Toni Lutz wird mit Aue Sachsenmannschaftsmeister u14
In der letzten Saison waren viele Schachfreunde irritiert. Toni Lutz spielt bei Nickelhütte Aue? Ja aber nur in der u14-Mannschaft. Als Gastspieler spielte er weiterhin bei uns in Markneukirchen das erste Brett. Vor zwei Wochen hat sich diese Rochade ausgezahlt. Toni gewann mit der seinen Mannschaftskameraden Erik Dotschuweit, Julius Finck und Lene Marie Lange den Sachsenmeistertitel.
Der Weg begann bei der Bezirksmannschaftsmeisterschaft in Chemnitz. Toni konnte mit einem 100%-Ergebnis glänzen, allerdings war die Konkurrenz an Brett 1 schwächer als erwartet. Die Mannschaft erreichte überraschend nur den zweiten Platz, da ein Spieler während des Turniers krankheitsbedingt ausfiel und nicht ersetzt werden konnte.
Damit war die Mannschaft für die Vorrunde zur Sachsenmannschaftsmeisterschaft in Leipzig qualifiziert. Hier trat die Mannschaft aus Görlitz nicht an. Aue setzte sich mit zwei Siegen über die beiden Leipziger Mannschaften durch und nahm somit schon einen Sieg mit in die Endrunde.
In der Endrunde musste Aue sich dreier Dresdener Mannschaften erwehren. Da diese nicht in bester Formation aufliefen, gelang der Clou und Aue holte den Sachsenmeistertitel und darf zwischen Weihnachten und Silvester um den Deutschen Meistertitel kämpfen.
Foto: Nora Eger (Jugendschach Sachsen) v.l.n.r. Toni Lutz, Erik Dotschuweit, Julius Fink und Lene Marie Lange
Drücken wir der Mannschaft die Daumen, dass sie bei der Deutschen Meisterschaft ein gutes Wort mitreden kann.
Lennard und Burkhard in Schweinfurt
Vom vierten bis siebten Juni nahmen Lennard Schauer und Burkhard Atze in Schweinfurt am dortigen 34. Schweinfurt Open teil. Für Burkhard lag das Turnier ideal in den bayerischen Pfingstferien, Lennard benötigte zwei Tage Schulbefreiung. In der Startrangliste lag Burkhard auf Rang 32 und Lennard auf Platz 71 von 80 Teilnehmern. Auf der Hinfahrt setzten wir uns ehrgeizige Ziele. In sieben Runden wollte Burkhard vier Punkte erreichen und Lennard peilte als Ziel drei Punkte an.
Wir reisten schon am Mittwoch an, damit wir am Donnerstag ausgeruht an Brett gehen konnten. Nachdem wir das Hotel bezogen hatten, gingen wir zum Spiellokal, damit wir den Weg schon einmal kannten. Dabei hatten wir bei schönem Wetter eine tolle Aussicht auf den Main, das schöne Rathaus, den Marktplatz und konnten auch schon einmal die Spielräume besichtigen. Am Stadtstrand ließen wir den Tag ausklingen.
HotelDer MainRathausEingang zum SpiellokalFriedrich Rückert
Am Donnerstag war in Bayern Feiertag, um zehn Uhr startete die erste Runde. Die Auslosungsfee platzierte uns nebeneinander. Wir konnten sogar die Bretter tauschen, damit ich als Linkshänder mehr Platz zum Aufschreiben hatte. Ich konnte gegen meinen jungen Gegner einfach gewinnen, während Lennard nach langem Kampf gegen seinen starken Gegner die Waffen strecken musste. Nach einem Mittagessen im Keller des Rathauses, der von einem Italiener bewirtschaftet wird, spielten wir die zweite Runde. Ich geriet mit Weiß in eine schwierige Stellung und hatte Glück, das mein Gegner mit zwei aufeinanderfolgenden Fehlern die Partie einstellte.
Lennard spielte wieder munter mit, musste dann aber wieder die Überlegenheit des Gegners anerkennen. Am Freitag nahmen einige Spieler ein sogenanntes „bye“, um am Vormittag zu arbeiten. Leidtragender war Lennard, er wartete an seinem Brett auf seinen Gegner, der war aber an einem anderen Brett platziert worden, damit ein Spielraum aufgelöst werden konnte. So musste Lennard dann mit 10 Minuten weniger, gegen einen jungen Gegner antreten, der ihn auch noch mit einer scharfen Eröffnung überraschte. Lennard kämpfte noch, verlor danach jedoch zum dritten Mal in Folge. Burkhard hatte es nun mit Rang 6 der Setzliste zu tun. In der Partie ergab sich eine große Chance, doch leider schlug ich mit dem Bauern in die falsche Richtung. Zum Glück bot ich rechtzeitig Remis, obwohl ich die Dame gegen Figur und Turm bekommen hatte. Der Computer schätzt die Endstellung ausgeglichen ein.
