Lennard und Burkhard in Schweinfurt

Vom vierten bis siebten Juni nahmen Lennard Schauer und Burkhard Atze in Schweinfurt am dortigen 34. Schweinfurt Open teil. Für Burkhard lag das Turnier ideal in den bayerischen Pfingstferien, Lennard benötigte zwei Tage Schulbefreiung. In der Startrangliste lag Burkhard auf Rang 32 und Lennard auf Platz 71 von 80 Teilnehmern. Auf der Hinfahrt setzten wir uns ehrgeizige Ziele. In sieben Runden wollte Burkhard vier Punkte erreichen und Lennard peilte als Ziel drei Punkte an.

Wir reisten schon am Mittwoch an, damit wir am Donnerstag ausgeruht an Brett gehen konnten. Nachdem wir das Hotel bezogen hatten, gingen wir zum Spiellokal, damit wir den Weg schon einmal kannten. Dabei hatten wir bei schönem Wetter eine tolle Aussicht auf den Main, das schöne Rathaus, den Marktplatz und konnten auch schon einmal die Spielräume besichtigen. Am Stadtstrand ließen wir den Tag ausklingen.

Am Donnerstag war in Bayern Feiertag, um zehn Uhr startete die erste Runde. Die Auslosungsfee platzierte uns nebeneinander. Wir konnten sogar die Bretter tauschen, damit ich als Linkshänder mehr Platz zum Aufschreiben hatte. Ich konnte gegen meinen jungen Gegner einfach gewinnen, während Lennard nach langem Kampf gegen seinen starken Gegner die Waffen strecken musste. Nach einem Mittagessen im Keller des Rathauses, der von einem Italiener bewirtschaftet wird, spielten wir die zweite Runde. Ich geriet mit Weiß in eine schwierige Stellung und hatte Glück, das mein Gegner mit zwei aufeinanderfolgenden Fehlern die Partie einstellte.

Lennard spielte wieder munter mit, musste dann aber wieder die Überlegenheit des Gegners anerkennen. Am Freitag nahmen einige Spieler ein sogenanntes „bye“, um am Vormittag zu arbeiten. Leidtragender war Lennard, er wartete an seinem Brett auf seinen Gegner, der war aber an einem anderen Brett platziert worden, damit ein Spielraum aufgelöst werden konnte. So musste Lennard dann mit 10 Minuten weniger, gegen einen jungen Gegner antreten, der ihn auch noch mit einer scharfen Eröffnung überraschte. Lennard kämpfte noch, verlor danach jedoch zum dritten Mal in Folge. Burkhard hatte es nun mit Rang 6 der Setzliste zu tun. In der Partie ergab sich eine große Chance, doch leider schlug ich mit dem Bauern in die falsche Richtung. Zum Glück bot ich rechtzeitig Remis, obwohl ich die Dame gegen Figur und Turm bekommen hatte. Der Computer schätzt die Endstellung ausgeglichen ein.

Zum Mittag aßen wir auf dem Markt ganz zünftig Schäufele. In der Nachmittagsrunde musste Burkhard die Überlegenheit der Nummer 4 der Startrangliste anerkennen, während Lennard seinen ersten Sieg einsammeln konnte. Am Abend bereitete sich Burkhard auf die erwartete Aljechinverteidigung am nächsten Tag vor. Doch der Gegner tat ihm nicht den Gefallen. In einer Sizilianisch-Nebenvariante verbrauchte Burkhard viel Zeit, patzte in Zeitnot, kämpfte und verlor dann nach 70 Zügen. Lennard konnte wieder gewinnen. Am Nachmittag verlor Lennard wieder und Burkhard konnte nach hartem Kampf ein Remis mit Schwarz sichern.

Am letzten Tag hätten wir beide mit einem Sieg unser Ziel noch erreichen können. Aber Lennard musste gegen das Königgambit antreten, in der entscheidenden Phase verpasste er das Dauerschach und verlor. Burkhard hatte sein Pulver verschossen. Sein junger Gegner spielte eine Variante, die er nicht kannte. Er reagierte unkonventionell, was seinen Gegner zu einem Fehler verleitete. In der Erkenntnis, dass etwas falsch gelaufen war, bot der junge Mann remis. Burkhard hatte keine Energie mehr zu kämpfen und nahm an, obwohl er eine vorteilhafte Stellung hatte.

