Bezirksliga spielt verrückt und wir machen mit

Das Telefon kann einen Geistesblitz töten oder auch eine wichtige Entscheidung, die in diesem Moment heranreift.

Cyril Northcote Parkinson

Ein Punkt musste gegen den Tabellenletzen Annaberg-Buchholz her, damit wir auch im Falle von drei Absteigern sicher sind. Doch der Punktkampf begann mit einem Schock in der Morgenstunde. Um 9:30 Uhr, wir hatten uns gerade alle in unsere Partien vertieft, zerriss ein Handy-Wecker die Stille im Turniersaal. Reinhards Handy obwohl ausgeschaltet, wollte nicht , dass der Student zu lange schläft. Mit dem gegnerischen Mannschaftsleiter, auch ein ausgebildeter Schiedsrichter, einigten wir uns, dass die Partie forstgesetzt wird. Nicht alle waren mit dieser Entscheidung einverstanden, sogar die Fairness wurde angezweifelt.

In den Fide-Regeln steht nichts mehr davon, was geschieht, wenn ein Gerät einen Ton verursacht. Sicher ist, dass die Schiedsrichterkommission nicht mehr den automatischen Partieverlust empfiehlt, sich sogar dezidiert dagegen ausspricht. Bei der DSAM in Potsdam klingelte der Wecker eines abwesenden Spielers sogar dreimal und er durfte seine Partie trotzdem fortsetzen.

Zum sportlichen Verlauf der Partien. Claus-Peter erreichte in seiner Spezial-Eröffnung schon fast gewinnbringenden Vorteil, als ihn seine Seuche der letzten Wochen einholte. Eine übersehene Taktik kostete plötzlich eine Figur. Leider war die Partie danach nicht mehr zu halten. Steffen hatte einen Bauern eingebüßt aber mit Schwarz kompromisslos angegriffen, in hochgradiger gegnerischer Zeitnot einigten sich die Gegner auf Remis. Zeitnot war ein Thema in Tonis Partie an Brett eins. Hier waren beide in hochgradiger Zeitnot, aber Toni blieb kühl und holte seinen ersten vollen Punkt zum Ausgleich. Kurz danach setzte Wello seinen Gegner in der Mitte des Brettes matt.

In Burkhards Partie war ein Damen-Springer-Endspiel mit gleichen Bauern entstanden so dass der Remisschluss erwartbar war. Reinhard hat, nach seinem Wecker-Faux-pas, eine blitzsaubere Partie hingelegt. Als Folge eines starken Angriffs sammelte er einige Bauern ein, die dann die Partie entschieden.

Zum Schluss spielten noch Michael an acht und Philipp an sieben. Michaels Gegner lehnte Remis ab und spielte konsequent auf Sieg. Er brach in Micheals Stellung ein und gewann erst einen wichtigen Bauern, dann eine Figur und am Ende die Partie. Zum Glück behielt Philipp die Ruhe und führte seine Partie in den sicheren Remishafen. So steht am Ende ein 4,5:3,5 Erfolg und wir spielen auch nächstes Jahr in dieser starken Bezirksliga, in der jeder jeden schlagen kann. So gewann Neukirchen, gegen die wir mit 6,5:1,5 unseren höchsten Sieg eigefahren hatten, gegen Stollberg, gegen die wir mit 1,5:6,5 sang- und klanglos untergegangen waren. Annaberg-Buchholz verlor zum fünften Mal mit dem knappsten aller Ergebnisse – sehr unglücklich.

Tabelle und Ergebnisse

Einzelergebnisse

Derweil verlor unsere Zweite gegen die Dritte von Wilkau-Haßlau mit 1:7.

Tabelle und Ergebnisse

Einzelergebnisse




Bezirksliga – Noch sind wir nicht sicher

Vielleicht hat der geneigte Leser die Berichte von den Mannschaftskämpfen vermisst, vielleicht hat er auch andere Beiträge zur Stadtmeisterschaft oder Ähnlichem vermisst. Zurecht, sie haben gefehlt.

Ergebnisse im neuen Jahr:

Datum Gegner (Heim/Auswärts) Ergebnis
18.01.2026 Wilkau-Haßlau (A) 4:4
01.02.2026 Stollberg (A) 1,5:6,5
01.03.2025 Neukirchen (A) 6,5:1,5

Die Ergebnisse geben die Achterbahn der Gefühle wider, die wir während der Spiele erleiden mussten.