Zum Mittag aßen wir auf dem Markt ganz zünftig Schäufele. In der Nachmittagsrunde musste Burkhard die Überlegenheit der Nummer 4 der Startrangliste anerkennen, während Lennard seinen ersten Sieg einsammeln konnte. Am Abend bereitete sich Burkhard auf die erwartete Aljechinverteidigung am nächsten Tag vor. Doch der Gegner tat ihm nicht den Gefallen. In einer Sizilianisch-Nebenvariante verbrauchte Burkhard viel Zeit, patzte in Zeitnot, kämpfte und verlor dann nach 70 Zügen. Lennard konnte wieder gewinnen. Am Nachmittag verlor Lennard wieder und Burkhard konnte nach hartem Kampf ein Remis mit Schwarz sichern.
Edwin FischerFreundliche BewirtungLennard in die Partie vertieftSpielsaalTurnierleiter
Am letzten Tag hätten wir beide mit einem Sieg unser Ziel noch erreichen können. Aber Lennard musste gegen das Königgambit antreten, in der entscheidenden Phase verpasste er das Dauerschach und verlor. Burkhard hatte sein Pulver verschossen. Sein junger Gegner spielte eine Variante, die er nicht kannte. Er reagierte unkonventionell, was seinen Gegner zu einem Fehler verleitete. In der Erkenntnis, dass etwas falsch gelaufen war, bot der junge Mann remis. Burkhard hatte keine Energie mehr zu kämpfen und nahm an, obwohl er eine vorteilhafte Stellung hatte.
Was bleibt? Es war ein schönes Turnier in einer schönen Stadt. Die Turnierleitung, die Veranstalter erzeugten eine tolle Turnieratmosphäre. Die Verpflegung war hervorragend und auch das Wetter spielte mit. Burkhard kann mit seinem Ergebnis zufrieden sein. Er landet zwar nur auf Platz 35, gewinnt aber sowohl DWZ- als auch ELO-Punkte dazu. Lennard wird am Ende 70. und verliert ein paar Punkte, wird aber eine ELO-Zahl erhalten. Wichtiger sind hier die Erfahrung ein solches Turnier zu spielen.
Am Wochenende fanden in Falkenstein, in der vogtländischen Schachwüste, die Vogtlandspiele statt. Der SV Markneukirchen nahm in der AK U12 mit drei Spielerinnen teil. Clara Fleck spielte bei den Mädchen in der AK u12w und Omar Almansour sowie Max Loose spielten in der AK u12.
Clara besiegt alle
Clara spielte ein herausragendes Turnier. Schon am Samstag hatte sie die schärfste Konkurrentin Alishah Ali vom SK König Plauen in einer sehenswerten Partie geschlagen und damit einen Punkt Abstand zwischen sich und das Feld gebracht. Heute folgten zwei Sieg gegen die Plauener Königinnen Helene Rahn und Hoang Oanh Phung. Damit wurde sie ungeschlagen Siegerin der diesjährigen Vogtlandspiele und kann sich neben ihrem ersten Turniersieg auch über einen erklecklichen Wertzahlzuwachs freuen.
Max und Omar bei ihrem ersten Turnier mit normaler Bedenkzeit
Max und Omar sind noch keine Vereinsmitglieder, wollen es nach diesem Turnier aber werden. Am Samstag musste Max noch viel Lehrgeld zahlen. Zwei Niederlagen und ein kampfloser Punkt standen am Ende auf dem Scoreboard. Erfolgreicher lief es für Omar, der zweimal gewinnen konnte und sich nur dem letztendlichen Sieger beugen musste. Verkehrte Welt dann am heutigen Sonntag, Omar musste über zwei Niederlagen quittieren, während Max mit guter Zeiteinteilung zwei Siege einfahren konnte.
Damit wird Max hervorragender Fünfter, während sich Omar etwas ärgern wird, dass es letztendlich nur zum neunten Platz reichte.