Was bleibt? Es war ein schönes Turnier in einer schönen Stadt. Die Turnierleitung, die Veranstalter erzeugten eine tolle Turnieratmosphäre. Die Verpflegung war hervorragend und auch das Wetter spielte mit. Burkhard kann mit seinem Ergebnis zufrieden sein. Er landet zwar nur auf Platz 35, gewinnt aber sowohl DWZ- als auch ELO-Punkte dazu. Lennard wird am Ende 70. und verliert ein paar Punkte, wird aber eine ELO-Zahl erhalten. Wichtiger sind hier die Erfahrung ein solches Turnier zu spielen.

Am Ende gewinnt Edwin Fischer aus Reichenbach das Turnier. (Bericht vom Veranstalter)

Lennards Ergebnis, Burkhards Ergebnis, Endtabelle




Clara Fleck gewinnt Vogtlandspiele mit 100%

Am Wochenende fanden in Falkenstein, in der vogtländischen Schachwüste, die Vogtlandspiele statt. Der SV Markneukirchen nahm in der AK U12 mit drei Spielerinnen teil. Clara Fleck spielte bei den Mädchen in der AK u12w und Omar Almansour sowie Max Loose spielten in der AK u12.

Clara besiegt alle

Clara spielte ein herausragendes Turnier. Schon am Samstag hatte sie die schärfste Konkurrentin Alishah Ali vom SK König Plauen in einer sehenswerten Partie geschlagen und damit einen Punkt Abstand zwischen sich und das Feld gebracht. Heute folgten zwei Sieg gegen die Plauener Königinnen Helene Rahn und Hoang Oanh Phung. Damit wurde sie ungeschlagen Siegerin der diesjährigen Vogtlandspiele und kann sich neben ihrem ersten Turniersieg auch über einen erklecklichen Wertzahlzuwachs freuen.

Claras Ergebnis

Endtabelle

Max und Omar bei ihrem ersten Turnier mit normaler Bedenkzeit

Max und Omar sind noch keine Vereinsmitglieder, wollen es nach diesem Turnier aber werden. Am Samstag musste Max noch viel Lehrgeld zahlen. Zwei Niederlagen und ein kampfloser Punkt standen am Ende auf dem Scoreboard. Erfolgreicher lief es für Omar, der zweimal gewinnen konnte und sich nur dem letztendlichen Sieger beugen musste. Verkehrte Welt dann am heutigen Sonntag, Omar musste über zwei Niederlagen quittieren, während Max mit guter Zeiteinteilung zwei Siege einfahren konnte.

Damit wird Max hervorragender Fünfter, während sich Omar etwas ärgern wird, dass es letztendlich nur zum neunten Platz reichte.

Ergebnis von Max, Ergebnis von Omar

Endtabelle

Trainer Burkhard Atze wird Zweiter bei seinem ersten Seniorenturnier

Am Sonntag spielten die Senioren ü50 im Schnellschach ihren Sieger der Vogtlandspiele aus. Burkhard Atze konnte glücklich mit drei Siegen aus fünf Runden und der besten Zweitwertung den zweiten Platz belegen.

Ergebnis von Burkhard

Endtabelle

v.l.n.r. Hermann Fenderl, Rolf Wieland, Ulrich Rehm, Burkhard Atze und Klaus Frenzel



In Potsdam zum Jahresbeginn Schach spielen

Schon zum dritten Mal fuhren Toni Lutz und Burkhard Atze Anfang des Jahres nach Potsdam um am dortigen Turnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft teilzunehmen. Das Kongresshotel bot Platz für über 700 Schachspieler, die in sieben Gruppen und fünf Runden die Qualifikanten zum Finale in Dresden ausspielten. Alle Fotos aus diesem Beitrag mit freundlicher Genehmigung von Ingrid Schulz vom DSAM-Team. (flickr-Galerie der DSAM)

Toni und Burkhard reisten beide am 01.01.2026 an und nahmen am Vorabend des Turniers am Blitzturnier teil. Toni erreichte fünf Punkte und Burkhard vier aus sieben Runden (Ergebnisse), ein Recht erfolgreicher Start ins Turnierwochenende. Im Turnier sollte es bei beiden dann recht unterschiedlich laufen.