Gegen Wilkau-Haßlau standen wir kurz vor der Sensation. Beinahe hätten wir gegen den Favoriten gewonnen. Siegen von Reinhard Atze und Frank Weller, standen Niederlagen von Michael Straube und Claus-Peter Franke gegenüber. Die letzte Niederlage besiegelte das Remis, lange hatten wir Hoffnung, dass Claus-Peter die Partie vielleicht Remis halten könnte.

Ersatzgeschwächt mussten wir gegen Stollberg antreten. Toni durfte am ersten Brett gegen GM Thomas Pähtz (sen.) antreten. Er spielte eine gute Partie, verlor dennoch. Wir anderen waren nicht gut aufgelegt. Ein Sieg von Claus-Peter Franke und ein Remis von Ersatzmann Benno Klaus verhinderten die totale Niederlage.

Neukirchen wurde letztes Jahr Zweiter in der 2. Landesklasse und scheiterte knapp am Aufstieg. Gegen uns erwischten sie wohl einen gebrauchten Tag. Ohne Niederlage konnten wir mit 6,5:1,5 gewinnen. Thomas Kolbe siegte als Erster. Weitere Siege steuerten Steffen Pötzsch, Frank Weller, Matthias Schubert und Reinhard Atze bei. Toni Lutz, Claus-Peter Franke und Burkhard Atze hielten ihre Partien Remis.

Wir stehen nun recht sicher im Mittelfeld der Tabelle (Stand). Wir haben auf dem sechsten Rang nur zwei Punkte Rückstand zur Tabellenspitze. Da es aber aufgrund der prekären Situation der sächsischen Mannschaften in den oberen Ligen sein kann, dass es drei Absteiger gibt, sind wir noch nicht gänzlich sicher.

PS: Ich suche Autoren, die Berichte auf der Homepage schreiben.




Caissa und Fortuna müssen Markneukirchnerinnen sein

Nach einem Sieg schreibt es sich leichter und schneller. Noch einmal Asche auf mein Haupt für den verspäteten Bericht zur letzten Runde. Der Chemnitzer SC Aufbau 95 II wird in dieser Saison unter Wert geschlagen. Gegen uns liefen wieder nur vier Stammspieler auf, trotzdem wurde es ein heißer Kampf. Die Zweite spielte gegen Tabellenführer Crimmitschau, es war der letzte Doppelkampftag der Saison.



Die Erste mit der Glücksgöttin im Bunde

Die Spiele konnten pünktlich gestartet werden. Es entwickelten sich interessante Partien. Am ersten Brett wurde Toni Lutz von seinem erfahrenen Gegner in der Eröffnung überrascht und musste nach dem Damentausch in eine unerquickliche Verteidigung eintreten. Steffen Pötzsch überraschte seinen sehr jungen Gegner ebenfalls, der regagierte jedoch cool und es entspann sich ein interessantes Kräftemessen. Frank Weller war mit dem Verlauf seiner Eröffnung eigentlich zufrieden, konnte er doch seiner jungen Gegnerin die Rochade versauen.

Claus-Peter Franke und Burkhard Atze konnten aus der Eröffnung nichts herausholen. An den letzten drei Brettern war es unübersichtlich, dann überschlugen sich die Ereignisse. Claus-Peter zog die Remis-Notbremse, nachdem er zu viel Zeit in der Eröffnung verbrauch hatte. Reinhard gewann zuerst einen Bauern, nur um dann einen Läufer zu verlieren. Matthias‘ Gegner platzierte einen Läuferspieß gegen Turm und Dame. Ich gab keinen Pfifferling mehr auf unsere Chancen.

War es die Schoki, die heute ich verteilen musste, da Ute verhindert war, oder waren andere Mächte im Spiel. Plötzlich hatte Matthias gewonnen. Mit einem sehenswerten Gegenangriff konnte er den gegnerischen König zur Strecke bringen. Dann musste Toni die Niederlage quittieren. Wichtig ist hier, die richtigen Lehren zu ziehen. Frank war plötzlich in einer sehr gedrückten Stellung gelandet, während Reinhard, auf einen Freibauern pochend, wieder Morgenluft witterte. Steffen hatte einen Mehrbauern erkombiniert. Zartes Rosa leuchtete plötzlich wieder am Horizont.

Reinhard konnte seinen Freibauern mit Figurengewinn umwandeln und brauchte ein Bauernendspiel mit zwei Mehrbauern nach hause. Frank konnte sein Turnmendspiel mit Minusbauern leider nicht halten. Steffens Mehrbauer war im Enspiel mit ungleichfarbigen Läufern wertlos – remis. Damit stand es 3:3, nur Michael Straube und Burkhard Atze spielten noch.