Trainer Burkhard Atze wird Zweiter bei seinem ersten Seniorenturnier
Am Sonntag spielten die Senioren ü50 im Schnellschach ihren Sieger der Vogtlandspiele aus. Burkhard Atze konnte glücklich mit drei Siegen aus fünf Runden und der besten Zweitwertung den zweiten Platz belegen.
v.l.n.r. Hermann Fenderl, Rolf Wieland, Ulrich Rehm, Burkhard Atze und Klaus Frenzel
Toni Lutz rockt das Clara-Wieck-Open in Zwickau
Toni Lutz nahm an diesem Wochenende am 2. Clara-Wieck-Open in Zwickau teil. Nachdem im letzten Jahr nur nach DWZ ausgewertet wurde, stand in diesem Jahr auch eine Elo-Wertung auf dem Programm. Toni war an Platz 28 von 75 Teilnehmern gesetzt. Vor ihm sind einige auch bei uns bekannte Schachfreude in der Startliste Bernd Hiemer (Zwickauer SC vormals Waldkirchen und Wilkau), Frank Birkner (Zwickauer SC), die Anne Czäczine mit ihren Töchtern Paula und Laura (CSC Aufbau), die dieses Jahr Erfahrungen in der Frauenbundesliga sammeln konnten, Frank Spitzbarth (Wilkau), Oliver Seidel (Reichenbach), Jens Horn (Chrimmitschau), der beim Osterblitz so groß aufgetrumpft hat und Andre Manthey (Waldkirchen).
Turnierverlauf
In der ersten Runde bekam Toni einen Reichenbacher Nachwuchsspieler zugelost. Mutig entschied der sich, eine Figur gegen drei Bauern zu geben. Aber Toni zeigt ihm, dass seine aktiven Figuren im Mittelspiel mehr wert waren. In der zweiten Runde wurde Toni gegen den Vorjahressieger gelost. Der zeigte ihm, unter anderen mit zwei brillanten Zügen, dass im Training noch etwas zu tun ist. Nach einem Sieg gegen ein Wilkauer Talent musste Toni in der vierten Runde gegen Frank Birkner antreten. Frank ist uns noch bekannt aus alten Bezirksligazeiten, er spielte lange Jahre bei Planitz und später beim Zwickauer SC das erste Brett. Toni konnte mit Schwarz eine bequeme Stellung erreichen, so dass Frank lieber eine Stellungswiederholung herbeiführte und das Remis forcierte.
Damit war Toni ungefähr bei seiner Erwartung angekommen. Die letzte Runde musste nun entscheiden, ob das Turnier ein Erfolg wird oder nicht. Mit Laura Czäczine trat er gegen die diesjährige Sachsenmeisterin u18 an, die schon Erfahrungen in der Frauenbundesliga sammeln konnte und sowohl in DWZ und ELO die 1900er-Marke geknackt hat. Es wurde eine tolle Partie. 19 Züge lang wurde Theorie gebolzt, da gibt es noch Vorgängerpartien, bei denen beide Gegner über 2600 ELO haben. Mit 22. .. a5 verließ Laura den Pfad der Tugend und Toni gewann mit sehenswertem Spiel. Vielleich hat am Ende die Zeitnot etwas mitgeholfen.
Mit 3,5 Punkten gelegt Toni den 13. Platz und wird sowohl in Elo (Prognose +28) als auch in DWZ (Prognose +36) einige Punkte zulegen. Toni hat mir drei Bilder zur Verfügung gestellt, die ich hier gerne teile. Gespielt wurde übrigens im Schloss Planitz.
Erwähnenswert ist vielleicht, dass die ersten vier der Setzliste auch genau in dieser Reihenfolge einkamen.
Wie im letzten Jahr (Bericht) machte sich eine Markneukirchner Delegation auf ins oberfränkische Kirchenlamitz um am dortigen Schnellschachturnier teilzunehmen. Dieses Jahr nahmen Toni Lutz und Burkhard Atze auch noch Lennard Schauer mit. Wie immer war das Turnier hervorragend organisiert. Nach dem Rekord im vergangenen Jahr fanden sich dieses Jahr 54 Schachfreunde im Züchterheim in Kirchenlamitz ein.
Das Turnier ist ein Eckpfeiler im oberfränkischen Schachleben. Verschiedene Schnellschachmeisterschaften werden mit diesem Turnier zusammen augerichtet. So wurde unser Freund Toralf Kirschneck in diesem Jahr oberfränkischer Seniorenmeister im Schnellschach.