Toni verpasst die Qualifikation für das Finale nur knapp

Toni spielte ein starkes Turnier und verlor nur gegen den an Nummer 1 gesetzten Spieler in der dritten Runde eine Partie. Dem gegenüber stehen drei starke Siege. In der fünften Runde nahm das Drama in einer Rollercoaster-Partie seinen Lauf. In der Eröffnung gewann Toni zwei Bauern, nach dem ersten Bauerngewinn stand er sicher besser, der zweite Bauer war wohl eher ein Danaergeschenk. In der Folge stand Toni am Abgrund, der elektronische Rechenknecht zeigte in der Analyse, dass sein Gegner ihn forciert hätte Matt setzen können. Aber Toni konnte den gefährlichen Freibauern erobern und stand nun selbst mit Mehrqualität gewinnen. Lieder fand er den Gewinnweg nicht. Es war die letzte Partie im großen Turniersaal, die beendet wurde.

Mit 3,5/5 erreichte Toni einen hervorragenden 16. Platz unter 122 Teilnehmern, hätte er die letzte Partie gewonnen, dann wäre die Finalqualifikation möglich gewesen. Toni gewinnt 38 DWZ-Punkte dazu und aucht der ELO-Zuwachs wird beträchtlich sein.

Ein gebrauchtes Turnier für Burkhard

In der ersten Runde nutzte Burkhard die volle Bedenkzeit aus. Lange Zeit der Partie stand er mit dem Rücken zur Wand und sicher auf Verlust. Aber er verteidigte sich zäh und konnte am Ende den gewinnverheißenden Freibauern erobern. Nun zeigt der Computer sogar Vorteil für Burkhard an. Aber mit nur noch 1min 10s auf der Uhr wollte er nichts mehr riskieren und bot remis.

Vielleicht hatte er damit das Turnier gejinxt. In der zweiten Runde stellte er die Partie mit einer fragwürdigen Entscheidung ein, die sein Gegner mustergültig ausnutzte. Mit 0,5/2 folgte nun der Sechste der Setzliste. Burkhard erhielt die Qualität für zwei Bauern, aber verlor im weiteren Partieverlauf die Kontrolla und dann die Partie. Zwei Remis zum Abschluss waren mehr oder weniger unspektakulär. Burkhard verlor 25 DWZ-Punkte, und landete auf dem 102. Platz.

Endtabelle mit Links zu allen Runden




Punkte eingestellt, Erfahrung gewonnen

Neun Tage Lichtenberger Sommer sind vorbei, ich sitze im ICE nach Leipzig, Zeit ein Fazit zu ziehen. Für mich war es schön, ein Turnier in der alten Heimat zu spielen, alte Weggefährten zu treffen, Familie zu besuchen und Kindheitsplätze aufzusuchen. Das Turnier war hart, 240 Teilnehmer, davon über 60 hungrige Jugendliche, die teils deutlich unterbewertet waren. Wie heißt es so schön: „Nur die Harten kommen in den Garten“.

Die Trabrennbahn

Ein Trabrennbahn ist für ein Schachturnier natürlich ein ungewöhnlicher Austragungsort. Der Turniersaal war groß genug und auch das Turnierareal war zweckmäßig. Als „Analyseraum“ dienten die Außensitze bzw. der Biergarten des Imbisses, bei schönem Wetter ideal, bei schlechtem Wetter leider unbrauchbar.

Besonders an den hinteren Brettern wurde es doch etwas eng. Als Linkshänder musste ich oft mit querliegendem Formular aufschreiben. Der „Trick“ das Formular unter das Brett zu schieben, funktionierte nicht, da fast überall Holzbretter und Holzfiguren verwendet wurden. Die Halle ist anfällig für das Blenden durch die tief stehende Nachmittags- und Abendsonne. Aber das ist alles Jammern auf hohem Niveau. Manches lässt sich leider nicht anders einrichten.

