Trotz Niederlage Klassenerhalt gesichert

Beginnen müssen wir mit einem Nachtrag zum letzten Punktkampf (Bezirksliga spielt verrückt und wir machen mit). Reinhards Punkt wurde am „Grünen Tisch“, nach Protest der Annaberger Mannschaft, aberkannt. Die Aberkennung erfolgt wohl zurecht. Beide Mannschaftsleiter hatten folgenden Passus in der Ausschreibung übersehen:

Elektronische Geräte:
Es ist den Spielern untersagt, in das Turnierareal Mobiltelefone oder andere elektronische
Kommunikationsmittel (z. B. Smartwatches, Schrittzähler oder Tablets) mitzubringen, sofern diese nicht vollkommen ausgeschaltet sind. Derartige Geräte dürfen auch nicht am Körper geführt werden. Wenn ein solches Gerät ein Geräusch verursacht, verliert der Spieler die Partie. Der Gegner gewinnt. (Hervorhebung durch den Autor)

Ausschreibung zur Mannschaftsmeisterschaft 2025/26 des Schachverbandes Sachsen

Was uns allerdings etwas aufstößt ist die Art und Weise, wie mit diesem Fall umgegangen wurde. Wir als Betroffene wurden

  • nicht von dem Protest
  • nicht von der Entscheidung

in Kenntnis gesetzt. Erst beim Eingeben des Ergebnisses im Portal, fanden wir die Erklärung. Ich glaube, dass hier in der Kommunikation Luft nach oben ist.

Am letzten Aprilsonntag mussten wir gegen den Tabellenersten aus Freiberg antreten und konnten nach obiger Entscheidung noch absteigen. Allerdings sollten drei Brettpunkte zum Klassenerhalt ausreichend sein.

Der Kampfverlauf ist mir nicht mehr ganz gegenwertig. Ich fühlte mich nicht wohl und konnte kaum am Brett sitzen. In einer komplizierten Stellung bot ich meinem Gegner Remis, was dieser zum Glück annahm. Die Computeranalyse sah ihm zu dem Zeitpunkt schon auf der Siegesstraße. Das Remis von Frank Weller war auch ein Glücksfall, wurde er doch wiederholt in der Eröffnung genarrt. Matthias Schubert brachte uns dann in Führung, zwei Fehler seines Gegners waren einer zu viel.

Bei Reinhard Atze war leider nach der Ausführung des vierzigsten Zuges die Fahne zu sehen – Verlust durch Zeitüberschreitung. Steffen Pötzsch und Ersatzmann Thomas Kolbe erreichten remis, während Toni Lutz und Claus-Peter Franke verloren. Mit dem resultierenden 3:5 erreichten wir die benötigten drei Brettpunkte, die den Klassenerhalt sichern sollten.

Endstand