Für uns lief das Turnier so la, la. Toni und Burkhard erreichten wie im letzten Jahr vier Punkte. Mehr als 50% war Burkhards Ziel, allerdings waren seine Gegner viel schlechter als im letzten Jahr eingeschätzt, so dass er viele ELO-Punkte verlieren wird. Toni hatte sich eigentlich mehr vorgenommen, aber in diesem Jahr gelang es ihm leider nicht, einen stärkeren Gegner zu schlagen, auch wenn er einmal kurz davor stand.
Lennard musste bei seiner ersten Teilnahme Lehrgeld zahlen. Aber er kämpfte fast durchweg gegen stärker eingeschätzte Gegner.
In der Siegerehrung durfte sich jeder einen Preis auswählen. Lennard überraschte seinen Trainer mit einer Schachmütze.
Grundschulturnier in Plauen – immer wieder ein Erlebnis
Sechs Schüler der Grundschule Markneukirchen (Erlbach) nahmen unter schachlicher Betreuung von AG-Leiter Frank Dreier am diesjährigen Grundschulturnier in Plauen teil. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Sieben Runden mussten gespielt werden und dabei starke Gegner aus den Vereinen in Plauen, Reichenbach und Treuen bespielt werden.
Alwin Ruderisch aus der vierten Klasse erreichte starke 3,5 Punkte und belegte den 10. Platz in seiner Jahrgangstufe. Nick Seidel und Fritz Hohmann erreichten bei den Drittklässlern sogar 4 Punkte und wurden unter 29 Teilnehmern Zehner und Dreizehnter, während Luis Bethke mit 3 Punkten Platz 17 belegte. Der größte Erfolg wurde bei den Zweitklässlern erreicht. Felix Schubert erreichte grandiose 5 Punkte und wurde Sechster von 34 Teilnehmern. Mit guten 3,5 Punkten wurde Rafael Spoler 19.
Freitags sind im Familienzentrum in Markneukirchen alle eingeladen ihr Schachspiel zu verbessern.
Trotz Niederlage Klassenerhalt gesichert
Beginnen müssen wir mit einem Nachtrag zum letzten Punktkampf (Bezirksliga spielt verrückt und wir machen mit). Reinhards Punkt wurde am „Grünen Tisch“, nach Protest der Annaberger Mannschaft, aberkannt. Die Aberkennung erfolgt wohl zurecht. Beide Mannschaftsleiter hatten folgenden Passus in der Ausschreibung übersehen:
Elektronische Geräte: Es ist den Spielern untersagt, in das Turnierareal Mobiltelefone oder andere elektronische Kommunikationsmittel (z. B. Smartwatches, Schrittzähler oder Tablets) mitzubringen, sofern diese nicht vollkommen ausgeschaltet sind. Derartige Geräte dürfen auch nicht am Körper geführt werden. Wenn ein solches Gerät ein Geräusch verursacht, verliert der Spieler die Partie. Der Gegner gewinnt. (Hervorhebung durch den Autor)
Was uns allerdings etwas aufstößt ist die Art und Weise, wie mit diesem Fall umgegangen wurde. Wir als Betroffene wurden
nicht von dem Protest
nicht von der Entscheidung
in Kenntnis gesetzt. Erst beim Eingeben des Ergebnisses im Portal, fanden wir die Erklärung. Ich glaube, dass hier in der Kommunikation Luft nach oben ist.
Am letzten Aprilsonntag mussten wir gegen den Tabellenersten aus Freiberg antreten und konnten nach obiger Entscheidung noch absteigen. Allerdings sollten drei Brettpunkte zum Klassenerhalt ausreichend sein.
Der Kampfverlauf ist mir nicht mehr ganz gegenwertig. Ich fühlte mich nicht wohl und konnte kaum am Brett sitzen. In einer komplizierten Stellung bot ich meinem Gegner Remis, was dieser zum Glück annahm. Die Computeranalyse sah ihm zu dem Zeitpunkt schon auf der Siegesstraße. Das Remis von Frank Weller war auch ein Glücksfall, wurde er doch wiederholt in der Eröffnung genarrt. Matthias Schubert brachte uns dann in Führung, zwei Fehler seines Gegners waren einer zu viel.
Bei Reinhard Atze war leider nach der Ausführung des vierzigsten Zuges die Fahne zu sehen – Verlust durch Zeitüberschreitung. Steffen Pötzsch und Ersatzmann Thomas Kolbe erreichten remis, während Toni Lutz und Claus-Peter Franke verloren. Mit dem resultierenden 3:5 erreichten wir die benötigten drei Brettpunkte, die den Klassenerhalt sichern sollten.
