dass im September ein normaleres Spielen möglich sein wird.




Spielpause bis 31.08. festgelegt

Der Schachverband Sachsen hat auf seiner Homepage bekannt gegeben, dass bis zum 31.08. keine offiziellen Wettkämpfe des SVS stattfinden werden. Man hofft, die begonnene Saison dann im Herbst zu Ende spielen zu können (Artikel). Spielberechtigungen für die laufende Saison behalten also ihre Gültigkeit auch über den 1.7. hinaus, für die kommende Saison 2020/21 müssten Vereinswechsel allerdings zum 1.7. vorgenommen werden. Die Termine für die Anmeldung von Spielgemeinschaften oder Mannschaften für die neue Saison ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden.




From hero to zero

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei.

Konfuzius

Nach 14 Spielen ohne Niederlage war es wieder so weit, und es war unnötig wie ein Kropf. Gegen die vierte Mannschaft von König Plauen setzte es daheim eine 3:5 Niederlage. Schon vor 13:00 Uhr waren alles Messen gelesen, wenigstens konnte man so noch zu einer zivilen Zeit mittagessen.

Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.

Hans aus Gimms Märchen vor der Hochzeit mit der Schwester von der Goldmarie

Der Kampf begann pünktlich in freundschaftlicher Atmosphäre. Kurz nach Beginn sah es eigentlich gut aus, unsere Stellungen waren nicht berauschend – bisher eigentlich immer ein gutes Omen. Bei Ute Sadewasser ging alles recht schnell, einige Ungenauigkeiten hätten eine Qualität gekostet – aber bei Ute war Sale und so wurde es eine ganze Dame. Ute hatte so Zeit für Familienbesuche.

Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich.

Satz des Pythagoras

Den genauen Zeitablauf kann der Autor leider nicht mehr nachvollziehen. Zu sehr war er mit seiner eigenen Zeitnot beschäftigt. Aus verlorener Stellung gelang es Burkhard Atze mit einer Schwindelchance eine Figur zu gewinnen und dann auf Gewinn zu stehen, nur um dann die Partie einzustellen.

Dieses Geheimnis ist die Zeit. Es gibt Kalender und Uhren, um sie zu messen, aber das will wenig besagen, denn jeder weiß, dass einem eine einzige Stunde wie eine Ewigkeit vorkommen kann, mitunter kann sie aber auch wie ein Augenblick vergehen …

Peter Henlein- Gefunden auf: https://www.myzitate.de/michael-ende/

Auch Frank Weller wurde ein Opfer der ungünstigen Zeiteinteilung. Ein gut getimtes Remisgebot des Gegners nahm soviel Zeit von der Uhr, dass er den Gewinn nicht fand und ins Remis einwilligte. Die Remisen von Michael Straube, Karl-Heinz Vogel und Matthias Schubert kann ich nicht genau einschätzen, zumindest bei den ersteren war recht wenig los auf dem Brett.

Oh Captain mein Captain…

Maschinist auf der Titanic

Steffen verlor seine Partie. Wie? Kann ich nicht sagen, irgendwann war wohl die Remisbreite zu seinem Ungunsten überschritten. Claus-Peter Frank zeigte wieder einmal eine bewundernswerte Leistung. Ein Turmendspiel mit nur einem Mehrbauern ist bekanntlich nicht einfach zu gewinnen – er schaffte es souverän.

Du hast ja ein Ziel vor den Augen …

Jäger auf dem Hochsitz

Irgendwann endet jede Serie, das Ende am Sonntag war aber unnötig. Es ist an der Zeit, eine neue Serie zu starten – aber bitte wieder eine Serie ungeschlagener Wettkämpfe.




Novembergrau

Neikirng I – Schwarzenberg 4:4

Im Januar der vergangenen Saison war Schwarzenberg das letzte Mal bei uns – es schien, als wäre es gestern. Ein Déjà-vu in gleich mehrerlei Hinsicht…



Schwarzenberg trat wieder nur zu siebt an. Schon wieder blieb das zweite Brett frei – nur dass es diesmal mich erwischte statt Steffen, der damals pausieren musste. Da müssen wohl wir wieder einmal in Schwarzenberg spielen, dass Jens zu einem Spiel gegen Neikirng kommt!

Bei Ute gab es ein Remis. Zuerst lehnte sie ab, um dann doch noch den sicheren Hafen zu wählen. Da zierte sich Vater Karlheinz länger. Aber auch er willigte später ein, nicht ohne vorher zu betonen: „Etze pass amal auf: Wenn ich blouß für mich gspielt hätt, hätt ich weiter gspielt. Aber ich spiel ja für die Mannschaft.“ Er stellte sich übrigens trotz schwerer Erkältung in den Dienst der Mannschaft. Was für ein Kämpferherz! Matthias‘ Remis kann ich nicht beurteilen, Ute meinte, es wäre „totremis“ gewesen.

Jochen, der auch bei uns einspringen musste, ärgerte sich über die vielen Remis, weil seine Partie schon längere Zeit weg war. Der Verlust war abzusehen. Micha kämpfte einmal mehr eine offensive Schlacht. Seine Partien sind immer frisch nach vorn angelegt. In zwei Dritteln seines Spiels war er auch hier wieder souverän, dann kam es ins Stocken. Als er den Bauern, der bis dahin seine Lebensversicherung war, ziehen musste, war es vorbei. Äußerst geschickt taktierte ihn sein Gegner aus, indem er sich Einbruchsfelder verschaffte.

Claus-Peter hatte wesentlich mehr Raum als sein Gegner. Er konnte den kleinen Vorteil, den er erst hatte, Zug um Zug sukzessive ausbauen, ganz so, wie wir es von ihm kennen. Er hatte bereits zwei Bauern mehr, da zog der Gegner fehl und gab sofort auf. Das Ende war jedoch vorher schon abzusehen. 3,5:3,5 stand es, und Steffen spielte noch. Wisst Ihr noch, wie es im letzten Kampf war? Micha kämpfte beim selben Stand um das Fähnlein. Allerdings winkte Steffen eher der Sieg als die Niederlage. Er gab die Qualität gegen drei Bauern. Das sollte reichen, allerdings nicht in diesem Fall. Ein Bauer ging weg und damit gab Steffen die Partie und den Kampf unentschieden.

Wieder 4:4. Liegen wir den Schwarzenbergern etwa oder liegen uns die Schwarzenberger nicht? Wierum ist’s richtig? Kämpfer, die sich nicht geschont haben, sah man in beiden Mannschaften. Wem es noch nicht bewusst ist: Schwarzenberg kam wieder nur zu siebt.