Letztes Aufgebot siegt in Plauen

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Vorspiel

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

Archimedes

Am Sonntag ging für uns nach der Coronapause die längste Saison der Geschichte des Markneukirchner Schachs zu Ende. Der 18.07. wurde vom sächsischen Schachverband zum letzten Spieltag der Saison 2019/2020 (2021) erkoren. Viele Schachfreunde fragten sich, warum man dieses Spiel durchführen musste. Ein Blick in die Ergebnislisten zeigt viele Nichtantritte, merkwürdige Ergebnisse (z.B. 4:4 – alles kampflose Siege). Auch wir hatten Schwierigkeiten, eine schlagkräftige Mannschaft an den Start zu bringen. Aus dem Stamm der ersten Mannschaft konnten lediglich drei Spieler mitspielen.

Weitere vier Spieler konnte die zweite Mannschaft beisteuern, so dass wir, gegen unsere Überzeugung, ein Brett freilassen mussten. Für die Zweite war die Saison ja schon seit September beendet (Bericht).

Eröffnung

Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.

Manneken Pis

Also machten sich am Sonntag morgen sieben Markneukirchner Schachfreunde auf nach Plauen zum VSC. Steffen Pötzsch, Ute Sadewasser, Karlheinz Vogel, Burkhard und Reinhard Atze, el Präsidente Benno Klaus und Rolf Steinhaus. Für den VSC ging es in diesem Spiel noch um den Aufstieg in die zweite Landesklasse. Aber aus der die Plauener hatten Besetzungssorgen. Wie bei den Markneukirchnern, standen auch bei ihnen vier Ersatzleute in der Aufstellung. Der Kampf konnte pünktlich beginnen. Aus den genannten Gründen ließen wir das erste Brett frei. Schon in der Eröffnung gerieten Rolf und Karlheinz unter Druck. Da gab es merkwürdige Stellungen zu beobachten (z.B. Ke7 und Df8 nach kaum zehn Zügen). Reinhard spielte auch etwas unvorsichtig und verlor schnell einen Bauern.

Nach 15 Zügen hatte Burkhards Gegner keine Lust mehr weiterzuspielen. In der Eröffnung war er mit der Dame auf Bauernraub gegangen. Die Partie zeigte, dass man dann häufig keinen Spaß mehr hat. Burkhard freute sich über seinen schnellen Sieg und konnte sein Auto umparken gehen.

Stellung nach 15. b4 ..

Mittelspiel

Wenn’s einmal läuft, dann läuft’s.

Organisator des Berlin-Marathon

Als Burkhard wieder ins Spiellokal, kam hatte Benno gewonnen. Sein Gegner war in eine Springergabel gelaufen und gab sofort auf. Rolf und Karlheinz standen immernoch bedenklich und auch Reinhard hatte seinen Bauern noch nicht wiedergesehen. Dafür sah es bei Ute gut aus, sie hatte einen Bauern gewinnen können.

Nach einiger Zeit erhielt Reinhard ein Remisgebot und fragte, ob er es annehmen soll. Er bekam die Freigabe, selbst entscheiden zu dürfen. Daraufhin entschied er sich, lieber forciert Matt zu setzen. Kurz darauf waren die Leiden von Rolf beendet und er musste seine Niederlage quittieren. Bei schönem Wetter konnten wir die Partien draußen analysieren. Nachdem wir uns alle hatten Partien angesehen hatten, gingen wir noch einmal auf die restlichen Stellungen schauen. Karlheinz hatte sich in ein Endspiel mit gleichfarbigen Läufern und einem Minusbauern gerettet und kämpfte noch. Bei Ute sah es unverändert gut aus. Steffen hatte einen Bauern mehr aber dafür eine Qualität weniger.

Endspiel

Das Überraschende macht Glück.

Glückskeksspruchhersteller

Utes Gegner schaffte die Zeitkontrolle nicht. Die Suche nach Gegenspiel endete im 36. Zug mit dem Blättchenfall. Karlheinz konnte sein Endspiel leider nicht halten. Steffen schaffte es aber seinem Gegner, trotz Minusqualität, den halben Punkt abzuringen. So gewinnen wir glücklich mit 4,5:3,5. Das letzte Aufgebot hat seine Schuldigkeit getan und die Saison anständig beendet.

Daheim angekommen geht der Blick auf die anderen Ergebnisse in der Staffel. Spitzenreiter IFA Chemnitz verliert deutlich mit 2:6. Durch unseren Sieg konnten wir nach Mannschaftspunkten gleichziehen, lediglich ein halber Brettpunkt trennt uns vom Aufstieg in die zweite Landesklasse.

Endstand der Saison 2019/21

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