Zum dritten Mal nach 2023 (Bericht) und 2024 (Bericht) nahmen wir an der Oberfränkischen Jugend-Schnellschachmeisterschaft teil. Letztes Jahr passte der Termin leider nicht mit der anderen Turnierplanung zusammen. Da weder Nils Adler, Toni Lutz, Lennard Schauer oder Reinhard Atze Zeit hatten, fuhren wir mit drei Neulingen zum Turnier. Clara Fleck, die in diesem Jahr schon Turniererfahrung sammeln konnte, Sven Goßler und Omar Almansour von der AG des Gymnasiums Markneukirchen.
Altersklasse u12 – endlich ein Pokal für Clara Fleck
In der Altersklasse u12 hatten nur zwei Spielerinnen eine DWZ Anni Winkler (SKK Plauen) und Clara, damit war Anni deutliche Favoritin und Clara auf Platz zwei gesetzt. Schon ihre erste Partie hätte Anni gegen den späteren Zweiten eigentlich verlieren müssen. Anderer Mütter Kinder können eben auch Schach spielen, auch wenn sie noch keine Zahl haben. Clara verlor nur gegen Anni (chancenlos) und gegen den späteren Zweiten (unglücklich) und konnte sich dann über den dritten Platz nebst Pokal freuen. Nach dem vierten Platz in der Vogtlandmeisterschaft und dem vierten Platz in der Bezirkseinzelmeisterschaft, tat es gut endlich einmal das Treppchen erreicht zu haben.
Clara Fleck (links) und Anni Winkler am Spitzenbrett
Omar Almansour aus der Schach-AG des Gymnasiums spielte ein tolles Turnier und lieferte in der letzten Runde sein Meisterstück ab. Mit drei Punkten aus sechs Runden hatte er das gesteckte Ziel schon erreicht, als er in der letzten Runde gegen Anni gepaart wurde. Im Mittelspiel übersah Anni eine Taktik, so dass Omar zwei Türme gegen eine Figur gewinnen konnte. Natürlich ist das ein gewinnbringender Vorteil, aber Anni nimmt nicht umsonst an deutschen Meisterschaften teil. Sie wehrte sich mit aller Rafinesse, opferte noch eine Figur und konnte dann in ein Remis durch Dauerschach entweichen.
Sven musste obwohl er die gleiche Klasse wie Omar besucht, eine Altersklasse höher antreten. Hier wehte ein anderer Wind. Elf Spielerinnen verfügten schon über eine Wertzahl. Für Sven wurde es ein schwerer Tag mit versöhnlichem Ausgang. Er konnte zwei Punkte sammeln und den letzten Platz vermeiden. Der Sieg in der letzten Runde ließ dann auch wieder die Sonne scheinen.
Schlussrunde verrückt – Altmeister holt Titel zurück
Zwei Mal in folge hatte Josef Biba die Markneukirchner Stadtmeisterschaft gewonnen. Dieses Jahr waren seine Chancen in der Schlussrunde minimal, deutete doch alles auf einen Sieg von Frank Weller hin, der gegen Michael Straube spielte. Doch die Schlussrunde brachte noch einiges durcheinander.
Frank Weller wurde in seiner Leib- und Mageneröffnung mit einer ihm unbekannten sehr scharfen Nebenvariante konfrontiert und stand von Anfang an mit dem Rücken zur Wand. Claus-Peter Franke geriet gegen Toni Lutz unter Druck, während Burkhard Atze seine Vorbereitung gegen Josef Biba aufs Brett brachte.
Als erstes einigten sich Heinz Zöphel und Steffen Pötzsch auf Remis, es folgte ein Sieg von Jochen Franz im Klingenthaler Duell mit Matthias Hiemisch. Die anderen Partien sollten länger dauern. Burkhard gelang es Josef zu einer ungewohnten Spielweise zu zwingen, geriet darüber aber in Zeitnot. Toni stellte seinen Vorteil durch einen falschen Springerzug wieder hin. Beide Partien endeten remis, währen sich in der Spitzenpaarung abzeichnete.
Michael gewann durch eine Kombination eine Qualität und einen Bauern und verdichtete seinen Vorteil Schritt für Schritt zum Sieg. Zwischendurch hatte Ute Sadewasser noch gegen Milan Hlousek gewonnen. In der Endtabelle konnte Claus-Peter durch sein Remis mit Frank gleichziehen, die bessere Wertung bescherte ihm den Meistertitel.