Michael und sein Gegner boten sich wechselseitig Remis ohne jeweils anzunehmen. Burkhard hatte keine Ideen mehr und bot Remis, mit einer Abwicklung in eine theoretischen Remisstellung. Plötzlich griff Michas Gegner fehl und Micha holte überraschend den ganzen Punkt. Burkhard ließ nichts mehr anbrennen und steuerte die Partie in den sicheren Remishafen.

Damit haben wir nach vier Spielen fünf Punkte und Chemnitz muss weiter gegen den Abstieg spielen. Hoffentlich haben wir unser Glück nicht aufgebraucht, die schweren Brocken kommen noch.

Tabelle; Einzelergebnisse

Dem Tabellenführer einen Punkt gemaust

Crimmitschau kam leider nur zu siebt nach Markneukirchen. Rolf Steinhaus konnte wieder schlafen gehen. Erstmals spielte Clara Fleck in der Mannschaft mit. Ihr Gegner hatte auf dem Papier über 400 Punkte mehr aufzuweisen. So kam sein Erfolg folgerichtig. Wir werden die Partie analysieren und die richtigen Lehren für die Bezirksmeisterschaft ziehen. Auch der Gegner von Nils Adler hatte einen großen Vorsprung in der Papierform, der eroberte eine Qualität und gewann dann auch die Partie. Benno Klaus stellte den Gleichstand wieder her, natürlich mit seiner geliebten La2-Variante.

Lennard Schauer hat der 2. Platz bei der Kreismeisterschaft einen großen Schub gegeben. Er spielte eine blitzsaubere Partie gegen einen stärker eingeschatzten Gegner und gewann. Vorteil Markneukirchen. Thomas Kolbe wäre eigentlich mit Remis zufrieden gewesen, der Gegner lehnte ab und machte einen Fehler. Schön für uns 4:2. Leider verlor kurz darauf Falk Sandner, der Gegner hatte einfach zu viele Bauern eingesammelt.

Als Letzter spielte Karl-Heinz Vogel in der Partie ältester Markneukirchner gegen jüngster Crimmitschauer. Mehrfach hatte Karl-Heinz remis geboten, aber der Gegner durfte ob des Mannschaftsergebnisses nicht annehmen. Leider stellte Karl-Heinz dann eine Figur ein und die Partie war verloren. Somit endete der Mannschaftskampf unentschieden 4:4 ohne ein einziges Remis.

Tabelle; Einzelergebnisse




Niederlage tut immer noch weh, Zweite lindert den Schmerz

Nun ist es schon fast drei Wochen her, die Niederlage gegen Glauchau tat so weh, dass ich biss jetzt nichts schreiben konnte. Zum Glück hat die Zweite in Treuen beide Punkte entführt, das macht das Gefühl im Verein erträglich. Am kommenden Samstag ist das letzte Spiel in diesem Jahr nocheinmal ein Doppelheimspiel, das letzte in dieser Saison. Doch zuvor wollen wir uns ehrlich machen.



Gegen Glauchau war unsere Landesklassenbilanz ausgeglichen. Vor über fünzehn Jahren gewannen wir einmal und einmal setzte es eine Niederlage. Leider konnte ich im Netz die Ergebnisse nicht rekonstruieren. Diesmal fand der Wettkampf im Bahnhof Glauchau statt. Das Spiellokal fanden wir auch nach einer kurzen von Google-Maps angerichteten Odyssee.

Der Mannschaftskampf startete äußerst ungünstig für uns. Mannschaftsleiter Steffen Pötzsch spielte in der Eröffnung zu unaufmerksam und wurde schon sehr früh Opfer einer klassischen Läuferopfers auf h7. Vielleicht hätte er noch etwas Gegenwehr leisten können, die Glauchauer waren jedenfalls überrascht von der frühen Aufgabe (Spielbericht auf der Glauchauer Seite). Kurze Zeit später bot Burkhard Atze seinem Gegner Remis, nachdem die Eröffnung völlig verflacht war. Sicher auch eine fragliche Entscheidung bei dem kritischen Mannschaftskampf.

Toni Lutz wurde von seinem Gegner mit einem seltenen Gambit angesprungen und stand die ganze Zeit unter Druck. Sein Gegner verbrauchte aber viel Zeit, um den Angriff am Laufen zu halten. Schließlich willigte er mit kanpper Zeit in das Remis ein. Ein schöner Erfolg für Toni, sein erster halber Punkt am Spitzenbrett in der neuen Bezirksliga. Leider ließ sich Reinhard Atze von seinem jungen Gegner die Dame einsperren und verlor. Damit verließ der Berichterstatter den Ort der Schande und kann das dramatische Ende nur rekonstruieren.