Schlimm waren die Ansagen über Mikrofon, die waren für die meisten unverständlich, verrauscht, zu leise, klirrend. Für das nächste Turnier empfiehlt sich die Verwendeung einer entsprechend großen Soundox.

Die Verpflegung am Imbiss war spitze und die Preise zivil. Ein großes Bier, natürlich nur nach der Partie, kostete 4,00 €, Kaffee je nach Größe 1,80 €, 2,00 € oder 2,20 €, Tagessuppe 6,50 €, Nackensteack, Bratwurst oder Bulette waren auch erschwinglich. Die Bedienungen waren nett und gut aufgelegt.

Das Turnier aus meiner Sicht

Vier Siege, ein Remis und vier Niederlagen – 50% das Minimalziel wurde erreicht. Zwei Siege gegen schwächere Gegner brachten keine neuen Erkenntnisse, da die Gegner in Runde 1 und Runde 5 (Hier profitierte ich von einem Tipp von John Heinrich) zu früh Fehler machten.

Auch in der vierten Runde war es ein Bock des Gegners, der mir den Sieg bescherte. Hier spielte ich aber vernünftig in einer mir unbekannten Variante und ergriff die Chance, als sie da war. In der letzen Runde gelang es mir, kleine Fehler meines Gegners auszunutzen und so einen Sieg fast aus einem Guss zu erzielen.

In der zweiten Runde spielte ich eine ordentliche Eröffnung, panikte dann aber, weil ich nicht alle meine Möglichkeiten überprüfte und verlor kurzzügig. Gegen einen jungen Mann, kämpfte ich mich in der dritten Runde aus schlechter Eröffnung zurück, um dann, als sich die Chance bot, den Sack nicht zuzumachen.

Die dritte Niederlage war die niederdrückendste. Aus einer vermasselten Eröffnung heraus kämpfte ich über sechzig Züge lang nur um dann doch zu verlieren. Die achte Runde war vielleicht die interessanteste Partie. Ich bereitete eine Eröffnungsüberraschung vor, die gut funktionierte. Leider überschätzte ich den generischen Angriff und sah nicht alle Verteidigungsresourcen.

Das Remis in der siebten Runde entsprang einem Kurzschluss, der mich dazu bewog das Blackmar-Diemer-Gambit zu spielen. Zwischenzeitlich hatte ich zwei Figuren geopfert. Zum Glück sah mein Gegner die Wiederlegung nicht und es wurde Dauerschach.

Ich werde ca 2 Elo-Punkte und 28 DWZ-Punkte verlieren. Der Lerneffekt, der hoffentlich eintritt, lässt diesen Verlust klein erscheinen.

Alles Wissenswerte hier

Berlin ist immer eine Reise wert

Ich besuchte die Familie, traf Freunde, sah mir viele Spots meiner Kinheit an und deckte auch kulinarisch eine große Bandbreite ab. Hoffentlich passt das Turnier im nächsten Jahr in meine Terminplanung.




Sieg zum Schluss, das Turnier ein Genuss

Heute kommt spät der Bericht über die beiden abschließenden Runden. Heute startete die letzte Runde schon um 11.00 Uhr, da war keine Zeit für einen Artikel. Gestern verlor ich in einer interessanten Partie, in der ich zum Schluss keine klaren Bilder mehr gesehen habe, sonst hätte das Ergebnis auch andersherum lauten können. Heute gewann ich die letzte Partie und kann so morgen mit einem versöhnlichen Gefühl nach Hause fahren.

Konzentriert in der siebten Runde (Foto: Peter Weiß – Friesen Lichtenberg)

Runde 8 – Angst fressen Seele auf

Der Gegner spielte 1. e4 und gegen Sizilianisch schon zweimal die Alapin-Variante. Darauf baute ich. Meine Vorbereitung kam aufs Brett. Nach dem 20. Zug wird die Partie ein Fehlerfestival.

Runde 9 – Versöhnlicher Abschluss

Caro-Kann war klar, ich entschied am Brett, welche Variante ich spiele. Ein paar Ungenauigkeiten von Schwarz halfen mir zum ABschluss den vollen Punkt einzufahren.

Hier findet ihr noch mehr tolle Fotos: Galerie Lichtenberger Sommer

Endstand




Surprise, Surprise – wenn zwei sich überraschen

Mein junger Gegner (Jahrgang 2011) spielte im Turnierverlauf zweimal Französisch, jeweils die Winawer-Variante. Also schaute ich mir die Winawer-Variante an und bereitete dort, so hoffte ich, eine Überraschung vor. Aber mein Gegner beantwortete 1. e4 mit 1. .. d5 – Skandinavisch. Ich sah überrascht auf und er sah micht erwartungsvoll lächelnd an. Dann brannten meine Sicherungen durch, seht selbst:

Alles zum Turnier




67 Züge Leiden – wieder auf dem Boden der Tatsachen

Diesmal bereitete ich mich selber vor – und es ging schief. Im frühen Partiestadium spielte mein Gegner einen Zug, den ich erst später erwartete, die vorbereitete Reaktion war noch nicht möglich. Nach sieben Zügen hatte ich einen Bauern weniger und eine schlechte Stellung. Ich wollte kämpfen, um wenigstens den zwanzigsten Zug zu erreichen. Nach dem ich letzte Runde der Erste war, der die Partie beendete, war ich diesmal der Letzte gegen 22:00 Uhr gratulierte ich meinem Gegner nach 68 Zügen zum Sieg.




Mit Schottisch zum Erfolg

Von meinem Gegner in der fünften Runde waren wieder einmal nur die Partien aus dem Turnier verfügbar. Ich überlegte sogar, ob ich es auf 1.d4-Terrain wage, um gegen seine Variante anzutreten. Den entscheidenden Tipp erhielt ich dann aus dem Erzgebirge. John Heinrich empfahl mir es mit dem Schottischen Gambit zu versuchen.

Hotline ins Erzgebirge

In der Partie ging dann alles ganz schnell. Turnierdaten bei chess-results




Heimatkiez, wie haste dir verändat

Da von meinem Gegner nicht viel zu finden war, außer dass er wahrscheinlich 1.e4 spielt, Evidenz eine Caro-Kann-Partie in diesem Turnier, beschloss ich die Plätze meiner Kindheit aufzusuchen. Ich besuchte meinen Kindergarten, den ich vor genau 50 Jahren verlassen hatte, die Schule in die ich eingeschult wurde und verschiedene andere Plätze mit schönen Kindheitserinnerungen.

Vielleicht inspirierte mich der abschließende Besuch des „Stierbrunnens“ für meine Partie. Ich landetete in der Vorbereitung meines Gegners. Als er sich nicht mehr erinnern konnte griff er fehl und stellte die Partie instant ein.

Das gab mir Zeit einige Turnierimpressionen einzufangen. Daten bei Chess-Results.




Schachgefühl abhanden gekommen

Runde drei hielt für mich einen Elo-losen, 23-jährigen Gegner (DWZ 1498) bereit, der aber in der ersten Runde gegen Matthias Remis gespielt hatte und auch in der zweiten Runde gegen einen 1800er remisiert hatte. Vorbereitung war unmöglich, da es von ihm nichts zu finden gab.

Die Eröffnung spielte ich zu schematisch und musste bald um das Überleben kämpfen, das gelang knapp mit einem Minusbauern. Dann stellte ich ihm eine Falle, in die er prompt hineintappte, aber ich zog die Schlinge nicht zu, sondern landete durch einen Fingerfehler in einer komplett verlorenen Stellung, in der es dann keine Rettung mehr gab.

Auf der Heimfahrt plauderte ich nett mit einem Schachfreund von Empor Berlin. Wir klagten uns gegenseitig unser Leid, zeigten uns unsere Partien. In der Unterkunft angekommen, stellte ich fest, dass genau dieser Spieler mein Gegner in der vierten Runde ist. Es versteht sich von selbst, dass von ihm kaum etwas zu finden ist – genau eine Weißpartie von 2017 und die drei beim Lichtenberger Sommer veröffentlichten Partien.