Toni Lutz wird Vierter bei der Sachsenmeisterschaft und Clara sehr gute Neunte
Heute ging in Sebnitz die Sachsenmeisterschaft zu ende. Toni Lutz erreichte mit dem vierten Platz sein bisher bestes Resultat und wird doch nicht zu frieden sein. Clara spielte ihre erste Sachsenmeisterschaft und erreichte stabile 3,5 Punkte aus 7 Runden und darf mit dem neunten Platz sehr zufrieden sein.
Claras erste Sachsenmeisterschaft
Clara – Bild von der Bezirksmeisterschaft
Clara spielt erst seit diesem Schuljahr ernsthaft Schach. Ihre Qualifikation für die Beszirksmeisterschaft war überraschend, dass es dann sogar zur Sachsenmeisterschaft gehen sollte, war einfach überragend…
In der ersten Runde musste sie gleich gegen eine Top-Favoritin antreten. Meryem Naz Öksüz aus Plauen war als Gegnerin noch zu schwer. Nach einem Sieg gegen Emma Becker aus der Oberlausitz musste sie gegen die Nummer Eins der Setzliste antreten. Eine gute Eröffnungsvorbereitung brachte eine vorteilhafte Stellung, leider fehlte die Erfahrung um diesen Vorsprung zu halten. In der vierten Runde, vor dem freien Nachmittag, spielte Clara Remis. Sie wurde in der Eröffnung vom Königsgambit überrascht und erhielt eine sehr vorteilhafte Stellung. Offenbar wussten beide nicht, wie es weitergehen sollte, denn sie einigten sich auf Remis.
In der fünften Runde folgte eine schneller Sieg, der Clara auf 50% hievte. Die Gegnerin in der sechsten Runde war dann nichts für schwache Nerven. Eigentlich sah sie schon wie die sichere Verliererin aus. Aber Alisha Ali aus Plauen ließ noch einmal Luft heran und so konnte Clara ihre Gegnerin doch noch mattsetzen.
Die siebte Runde bescherte ihr Mila Richter aus Leipzig zur Gegnerin, die lange Zeit geführt hatte und nun durch eine Niederlage etwas zurückgefallen war. Wir, Clara und Trainer Burkhard Atze, entschieden uns für eine Eröffnungsüberraschung. Die Überraschung stach und hätte die bessere Stellung ergeben, aber die größere Erfahrung entschied dann schnell für die Messestädterin, die durch diesen Sieg den Sachsenmeistertitel sicher stellte.
Fazit: 50% bei der ersten Sachsenmeisterschaft sind großartig, mögen noch viele weitere gute Turniere folgen.
Für Toni war es bereits die vierte Sachsenmeisterschaft. 2023 wurde er mit 4/7 Achter, 2024 wieder Achter mit 3,5/7 und letztes Jahr Zwölfter mit 2,5/7. Die erste Hälfte ging bescheiden los. Da nach Elo und nicht nach DWZ gesetzt wurde, war Toni anstatt Nummer Drei nur die Nummer Sechs der Setzliste. So musste er nach seinem Auftaktsieg gleich gegen die Nummer Eins Yehor Marynychenko aus Dresden antreten. In einem Duell auf Augenhöhe forderte er dem über 400 Punkte (nach ELO) stärkeren Gegner alles ab und verlor erst nach 67 Zügen im Endspiel. Bis zum 57. Zug war die Stellung noch ausgeglichen.
Die Partie hatte beide Spieler so erschöpft, dass sie in der Nachmittagsrunde ohne große Gegenwehr verloren. Toni erreichte gegen Eric Thoms (Dresden) zwar eine Superstellung, konnte aber nicht mehr richtig rechnen und verlor.
Die vierte Runde gab den nächsten kleinen Dämpfer. Gegen Bela Wisniewski (Dresden) reichte es mit Schwarz „nur“ zum Remis. Mit 1,5/4 ging es somit in den freien Nachmittag. Danach spielte Toni groß auf nacheinander besiegte er Julian Naumann (Dresden), Ezra Huang (Leipzig) und Erik Dotschuweit (Aue). Damit ist er mit 4,5/7 punktgleich mit dem Dritten Joshua Li (Chemnitz) auf dem undankbaren vierten Platz.
Mit etwas mehr Glück wäre sogar der ganz große Wurf drin gewesen. Schach ist eben doch ein Glücksspiel.