Matthias Schubert musste als nächster die Waffen strecken, er kam nicht richtig in die Partie herein. Damit stand es 4:1 für den Gegner – die Quittierung der Niederlage nur eine Formsache. Weit gefehlt! Glauchau musst noch um den sicher geglaubten Sieg zittern. Philipp Gütter und Claus-Peter Franke gewannen ihre Partien mehr oder weniger glücklich, auch begünstigt durch gegnerische Zeitnot. So dass alles auf die letzte Partie an. Fank Weller kämpfte wie immer vorbildlich und nach der Partie zeigte der Computer auch, wie er den ganzen Punkt holen konnte. Leider fand er die Möglichkeit nicht und der Glauchauer rettete mit dem Unentschieden den knappen Mannschaftssieg.

Stand Bezirksliga; Einzelergebnisse

Am Sonntag spielen wir daheim gegen die Zweite des CSC Aufbau. Dieser Kampf wird richtungsweisend.

Die Zweite als Seelentröster

Gegen Treuen mussten wir leider das erste Brett freilassen. Eine Entschuldigung und liebe Grüße gehen raus an Uli Rehm. Eine Krankheitsmisere sorgte dafür, dass in der Mannschaft, die zur Nachwuchsförderung am Spielbetrieb teilnimmt, kein einziger Nachwuchsspieler aufgestellt werden konnte.

Ute Sadewasser konnte als Mannschaftsleiterin am zweiten Brett gegen den alten Recken Dietmar Dietzsch remis halten. Michael Straube, Falk Sandner, Benno Klaus und Frank Dreier besiegten ihre von der Papierfom unterlegenen Gegner, während Karlheinz Vogel und Rolf Steinhaus mit Remisen den 5,5:2,5 Enstand herstellten.

Stand 2. Bezirksklasse; Einzelergebnisse

Am Sonntag kommt Tabellenführer Chrimmitschau zu Gast, wie bieten wieder drei Nachwuchsspieler auf.




Zweimal 5:3 gewonnen – Ein fast perfektes Schachwochenende

Am vergangenen Sonntag hatten beide Mannschaften Heimspiel. Ein kleine logistische Herausforderung waren neben der Zeitumstellung die verschiedenen Anfangszeiten. Die Zweite begann normal um 9:00 Uhr gegen die zweite Waldkirchener Vertretung, während die Gäste der Ersten aus Blumenau trotz Zeitumstellung um einen Beginn um 10:00 Uhr baten. Beide Kämpfe wurden mit 5:3 gewonnen, was die Bilanz der jungen Saison versöhnlicher aussehen lässt.



Starkes Unterhaus beschert Sieg gegen den Spitzenreiter

Als ich kurz vor 10:00 Uhr das Spiellokal erreichte war ich froh, dass noch alle Spiele der zweiten Mannschaft liefen. Auch die Blumenauer Schachfreunde waren schon da. So wurde kurz vor dem Glaskasten eröffnet und dann begannen die Spiele.

Der Aufsteiger aus Blumenau kam als Tabellenführer nach Markneukirchen. Sie besiegten in der ersten Runde Wilkau-Hasslau, ein Kuststück, welches uns im letzten Jahr nicht gelungen ist. Aber Blumenau hat offensichtlich ein kleines Problem mit Auswärtsspielen, sie reisten nur mit vier Stammspielern an. Im Vorbericht auf ihrer Webseite hofft der Autor auf ein 4:4. Ich finde, man sollte sich höhere Ziele setzen, wenn man erfolgreich sein möchte.

Blumenau war an den ersten beiden Brettern klar favorisiert. Toni Lutz musste gegen Felix Bräuer antreten, ein Gegner, der 300 Punkte mehr aufzuweisen hat. Steffens Gegner hatte noch 100 Punkte „Übergewicht“.
Frank war seinem Gegner ebenbürtig, die sieben Minuspunkte drücken wir in den Skat. Claus-Peter Franke stellt das Gleichgewicht wieder etwas her, konnte er doch 220 Punkte mehr auf die DWZ-Waage werfen.

