Matthias Bluebaum schiede im Tiebreak der zweiten Runde gegen Wesley So aus, da er die 10min-Spiele verlor. Aber in der dritten Runde mussten einige der Topfavoriten die Segel streichen.
Magnus Carlsen verlor mit Weiß und konnt mit Schwarz nicht zurückschlagen:
Kramnik und Nakamura sind die anderen beiden prominenten Opfer der dritten Runde. Anish Giri konnte sich auf wundersame Weise in den Tiebreak retten:
U13-Cup in Markneukirchen
Am 30.9.2017 findet im Gymnasium Markneukirchen das zweite Turnier des U13-Cups statt.
Da wir um 8:30 Uhr beginnen wollen, bitten wir alle Teilnehmer sich bis spätestens 8:15 Uhr anzumelden. Peter Luban (SK König Plauen) rechnet mit einer Teilnahme von über 60 Spielern und bittet sich bei ihm schon vorher per Mail zu melden, damit die Gruppeneinteilung vorbereitet werden kann.
Für das leibliche Wohl wird wie immer gesorgt sein: Kaffee, nichtalkoholische Getränke und natürlich wieder Würstchen.
Istvan Lampert ist nicht mehr
Am vergangenen Donnerstag während des monatlichen Blitzturnieres hörte das Herz von unserem Stefan auf zu schlagen.
Wieder lässt uns diese Nachricht mit tiefer Betroffenheit und Anteilnahme für seine Familie zurück.
Stefan fand erst spät in den Schachverein, aber es zeichnete ihn eine große Liebe zum Spiel und eine entschlossene Kämpfernatur aus.
Wenn man ihn in Bad Elster in seinem Geschäft für ungarische Spezialitäten besuchte, wurde man schnell ins Hinterzimmer zu einer Partie Schach gebeten. Selten ging man dann ohne eine kleine Aufmerksamkeit nach Hause. Oft unterstützte er auch mit Sachpreisen unser Osterblitz oder das Weihnachtsblitz.
Seit er an unseren Vereinsabenden teilnahm, verbesserte er stetig sein Spiel, entwickelte sich zu einer Stütze zuerst in der dritten und dann in der zweiten Mannschaft. Nie war er verdrießlich, wenn er eine Partie verlor, vielmehr wollte er es schnell in einer neuen Partie besser machen: „Komm, spieln wir noch eine.“
Zu gerne würden wir noch eine Partie mit ihm spielen.
Nur noch Bluebaum dabei
Fridman und Nisipeanu schieden leider in der Verlängerung aus. Heute Daumendrücken für Matthias Bluebaum gegen Wesley So.
Matthias Bluebaum zieht direkt in die zweite Runde ein.
Nisipeanu entkam wie durch ein Wunder ins Dauerschach:
Damit kam er wie auch Daniel Fridman in die Verlängerung. Leider ausgeschieden ist Vitaly Kunin, der Quang Liem Le (Viet) heute nichts entgegenzusetzen hatte.
Weltcup startet mit Überraschungen
Heute begann in Tiflis (Tbilissi) der FIDE-WorldCup. In der ersten Runde gab es einige Überraschungen:
Zum Beispiel gewann Alexandr Lenderman (2565, USA) gegen Pavel Eljanov (2734, Ukraine):
Oder der für Kanada startende Bator Sambuev (2529), der den chinesischen Star Yi Wei (2748) regelrecht zerlegte:
Alle deutschen Spieler Nisipeanu, Kunin, Bluebaum und Fridman konnten mit Schwarz remisieren.
Nach schwachem Beginn konnte Saskia im Endspurt doch noch die 50%-Hürde überwinden und schlug in der letzten Runde die russische U10-Meisterin – sicherlich kein Fallobst. Für mich war die Partie interessant, da die Ulvestad-Variante im Zweispringerspiel im Nachzug behandelt wurde.
Stadtmeisterschaft 2017/18
Der August geht zu Ende, der September klopft an die Tür. Es ist höchste Zeit für die Ausschreibung zur Markneukirchner Stadtmeisterschaft.
Nach dem Desaster in Olmütz stand noch Geithain auf meiner Sommerturnierliste.
Mit einer Plauener Delegation bestehend aus Elmer Pekrul, Georg Faltin und den Jugendlichen Simon Burian, Richard Melitzki, Florian Elstner und Clemens Deiters fuhren Reinhard und Burkhard Atze am Freitag nach Bad Lausick in die dortige Jugenherberge und kurz darauf nach Geithain ins neue Spiellokal.
Geithain ist ein schönes Wochenendturnier, für das man keinen Urlaubstag opfern muss. Es findet immer am letzten Augustwochenende statt und beginnt am Freitag um ca. 17:00 Uhr. Gespielt wird in zwei Gruppen (A ab 1750 und B bi 1750) fünf Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 90min für 30 Züge plus 30min für den Rest. Freitag wird eine Runde gespielt, Samstag und Sonntag je zwei.
Reinhard spielte in der B-Gruppe und Burkhard in der A-Gruppe. Die erste Runde brachte keine Überraschungen. Leider standen zwei Niederlagen zu Buche.
Trotz eines Minusbauern gelang es mir Gegenspiel zu entwickeln und mit Lxe5 hätte ich gute Chancen erhalten. Leider verwechselte ich hier die Züge und spielte Sd3 danach ist der Vorteil wieder auf der weißen Seite und ich streckte die Waffen. Reinhard spielte beherzt und hatte gute Möglichkeiten, konnte es aber leider nicht durchetzen.
Nachdem ich schlecht geschlafen hatte (Murmeltiertag?) ging die zweite Runde kurzzügig verloren, zweimal viel ich auf den selben Trick rein – Minusbauer und Minusfigur – Aufgabe. Ich besorgte mir erstmal Kopfschmerztabletten. Reinhard konnte sich nicht an die korrekte Fortsetzung in seiner Eröffnung erinnern und verlor auch ziemlich chancenlos.
In Geithein ist im Startgeld am Wochenende die Mittagsversorgung eingeschlossen. Samstags gab es Linsenentopf und am Sonntag dann Chili con Carne oder Kesselgulasch. Solchermaßen gestärkt und mit Aspirin gedopt begann die dritte Runde.
Hier wurde ich mit einer modernen Variante in einer meiner Eröffnungen konfrontiert, die ich zwar kannte, in der ich aber nicht wusste wie es weitergeht. Nach wechselhaften Verlauf, bekam ich folgenden Elfmeter serviert, den ich verwandeln konnte:
Sonntag begann die vierte Runde zu völlig unchristlicher Zeit um 8:30 Uhr. Mein Gegner verpasste es, mir in der Eröffnung die Bauernstruktur zu zerstören und verrechnete sich dann bei einem Opfer:
Er glaubte mit Sxe5 einen Bauern gewinnen zu können, übersah aber, dass SxS LxL, TxT Le3+ der Turm nach f2 zurück kann. Nach einigen weiteren Zügen streckte er dann die Waffen.
Reinhard hatte schon in der dritten Runde, die er verlor, mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Als er Sonntagfrüh wieder klagte, meldete ich ihn ab.
Die letzte Runde bescherte mir Elmer zum Gegner. Da wir beide mit akuter Unlust geschlagen waren, war die Partie auch schnell im Remishafen.
Nach dem Trauma in Tschechien, habe ich das Gefühl, dass es wieder aufwärts geht.
Launige Nachlese
Matthias Hoerr hat sich für seinen Bericht vom Olmützer Schachsommer etwas mehr Zeit genommen als ich, dabei ist ein auch literarisch lesenswerter Text herausgekommen: