Toni Lutz rockt das Clara-Wieck-Open in Zwickau

Toni Lutz nahm an diesem Wochenende am 2. Clara-Wieck-Open in Zwickau teil. Nachdem im letzten Jahr nur nach DWZ ausgewertet wurde, stand in diesem Jahr auch eine Elo-Wertung auf dem Programm. Toni war an Platz 28 von 75 Teilnehmern gesetzt. Vor ihm sind einige auch bei uns bekannte Schachfreude in der Startliste Bernd Hiemer (Zwickauer SC vormals Waldkirchen und Wilkau), Frank Birkner (Zwickauer SC), die Anne Czäczine mit ihren Töchtern Paula und Laura (CSC Aufbau), die dieses Jahr Erfahrungen in der Frauenbundesliga sammeln konnten, Frank Spitzbarth (Wilkau), Oliver Seidel (Reichenbach), Jens Horn (Chrimmitschau), der beim Osterblitz so groß aufgetrumpft hat und Andre Manthey (Waldkirchen).

Turnierverlauf

In der ersten Runde bekam Toni einen Reichenbacher Nachwuchsspieler zugelost. Mutig entschied der sich, eine Figur gegen drei Bauern zu geben. Aber Toni zeigt ihm, dass seine aktiven Figuren im Mittelspiel mehr wert waren. In der zweiten Runde wurde Toni gegen den Vorjahressieger gelost. Der zeigte ihm, unter anderen mit zwei brillanten Zügen, dass im Training noch etwas zu tun ist. Nach einem Sieg gegen ein Wilkauer Talent musste Toni in der vierten Runde gegen Frank Birkner antreten. Frank ist uns noch bekannt aus alten Bezirksligazeiten, er spielte lange Jahre bei Planitz und später beim Zwickauer SC das erste Brett. Toni konnte mit Schwarz eine bequeme Stellung erreichen, so dass Frank lieber eine Stellungswiederholung herbeiführte und das Remis forcierte.

Damit war Toni ungefähr bei seiner Erwartung angekommen. Die letzte Runde musste nun entscheiden, ob das Turnier ein Erfolg wird oder nicht. Mit Laura Czäczine trat er gegen die diesjährige Sachsenmeisterin u18 an, die schon Erfahrungen in der Frauenbundesliga sammeln konnte und sowohl in DWZ und ELO die 1900er-Marke geknackt hat. Es wurde eine tolle Partie. 19 Züge lang wurde Theorie gebolzt, da gibt es noch Vorgängerpartien, bei denen beide Gegner über 2600 ELO haben. Mit 22. .. a5 verließ Laura den Pfad der Tugend und Toni gewann mit sehenswertem Spiel. Vielleich hat am Ende die Zeitnot etwas mitgeholfen.

Mit 3,5 Punkten gelegt Toni den 13. Platz und wird sowohl in Elo (Prognose +28) als auch in DWZ (Prognose +36) einige Punkte zulegen. Toni hat mir drei Bilder zur Verfügung gestellt, die ich hier gerne teile. Gespielt wurde übrigens im Schloss Planitz.

Erwähnenswert ist vielleicht, dass die ersten vier der Setzliste auch genau in dieser Reihenfolge einkamen.

Rangliste beim chessmanager

Endstand bei chess-results




Erst hatten sie kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu

OK, Ihr Faulpelze, raus aus den Federn! […] Denn heute ist Murmeltiertag.

Und täglich grüßt das Murmeltier (Film 1993)

Wie in diesem Film müssen sich die beiden Markneukirchner Mannschaften gefühlt haben. Beide verloren wie am vergangenen Spieltag mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse 3,5:4,5. Während bei der ersten Mannschaft klar war, das es ein schwerer Auswärtskampf wird, konnte von der zweiten Mannschaft durchau mehr erwartet werden.

Schwerer Auswärtskampf – knapp verloren

Freiberg war uns nach Papierform klar überlegen. Einen Spieler mit 2000+, zwei Spieler mit 1900+ und weitere drei mit 1800+ konnten sie an die Bretter bringen. In sieben Paarungen waren wir die Außenseiter. Trotzdem konnten wir das Oberhaus für uns entscheiden. Matthias Schubert und Frank Weller bezwangen ihre höher engeschätzten Gegner. Claus-Peter Franke konnte das Spitzenbrett neutralisieren und nur Mannschaftsleiter Steffen Pötzsch musste die Waffen strecken.

Leider sah es im Unterhaus etwas schlechter aus. Toni Lutz‘ Gegner gab Dauerschach, vielleicht war für Toni in der Abwicklung voerher mehr drin. Trotzdem ein starkes Ergebnis gegen einen fast 200 Punkte stärkeren Gegner. Ute Sadewasser war als einzige Favoritin in ihrer Begegnung. Während der Partie stellten Außenstehende fest, dass die Uhr aus war. Offensichtlich hatten die Batterien den Geist aufgegeben. Bei den Silver-Uhren die Zeit adäquat einzustellen stellte sich vorerst als Problem heraus. In der Aufregung einigten sich die beiden Kontrahenten Remis. Es sah nicht so aus, als ob die Stellung mehr ergeben hätte.

Burkhard Atze hatte es mit dem Edel-Reservisten mit 1900+ zu tun, der die Eröffnungsbehandlung von Burkhard bestrafte. Er ließ kein Gegenspiel zu und gewann am Ende mit sehenswerten Dame-Manövern eine Figur, die Burkhard in der Hoffnung auf ein Dauerschach als „greek Gift“ angeboten hatte. Tapfer kämpfte Philipp Gütter. Er gewann eine Qualität, doch der Gegner erhielt zwei starke Freibauern dafür, die dann die Partie entschieden.

Einzelergebnisse

Tabelle

Heimspiel leider verloren

Die Ausgangslage bei der Zweiten war etwas anders. Die Ausfälle von Burkhard Atze und Ute Sadewasser, die in der Ersten aushalfen konnten durch Thomas Kolbe und Falk Sandner adäquat ersetzt werden. An vielen Brettern waren wir nach der Papierform die Favoriten. Wie die Kämpfe entschieden wurden kann ich leider nicht im einzelnen wiedergeben. Auch hier gewannen wir das Oberhaus. Thomas Kolbe, Karl-Heinz Vogel und Falk Sandner remisierten, während Benno Klaus gewinnen konnte.

Im Unterhaus konnte nur Tristan Arzt seine Partie gewinnen. Rolf Steinhaus und Nils Adler verloren gegen Gegner, die noch keine DWZ haben und damit schwer einzuschätzen sind. Frank Dreiers Gegner spielt schon die ganze Saison viel stärker, als es seine Zahl aussagt.

Einzelergebnisse

Tabelle