Alles in allem war das Oberhaus also unterlegen, da muss es eben wie so oft das Unterhaus richten. Burkhards Gegner war 23 Punkte stärker eingeschätz, Matthias‘ Gegner 63 Punkte schwächer, Reinhards symbolische 18 Punkte schwächer und Philipps Gegner 52 Punkte schwächer. Also doch Unentschieden? Eine alte Markneukirchner Schachweisheit sollte sich erfüllen:

Oben muss irgendwo ein Punkt geholt werden oder ein halber – unten gewinnen wir alles.

Spielplan aus Mannschaftskämpfen gegen Werdau, Planitz oder Zwickau vor 20 Jahren

Es ging nicht besonders gut los. Toni kam irgendwie mit der Eröffnung seines Gegners schlecht zurecht und Claus-Peter musste sich früh in ein Remis fügen (Allerdings ein halber Punkt im Oberhaus). Auch Steffen stand nach optimistischen Beginn zunehmend gedrückter und bei Frank kannte sich kein Kiebitz mehr aus – ich sage nur Springer auf a8.

Auch im Unterhaus kamen einige Remisgebote der Erzgebirger, die aber von unserer Seite abgelehnt wurden. Ich war mit meiner Partie sehr beschäftigt, so dass ich nicht mitbekam wie sich die Partien entwickelt haben. Mein Gegner fraß jedenfalls einen vergifteten Bauern, so dass ich eine Figur gewinnen konnte. Er spielte aber aktiv weiter und ich musst aufpassen, den Vorteil nicht wieder einzustellen. Auf Reinhards Brett tobte eine offene Feldschlacht, mit dezenter Grundreihenschwäche, die mich den Atem anhalten lies. Aber Reinhard konnte sich durchsetzen und auchPhilipp gewann eine, seiner Meinung nach runde Partie. Warum Matthias Gegner mit Minusturm so lange weiterspielte, wird sein Geheimnis bleiben.

Sowohl Toni als auch Steffen waren zu passiver Verteidigung verdammt, die leider jeweils zusammen brach. Frank entschied sich mit einem Dauerschach den Mannschaftspunkt zu sichern. So blieb es mir überlassen mit einem Sie den Mannschaftstriumpf sicherzustellen.

Einzelergebnisse

Mit dem 5:3 Sieg liegen wir punktgleich mit drei Mannschaften auf dem geteilten zweiten Platz. Im nächsten Spiel geht es an Glauchau, die nach Papierform klarer Favorit sind, aber erst einen Mannschaftspunkt aufweisen können.

Tabelle

Wiedergutmachung des Anfangchaos

Nach der Niederlage in der ersten Runde schäumte Mannschaftsleiterin Ute Sadewasser vor Wut. Unklarheiten und Verspätungen führten zu einem vermeidbaren kampflosen Punkt für den Gegner. Inzwischen hat sie ihre Jungs wohl richtig im Griff. Anwesenheit, Aufbau, Spiel, alles klappte tadellos.

Auch unsere Austellung konnte sich sehen lassen. Thomas Kolbe remisierte am ersten Brett gegen Altmeister Rainerr Mothes, Ute erreichte dasselbe Ergebnis gegen Eric Bursian. Michael Straub gewann am 3. Brett eine schöne Partie, genau so wie El Präsidente Benno am 5. und Youngster Nils am 8. Brett. Leider verlor Rolf seine Partie, obwohl ein zwangsläufiges Remis durch Dauerschach möglich war. Alle anderen remisierten. Damis gelang ein Sprung auf den vierten Tabellenplatz.

Einzelergebnisse

Tabelle




Ein Unentschieden, das sich wie eine Niederlage anfühlt

Mit großer Mühe bekamen wir am Donnerstag die Mannschaft voll. Zu siebt fuhren wir von Markneukirchen nach Lengefeld im Erzgebirge, Michael Straube sollte dort zu uns stoßen. In Lengenfeld angekommen stellten wir fest, dass zwei von uns – Toni Lutz und Frank Weller – nur mitgekommen waren, damit der kapflose Punkt nach Markneukirchen geht. Wir verstehen, dass man bei Besetzungsproblemen die Weißbretter eins und drei freilässt, man muss aber nicht die Gegner die weite Fahrt auf sich nehmen lassen.

Somit führten wir defacto ab Spielbeginn mit 2:0. Als Erster beendete Matthias Schubert seine Partie mit einem Remis. Dann gewann Claus-Peter Franke gegen seinen wesentlich schlechter gesetzten Gegner. Leider lief es an den anderen Brettern nicht so gut. Burkhard Atze übersah in einer langen Variante eine Ressource des Gegners und verlor schon nach 20 Zügen. Michael Straube sicherte mit seinem Remis wenigstens den Mannschaftspunkt. Steffen Pötzsch musste die Qualität geben um nicht schnell zu verlieren. Als der Gegner die Qualität zurückgab, war das Damenendspiel verloren. Reinhard kämpft noch als Letzter. Er hatte zwei Figuren gegen Turm und Bauern gegeben um mit einem Bauern durchzukommen. Leider gelang es dem Gegner doch diesen aufzuhalten und so war auch diese Niederlage besiegelt.

Wir gratulieren Lengenfeld zu einem in Unterzahl tapfer erkämpften Punkt, bitten aber auch in Zukunft an die Gegner zu denken, die ihren Sonntag fürs Schach spielen opfern und nicht für das Rumsitzen. Wir sind doch alle SchachFREUNDE.




Saison beendet – ein kleiner Rückblick

Überraschung in der Landesklasse – trotzdem geht es zurück in den Bezirk

Schon bei Beginn der Saison war klar, man kann nur als Aufsteiger auf Landesebene weiterspielen. Die zweite Bezirksklasse Staffel C wird zur neuen eingleisigen Bezirksliga Chemnitz, die bisherigen beiden Bezirksligastaffeln zur neuen zweigleisigen ersten Bezirksklasse und die Bezirksklasse wird zur neuen dreigleisigen zweiten Bezirksklasse. Unser Ziel war klar möglichst in der oberen Hälfte landen um uns für die neue Bezirksliga Chemnitz zu qualifizieren.

Es begann mit einer knappen Niederlage gegen den Zweiten des Vorjahres Wilkau-Haßlau. Wenn wir auch verloren, sahen wir doch, dass wir in dieser Klasse mithalten können und nicht als Punktelieferant gekommen sind (Bericht). Danach begann ein erstaunlicher Siegeslauf. Nacheinander wurden nun Annaberg (Bericht), Hainichen (Bericht – der höchste Sieg in der ganzen Liga), Plauen (ohne Bericht) und Frankenberg (Bericht) bezwungen. Plötzlich hatten wir den ersten Tabellenplatz ergattert.

Danach folgte eine knappe, durchaus unglückliche Niederlage im Spitzenspiel gegen Lengefeld (Bericht). Freiberg (Bericht) wusch scharf nach und brachte uns die dritte Saison-Niederlage bei. Im Spiel gegen Chrimmitschau musste sich entscheiden, ob wir unser Saisonziel erreichen können oder nicht. Wir konnten glücklich 4,5:3,5 gewinnen (Bericht). Damit waren wir nicht mehr aus der ersten Tabellenhälfte zu vertreiben.

Zum Muttertag gab es ein Remis mit sechs Mann und einer Frau gegen den Tabellenersten und nun auch Austeiger in die neue Landesklasse Reichenbach (ohne Bericht).

Zur Einzelkritik der Spieler:

Claus Peter Franke

Unser langjähriges Brett 1 und bei weitem bester und erfahrenster Spieler hatte am ersten Brett einen schweren Stand. Drei Niederlagen gegen Spieler mit über 2000 Punkten steht ein Sieg gegenüber der Rest der Partien endete Remis. Wie immer war er ein wichtiger Halt der Mannschaft, der immer lange kämpfte.

Steffen Pötzsch

Der Mannschaftsleiter erspielte am zweiten Brett mit 4 Siegen, 2 Niederlagen und 3 Remis gegen stärkste Gegnerschaft ein grandioses Ergebnis. Er wird sich über einen deutlichen Wertzahlzuwachs freuen können.

Frank Weller

Frank muss in einen Zaubertrank gefallen sein. Er ist mit 5 Siegen einer Niederlage und 3 Remis sogar zweitbester Punktesammler der Liga (hinter Altmeister Andreas Götz). Auch Frank wird deutlich in der Zahl steigen.

Matthias Schubert

Auch Matthias erreichte mit 4,5:3,5 ein positives Ergebnis. Der Gegnerschnitt liegt auch deutlich über seiner DWZ. Matthias war ein wichtiger Garant unseres Ergebnisses.

Toni Lutz

Unser „Küken“ startete stark mit drei Punkten aus drei Runden in die Saison. Danach musste er etwas Lehrgeld zahlen. Aber mit 4,5:4,5 steht ein respektables Etgebniss am Ende.

Michael Straube

Trotz großer beruflicher Belastungen konnte Michael 3,5 Punkte aus sechs Partien beisteuern.

Philipp Gütter

Unser Mann aus dem Erzgebirge erreichte bei 5 Spielen 50% der Punkte. Seine Einsätze sind für uns sehr wichtig, weil unsere Spielerdecke doch recht dünn ist

Reinhard Atze

Trotz Abitur konnte Reinhard 4 Punkte aus 6 Partien beisteuern. Hoffentlich bleibt er uns im nächsten Jahr erhalten.

Die Ersatzspieler

Aus der Riege der Ersatzspieler ragt Ute Sadewasser hervor, in vier Einsätzen verlor sie nicht ein einziges Mal und konnte drei Punkte einsammeln. Burkhard Atze und Thomas Kolbe kamen bei drei bzw. zwei Einätzen jeweils auf 50%.




Markneukirchen gewinnt Krimi gegen Crimmitschau

Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett.

Frank Weller, wenn er seine Enkelin ins Bett bringt

Mit einem wichtigen Sieg konnte die erste Vertretung des SV Markneukirchen den fünften Platz absichern. Egal wie die Spiele in der nächsten Runde ausgehen, wir landen als Aufsteiger in der ersten Tabellenhälfte. Das hätten wir uns vor der Saison sicher nicht träumen lassen.

Doch der Reihe nach. Crimmitschau unser langjähriger Konkurrent in der Bezirksliga ist in dieser Saison arg geschwächt. Ihr designiertes Spitzenbrett folgte der Liebe in den Westen, während das alte Spitzenbrett nun in Mecklenburg ans Brett geht. Pünktlich um neun Uhr konnte der Kampf gestartet werden.

Steffen Pötzsch packte das Mittelgambit aus und sein Gegner spielte vielleicht etwas zu schnell. Die Partie entschied sich um den 10. Zug herum. Steffen traf eine falsche Entscheidung und sein Gegner revanchierte sich mit einem richtigen Fehler, der dann von Steffen konsequent ausgenutzt wurde.

Kurze Zeit später verlor der Gegner von Claus-Peter Franke in einem Abtausch die Übersicht und eine Figur, was ihn zur Aufgabe bewegte.

Michael Straube hatte zwei Bauern für eine Figur, was sich als zuwenig heraustellte. Als er seinem Gegner gratulierte, stellte Reinhards Gegner eine Figur hin und streckte sofort die Waffen. Kurze Zeit spätzer gab sich auch Burkhards junger Gegner geschlagen. Vielleicht ein wenig zu früh, aber der Computer hatte in der Stellung auch keine Lust mehr. Wir führten 4:1 doch jetzt begann das Zittern.

Toni Lutz hatte seinen Gegner im Griff, als er übersah, dass sein Turm hing.

Matthias Schubert hatte geraume Zeit schon zwei Bauern weniger. Die Neikirnger Kiebitze hofften auf die ungleichfarbigen Läufer. Aber sein Ggenger ließt nichts anbrennen und führte den Vorteil souverän zum Sieg.

Nun lagen alle Hoffnungen auf Frank Weller, der zwar einen Bauer weniger hatte, aber über die aktiveren Figuren verfügte. Nach einem Damentausch gewann er den Bauern zurück. Das entstehende Springerendspiel mit gleichen Bauern war für die Crimmitschauer Nachwuchshoffnung nicht mehr zu gewinnen. Damit gewinnen wir 4,5:3,5 und können nun nicht mehr aus der oberen Tabellenhälfte vetrieben werden.

Einzelergebnisse | Spieltag und Tabelle

Die zweite Mannschaft unterliegt ersatzgeschwächt mit nur drei Stammspielern in Adorf beim Tabellendritten. Lennard Schauer gewinnt, während Tristan Arzt und Frank Dreier ein Remis beisteuern können.

Einzelergebnisse | Spieltag und Tabelle




Erst hatten sie kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu

OK, Ihr Faulpelze, raus aus den Federn! […] Denn heute ist Murmeltiertag.

Und täglich grüßt das Murmeltier (Film 1993)

Wie in diesem Film müssen sich die beiden Markneukirchner Mannschaften gefühlt haben. Beide verloren wie am vergangenen Spieltag mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse 3,5:4,5. Während bei der ersten Mannschaft klar war, das es ein schwerer Auswärtskampf wird, konnte von der zweiten Mannschaft durchau mehr erwartet werden.

Schwerer Auswärtskampf – knapp verloren

Freiberg war uns nach Papierform klar überlegen. Einen Spieler mit 2000+, zwei Spieler mit 1900+ und weitere drei mit 1800+ konnten sie an die Bretter bringen. In sieben Paarungen waren wir die Außenseiter. Trotzdem konnten wir das Oberhaus für uns entscheiden. Matthias Schubert und Frank Weller bezwangen ihre höher engeschätzten Gegner. Claus-Peter Franke konnte das Spitzenbrett neutralisieren und nur Mannschaftsleiter Steffen Pötzsch musste die Waffen strecken.

Leider sah es im Unterhaus etwas schlechter aus. Toni Lutz‘ Gegner gab Dauerschach, vielleicht war für Toni in der Abwicklung voerher mehr drin. Trotzdem ein starkes Ergebnis gegen einen fast 200 Punkte stärkeren Gegner. Ute Sadewasser war als einzige Favoritin in ihrer Begegnung. Während der Partie stellten Außenstehende fest, dass die Uhr aus war. Offensichtlich hatten die Batterien den Geist aufgegeben. Bei den Silver-Uhren die Zeit adäquat einzustellen stellte sich vorerst als Problem heraus. In der Aufregung einigten sich die beiden Kontrahenten Remis. Es sah nicht so aus, als ob die Stellung mehr ergeben hätte.

Burkhard Atze hatte es mit dem Edel-Reservisten mit 1900+ zu tun, der die Eröffnungsbehandlung von Burkhard bestrafte. Er ließ kein Gegenspiel zu und gewann am Ende mit sehenswerten Dame-Manövern eine Figur, die Burkhard in der Hoffnung auf ein Dauerschach als „greek Gift“ angeboten hatte. Tapfer kämpfte Philipp Gütter. Er gewann eine Qualität, doch der Gegner erhielt zwei starke Freibauern dafür, die dann die Partie entschieden.

Einzelergebnisse

Tabelle

Heimspiel leider verloren

Die Ausgangslage bei der Zweiten war etwas anders. Die Ausfälle von Burkhard Atze und Ute Sadewasser, die in der Ersten aushalfen konnten durch Thomas Kolbe und Falk Sandner adäquat ersetzt werden. An vielen Brettern waren wir nach der Papierform die Favoriten. Wie die Kämpfe entschieden wurden kann ich leider nicht im einzelnen wiedergeben. Auch hier gewannen wir das Oberhaus. Thomas Kolbe, Karl-Heinz Vogel und Falk Sandner remisierten, während Benno Klaus gewinnen konnte.

Im Unterhaus konnte nur Tristan Arzt seine Partie gewinnen. Rolf Steinhaus und Nils Adler verloren gegen Gegner, die noch keine DWZ haben und damit schwer einzuschätzen sind. Frank Dreiers Gegner spielt schon die ganze Saison viel stärker, als es seine Zahl aussagt.

Einzelergebnisse

Tabelle




Bezirksklasse U16 – eine Nachlese

Eigentlich wollten wir in der Bezirksklasse gar nicht antreten. Im Vorjahr waren wir knapp an der Qualifikation für die Endrunde zur Sachsenmeisterschaft U14 gescheitert und nun sollten wir auf der untersten Ebene U16 wieder anfangen? Letztlich wurde argumentiert, dass auch andere starke Mannschaften dort spielen und wir entschieden uns für eine Teilnahme.

Bericht

Wie sieht das Fazit nach der Saison aus? Toni, Tristan, Lennard und Nils erreichten jeweils eine 100%-Peformance, was nicht für eine hochklassige Konkurrenz spricht. Einzig fordernd war der abschließende, sportlich wertlose Kampf gegen Wilkau Hasslau, die uns nach der Papierform überlegen waren.

Somit erreichten die Markneukirchner Spieler in der Auswertung ein großes DWZ-Plus.

  • Eric Scheffler holte einen halben Punkt aus drei Partien und freut sich über einer Erst-DWZ von 784
  • Nils Adler gewann bei zwei Einsetzen alle Spiele und gewinnt 77 Punkte dazu
  • Lennard Schauer holt fünf Punkte aus fünf Runden und gewinnt 108 Punkte dazu
  • Tristan Arzt kommt auch auf fünf Punkte aus fünf Einsätzen er gewinnt sogar 165 Punkte dazu
  • Toni Lutz wurde drei Mal eingesetzt und gewann drei Mal. Durch einen Fehler in der Auswertung gewinnt er vorerst 43 Punkte. Das wird sicher korrigiert aber nach dem BEM-Ergebnis wird er stabil in die Spitzengruppe des Vereins einziehen.

Tristan schaffte bei den U16-Ligen im Bezirk Chemnitz den größten DWZ-Zuwachs von allen 78 eingesetzten Spielern, Lennard hat den zweithöchsten Zuwachs.

DWZ-Liste SV Markneukirchen